Sehr starkes Erdbeben im Westen Kanadas; 1.70m Tsunami in Kanada, 1.50m in Hawaii und 46 cm in Kalifornien: Keine Schäden

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Vor der Westküste Kanadas hat sich in der Nacht um 4.04 Uhr ein schweres Erdbeben der Stärke 7.7 ereignet. Das Epizentrum lag auf Queen Charlotte Island in 17 km Tiefe. Tsunamiwarnung. Bisher gab es 2 Nachbeben, 5,8 und 4,8. Auf der Insel gibt es viele kleine Siedlungen, eine direkt am Epizentrum. Das Beben wurde mit einer maximalen Intensität von VII gespürt. (später auf VI korrigiert)

Queen Charlotte, 55km entfernt
Moresby Camp, 32km entfernt
Sewell Inlet, 13km entfernt
Lockeport, 8km entfernt

Updates werden folgen!

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Update 5.40 Uhr: Hier die Shake Map von USGS
Update 5.45 Uhr:  Nachbeben 3, 5,1, für British Columbia wird ein Tsunami mit einer Höhe von 1.70 m prognostiziert.
Update 06.18 Uhr:
Das Erdbeben war in weiten Teilen von British Columbia, u.a. in Vancouver spürbar. Ebenso im Süden vo Alaska.
Update 06.27 Uhr:
Eine anfängliche Tsunamiwarnung für die gesamte Westküste Nordamerikas wurde mittlerweile aufgehoben.
Es gibt nur noch eine Warnung für British Columbia und Alaska.
Update 06.35 Uhr: Bislang gab es 6 Nachbeben, das stärkste mit M 5,8. Weitere werden folgen.
UPDATE 06.39 UHR
Es wurde auf Basis von Satellitenbeobachtungen eine Tsunamiwarnung für Hawaii herausgegeben.
In British Columbia wurde unterdessen ein 20 Zentimeter hoher Tsunami registriert. Die Warnung bleibt aber noch bestehend.
Update 06.55 Uhr:
Es wird erwartet, dass der Tsunami um 9.28 Uhr MEZ Hawaii erreicht. Erste Evakuierugsmaßnahmen wurden eingeleitet.
Update 07.16 Uhr:
Der Tsunami ist mittlerweile überall in British Columbia und weiten Teilen Alaskas auf Land getroffen. Glücklicherweise nur mit einer maximalen Wellenhöhe von 80 Zentimetern. Dies ist im Normalfall zu niedrig um Schäden anzurichten. Ich denke die Tsunamiwarnung für diese Regionen dürfte in den nächsten Minuten aufgehoben werden. 
Update 07.24 Uhr.
Wissenschaftler erwarten für Hawaii eine Wellenhöhe von 1-2 Metern. Küstenabschnitte werden zur Zeit evakuiert.
Update 07.28 Uhr:
Im Ort Lockeport auf Queen Charlotte Island wurde eine Wellenhöhe von 1.40 m registriert. Der Ort liegt unmittelbar am Epizentrum. Im Nachbarort Pacofi wurden 1.70 registriert.
Update 07.31 Uhr:
Die Tsunamiwarnung für British Columbia und Alaska wurde aufgehoben!
Update 08.20 Uhr:
Bis der Tsunami Hawaii erreicht, wird es diesbezüglich keine neuen Informationen geben. Wir suchen aktuell nach ersten Berichten über Schäden, die vom Erdbeben selbst verursacht wurden. Bislang gibt es außer sporadischen Problemen mit Elektrizität und Telekommunikation keine Meldungen, was ein gutes Zeichen ist. Glücklicherweise ist die Region Queen Charlotte Island sehr dünn besiedelt. 
Die Tsunamievakuierung in BC ist gut verlaufen, die Menschen sind sofort nach dem Erdbeben in höhere Gebiete geflüchtet, so dass bei dem Tsunami wohl niemand zu Schaden gekommen ist.
In Hawaii sind auch alle Menschen vorbereitet. Das Verhalten bei einer Tsunami-Warnung wird dortja auch regelmäßig geübt.
Update 08.23 Uhr:
Eine 28 cm hohe Tsunamiwelle hat die Küste von Nordkalifornien getroffen!
Update 09.07 Uhr
Crescent City in Kalifornien meldet einen Tsunami mit 42 cm Höhe.
UPDATE 09.19 Uhr:
Der Tsunami wird in den nächsten Minuten die Küsten von Hawaii erreichen. Es wird mit schweren Schäden entlang der gesamten Küstenlinien gerechnet!
Update 09.59 Uhr:
Die erste Welle hat Hawaii getroffen. In der Stadt Hilo wurden erhöhte Wasserstände registriert. Boote wurden an den Strand gespült. Der Tsunami war recht klein. Es werden aber größere Wellen erwartet. 
