Grönland: Erdbeben durch Klimawandel?

Sicherlich für viele – so auch für JEN überraschend – kam es heute zu einem Erdbeben der Stärke 4.6 in Westgrönland.

Da dort fast keine Menschen leben und folglich keine Menschen oder Gebäude zu Schaden kommen, erscheint es auf den ersten Blick „uninteressant“. 

Auf den zweiten Blick fragt man sich natürlich: Wieso plötzlich? Und da spielt sicher der Klimawandel eine grosse Rolle.

Exakt vor 2 Tagen erschien ein sehr interessanter Artikel im Deutschlandfunk – den ich hier zur Kenntnis poste. Dort wird über das rapide Abschmelzen der Eismassen auf Grönland berichtet, wodurch sogar die Forschungsstation „Swiss Camp“ zusammenbrach. 2012 im Sommer war kein stützendes Eis mehr darunter  und die ehemals auf  Eishöhe gebaute Plattform brach nach 22 Jahren in 9 m Höhe ÜBER dem Eis schwebend zusammen.

 http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1901566/

Zu dem Thema auch direkt vom Swiss-Camp ein Youtube-Video:
„Schlechte Nachrichten aus dem Eis“ von Konrad Steffen

Das heisst – wenn diese Eismassen fehlen, dann fehlt natürlich der Druck auf den Erdboden und dadurch erklärt sich für mich dieses heutige Erdbeben. Es werden mit Sicherheit weitere Folgen.

Inwieweit sich Eisberge lösen – die dann die Schiffahrt gefährden – wird sich in den nächsten Tagen, Monaten, Jahren zeigen. Nicht umsonst hiess die Insel ja mal GRÜN-Land – d.h. der Klimawandel folgt einem Zyklus und irgendwann wird es wieder ein Grünland sein, mit den bekannten Folgen, dass die dadurch freien Wassermassen unsere heute bekannten Küstenlinien stark verändern und viele Menschen umsiedeln werden müssen.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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