Erdbeben Indien, Vietnam; Dammbruch befürchtet

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Assam:
In der Ostindischen Region Assam ereignete sich laut USGS gestern Abend ein Erdbeben der Stärke 5,1 in einer Tiefe von 51 Kilometern. Das Beben war in der dicht besiedelten Region deutlich spürbar, richtete aber keine Schäden an.

Bereits gestern Morgen gab es in der Indischen Region Himachal zwei Beben der Stärke 4,4 und 4,8, die aber ebenfalls ohne Folgen blieben.

Hanoi:
Dieses Mal ist es ein tektonisches Beben.
Im Norden von Vietnam, etwa 120 Kilometer östlich von Hanoi, ereignete sich laut lokalen Behörden heute morgen um 5.18 Uhr MESZ ein Erdbeben der Stärke 4,4.
Das Epizentrum lag unterhalb der Großstadt Haiphong. Das Erdbeben war auch noch in den „Türmen“ von Hanoi spürbar. Berichte über Schäden liegen zur Zeit nicht vor.

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Während dessen laufen am Song Tranh 2 Wasserkraftwerk in der zentralvietnamesischen Provinz Quang Nam, etwa 650 Kilmeter südlich von Hanoi, die Vorbereitungen auf eine mögliche Massenevakuierung.
Wie bereits mehrfach berichtet, ereigneten sich am Stausee in den letzten Wochen ungewöhnliche Erdbeben. Insgesamt 20 davon waren für die Bevölkerung spürbar, zwei waren stärker als Magnitude 4 und richteten auch größere Schäden an Wohnhäusern an.
Der Damm selbst wurde nicht beschädigt. Allerdings wurden bereits im März diesen Jahres Risse in der Staumauer beobachtet, die aber in der zwischen Zeit repariert wurden.
Dennoch befürchten Experten, dass weitere Erdbeben drohen, die auch Magnitude 5 überschreiten könnten. Dabei bestehe die Gefahr eines Dammbruchs.
Der Phu Ninh Stausee ist der größte in Zentralvietnam. Er hat ein Fassungsvermögen von 730 Millionen Kubikmetern Wasser.
Die vorgeschlagenen Evakuierungspläne beinhalten eine Umsiedlung von von mehreren zehntausend Familien in höhere Lagen. Im Falle eines Dammbruchs wären aber weitere Menschen gefährdet.

Wir werden die Lage in Vietnam weiter verfolgen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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