Update 10.16 Uhr: 
Zeugen in Hilo berichten eine Wellenhöhe von etwa 60 Zentimetern. Insgesamt sollen schon 3 Wellen Hawaii getroffen haben. An manchen Orten sollen die Wellen über einen Meter hoch gewesen sein. Größere Schäden hat es bislang nicht gegeben. Es wurden nur einige Boote beschädigt.
Update 10.18 Uhr:
Bestätigt ist nun, dass die bisher höchste Welle 1.50 Meter hoch war. Sie wurde in Kahului auf Maui registriert. Es wird erwartet, dass die 4. Welle, die in den nächsten Minuten die Inseln erreichen wird, noch höher sein wird.
Update 10.42 Uhr:
Die vierte Welle hat Hawaii getroffen. Bisherige Messungen ergeben eine maximale Höhe von etwa 50 Zentimetern. Damit war die Welle deutlich niedriger als die dritte.
Die Tsunamiwarnung bleibt dennoch bestehend. Große Wellen können noch in den nächsten 3 Stunden auftreten.
Update 11.05 Uhr:
Es scheint, dass die 5. Welle die Inseln erreicht hat. Höhe: 35 cm. 
Die Tsunamiwarnung besteht weiterhin, da nicht ausgeschlossen werden kann, dass noch größere Wellen hinterher kommt. Aber tendenziell sieht es so aus, das Hawaii das Schlimmste ohne größere Verluste überstanden hat.
Update 11.08 Uhr:
Hier eine Übersicht einiger gemessener Wellenhöhen entlang der amerikanischen Westküste:
Finales Update, 16.39 Uhr:
Die Tsunamiwarnung für Hawaii wurde komplett aufgehoben. Es hat keine größeren Wellen mehr gegeben. Weder auf Hawaii, noch auf dem amerikanischen Festland haben die Wellen größere Schäden angerichtet. Die einzigen nennenswerten Schäden sind einige zerstörte Boote, aber das kann man eigentlich vernachlässigen.
Das Erdbeben selbst ist für seine Stärke und seine geringe Tiefe unglaublich glimpflich ausgegangen. Keine größeren Schäden, keine Verletzten. Einzig: An vielen Gebäuden sind die Fenster zerbrochen, wie bei jedem etwas stärkeren Erdbeben. Außerdem gab es zwischenzeitlich Probleme mit der Stromversorgung und mit der Telekommunikation. (Ich denke dieses Beben kommt nur wegen des Tsunamis und der Stärke in unsere Datenbank)
Das schlimmste am Beben war wohl, dass durch die Tsunamiwarnung einige Halloween- und Hochzeitsfeiern auf Hawaii ein unrühmliches Ende gefunden haben 🙂 Aber es ist absolut richtig lieber zu früh zu warnen, als garnicht. Die Organisation nach der Tsunamiwarnung ist perfekt abgelaufen. Man kann ohne Zweifel und Sorge behaupten, dass Hawaii für den Fall eines wirklich gefährlichen Tsunamis perfekt gewappnet ist. Auch in Kanada ist alles reibungslos verlaufen. Großes Lob an alle zuständigen Behörden!
Die Nachbebentätigkeit ist, wie üblich bei so einem Beben, ziemlich hoch. Dutzende 4er und einzelne 5er Beben erschütterten Queen Charlotte Island seit heute morgen. Die Nachbeben werden auch noch einige Tage auf dem Niveau anhalten, danach werden sie seltener. Spätestens im Februar 2013 dürfte sie Sache erledigt sein. Bis dahin wird es auch noch 3-4 Beben über Magnitude 5,5 geben, aber da das Hauptbeben keine Schäden angerichtet hat, muss man sich vor den Nachbeben nicht fürchten. 
Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob sich dieses Beben nicht noch auf andere Regionen Nordamerikas auswirkt. Das Erdbeben entstand ja an einer Transform-Störung, so wie die Sumatra-Beben im April 2012.(Damals mit schweren Nachbeben in Mexiko) Es ist praktisch eine untermeerische Verlängerung der San Andreas Verwerfung, die dieses Beben verursacht hat. Und ich möchte für Nordamerika im Allgemeinen keine Entwarnung geben. Wer weiß ob irgendwo anders, in Kalifornien, Washington oder sonst wo, noch was größeres hinterher kommt. 

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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