Die schwersten Vulkanausbrüche des 20. Jahrhunderts

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Lamington 1951:


Mt. Lamington ist ein stark bewaldeter Stratovulkan, etwa 115 Kilometer von der Hauptstadt Port Moresby entfernt, der sich im Südosten von Papua-Neuguinea aus dem Regenwald erhebt.

Lamington verursachte in Jahr 1951 die zweittödlichste Eruption der Nachkriegszeit.(VEI 4)
Bis zum Jahr 1950 galt der Vulkan Lamington als inaktiv, bzw. erloschen. Es war kein Ausbruch aus historischer Zeit bekannt und auch von den Ureinwohnern des Landes wurde keine Aktivität übermittelt.
Die ersten Anzeichen von Aktivität wurden am 15. Januar 1951 entdeckt, als Einwohner der nahe gelegenen Stadt Higaturu an der Innenseite des Halbkreisförmigen Gipfels Spuren von Erdrutschen entdeckten. Am Nachmittag des gleichen Tages stieg eine Rauchwolke vom Gipfel auf, die sich im Laufe der nächsten Stunden vergrößerte. Am Nachmittag des 16. Januars wurde Higaturu von einer Reihe mittlerer Erdbeben erschüttert.
Die Aktivität steigerte sich weiter. Schon bald wurde neben Rauch auch Asche vom Vulkan ausgestoßen, und die Erdbeben traten im Durchschnitt alle 7 Minuten auf. Am 18. Januar erreichte die Aschewolke bereits eine Höhe von 9 Kilometern. Die Erdbeben waren mittlerweile so stark, dass die ersten Häuser bereits einstürzten.
Menschen, die nahe am Gipfel lebten, verließen in den Stunden danach ihre Dörfer, weil der Geruch nach Schwefel unerträglich wurde.
Am 21. Januar, um 10.40 Uhr am Vormittag, kam es dann zum Höhepunkt der Eruption. Der Vulkan spuckte riesige Mengen an Asche und heißen Gasen aus. Pyroklastische Ströme rasten die Hänge des Berges hinab und zerstörten alles, was sich auf ihrem Weg befand. Auch Higaturu war auf ihrem Weg. Die Stadt und weitere Dörfer wurden vollständig zerstört. Fast 3000 Menschen verbrannten. Eine Fläche von fast 100km² wurde zerstört.
Die Eruption dauerte bis 1956 an. Es gab weitere Pyroklastische Ströme, sowie Lahare und Erdrutsche. Es gab aber keine weiteren Todesopfer.

Mt. Lamington 1951 kurz nach der Eruption

Mittlerweile weiß man, dass dies nicht der erste Ausbruch des Lamington war. Durch die Radiokarbonmethode wurden zwei weitere Eruptionen in den Jahren 4800 v. Chr. und 6000 v. Chr. (ungefähre Angaben) ermittelt. Nach 1956 gab es keine Eruptionen mehr.
Während Städte wie Popandetta, wie bei dem Ausbruch zerstört wurde, wieder aufgebaut wurden, ist Higarutu heute nur noch auf alten Karten zu finden. Die Überreste der Stadt hat der Regenwald zurückerobert.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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