Die schwersten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts

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Agung 1963:


Mt. Agung ist ein 3142 Meter hoher Stratovulkan auf der indonesischen Ferieninsel Bali.

Der Agung ist, genau wie seine beiden Nachbarn Batur und Bratan, ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen.
Vor allem bei Vulkantouristen ist Agung bekannt. Denn seine Eruption im Jahr 1963 gilt als die schwerste Eruption in Indonesien im 20. Jahrhundert.
Es begann am 28. Februar 1963. An dem Tag erwachte der Vulkan aus seinem 120 Jahre dauerndem Schlaf. Bewohner nahe gelegener Dörfer hörten an dem Tag laute Explosionsgeräusche vom Gipfelkrater, wo eine Aschewolke in den Himmel stieg. Daraufhin stieß der Vulkan Lavabomben aus, die  auf den Flanken des Berges niedergingen.
In den darauffolgenden Tagen dauerte die Eruption weiter an, allerdings noch auf niedrigem Niveau. Am 24. Februar begann die Förderung von dünnflüssiger Lava. Es entstanden Lavaströme, die in den folgenden Tagen und Wochen die Nordflanke des Berges hinabflossen und eine Länge von bis zu 7 Kilometern erreichten.
Am 17. März änderte sich die Situation. Es kam zu einer schweren Eruption(VEI 5), bei der eine 10 Kilometer hohe Aschewolke ausgestoßen wurde. Westlich des Vulkans regnete es Asche und Steine. Gefährlicher waren aber die Pyroklastischen Ströme, die sich durch die Eruption bildeten. Sie strömten mit einer Geschwindigkeit von bis zu 60 km/h die Hänge bis zu 15 Kilometer weit hinunter. Auf ihrem Weg ins Tal zerstörten sie Wald, aber auch viele Dörfer. Mehr als 1000 Menschen verbrannten.
Mit diesem Ereignis war der Höhepunkt der Eruption erreicht. Aber die Menschen waren noch nicht sicher. In den Wochen danach setzten starke Regenfälle auf Bali ein. Diese lösten die lockere Asche auf den Hängen und es entstanden mehrere Lahare, die durch die Flusstäler Richtung Meer schossen. Dabei wurden bisher verschonte Dörfer von den Wassermassen mitgerissen. Mehrere hundert Menschen ertranken.
Am 17. Mai kollabierte die Wand des Kraters. Dabei entstand ein weiterer Pyroklastischer Strom, der ein Dorf zerstörte und dutzende Menschen tötete.

Agung, 1989

Am 27. Januar 1964 war die Eruption beendet. Seit dem ist der Vulkan für die Einwohner mehr Freund als Feind. Aber das kann dich jederzeit wieder ändern. Morgen, oder in 120 Jahren.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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