Erdbebensimulation

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Wer wünscht sich nicht mal ein Erdbeben nur als „Test“ zu erleben ohne der richtigen Gefahr ausgesetzt zu sein?

Dank immer verbesserterer Computersimulationstechniken und gestiegenem globalen Interesse der Universitäten muss man heute nicht mehr bis nach Japan fliegen, um mal die Möglichkeit einer Erdbebensimulation zu erleben. Seit 24.01.2010 bietet die Eidgenössische Hochschule Zürich (ETH) diese Möglichkeit. Allerdings sollte man sich anmelden.

Der ETH-focusTerra simuliert Erdbeben bis zu einer Magnitude von 8. Er ist eine Art Containerraum – wie in einem Klassenzimmer – und für bis max. 10 Personen, wobei er für Kinder unter 5 Jahre verboten ist und Kinder zw. 5 – 11 Jahren ihn nur in Begleitung Erwachsener betreten dürfen. Eine Haftung für evtl. Körper- oder psychische Schäden wird natürlich nicht übernommen.

 http://www.focusterra.ethz.ch/museum/simulator

Der grösste Erdbebensimulator der Welt steht in Japan im Erdbebenforschungsinstitut der Universität in Tokio und heisst E-Defense. E stehe für Earth. Hier kann man aber nicht – wie in Zürich – als Mensch das Gefühl eines Bebens testen – sondern hier geht es um reale Gebäudetests, ob Konstruktionen einem Erdbeben z.b. der Stärke 7.3 – wie damals in Kobe – standhalten würden und wie sich das Material verformt usw.. Man kann dort reale Häuser mit mehr als zwei Stockwerken in echter Größe testen. 45 Milliarden Yen (325 Millionen Euro) wurden damals von der japanischen Regierung für diesen Mega-Simulator ausgegeben, um Erkenntnisse zu gewinnen, wie man bestehende Altbauten sicherere machen kann und Neubauten gleich intelligenter baut.

http://www.heise.de/tr/artikel/Die-groesste-Erdbebensimulation-der-Welt-278057.html

Auch Freizeitparks hätten allerdings bereits erkannt, dass man mit dem Wunsch mal ein Erdbeben gefahrlos zu fühlen Geschäfte machen kann. In Frankreich bietet z.B. der Walygator Park einen „Seismic Panic“ – eine Screammachine an. 


http://www.screammachine.net/rideinfo.php?ridecode=1739

Erdbeben sind – leider – „in“.

 




 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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