Schweres Erdbeben in Myanmar; 38 Tote; Schwere Nachbeben

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Ein schweres und extrem gefährliches Erdbeben ereignete sich um 2.12 Uhr in Myanmar. Es hatte laut USGS eine Stärke von 6,8 und eine Tiefe von nur 10 Kilometern.
Durch die gering Tiefe hatte das Erdbeben direkt am Epizentrum Intensität VIII bis IX und kann damit sehr zerstörerisch für die dortigen Siedlungen sein.
Bislang sind 7 Todesopfer bestätigt.

Update 07.23 Uhr:
Nach bisherigen Zeugenangaben war das Erdbeben in weiten Teilen von Maynmar, sowie teilweise in Indien, Bangladesch, China(Yunnan), Thailand(u.a. Bangkok) und Laos spürbar.
Es gab bislang zwei Nachbeben der Stärke 5 weiter südlich.
Die Erdbeben in Myanmar entstehen durch seitliche Verschiebungen der Indisch-Australischen Platte und der Chinesischen Platte.
Auch vulkanismus gibt es in der Region. Direkt am Epizentrum eines Nachbebens liegt der historisch aktive Vulkan Singu.

Bislang gibt es noch keine Berichte aus der direkten Epizentralregion. Die bestätigten Opfer kommen aus entfernten Regionen. 4 der Opfer starben beim Einsturz einer Brücke. Zudem gibt es Meldungen von mehreren hundert Verletzten in der Stadt  Shwebo. Die Stadt soll große Schäden erlitten haben. Shwebo liegt etwa 50 km südlich vom Epizentrum.

Update 07.37 Uhr
Im Moment sieht die Lage in Myanmar wie folgt aus:
In vielen Städten in der Nahe zum Epizentrum wurden viele zerstörte Gebäude und Schäden in der Infrastruktur gemeldet. Im größeren Umkreis werden Risse in Mauern gemeldet.
Die Region direkt am Epizentrum wurde bislang noch nicht erreicht. Dort muss mit schweren Zerstörungen gerechnet werden.
Die Region rund um das Epizentrum ist im Moment von der Stromversorgung abgeschnitten, auch das Telefonnetz ist zusammengebrochen.

Update 09.11 Uhr:
Neue Informationen kommen spärlich, vor allem da sie teilweise widersprüchlich sind. Bislang wissen wir:
7 Menschen starben, 5 beim Einsturz einer Brücke und 2 beim Einsturz von Klöstern.
Mehrere hundert Menschen wurden verletzt. Genaue Zahlen gibt es nicht. Die Menschen kommen aus vielen Teilen des Landes.
In den Städten am Epizentrum gibt es schwere Zerstörungen. Auch in der alten Hauptstadt Rangun wurden Gebäude beschädigt. Zudem wurden viele Brücken und Straßen zerstört. Erdrutsche haben Straßen und Teilweise auch Häuser verschüttet. Es gibt auch Berichte über einige Rubin-Minen, die bei dem Erdbeben eingestürzt sein sollen. Details dazu liegen noch nicht vor. In China und anderen Nachbarstaaten wurden keine Schäden gemeldet.

Update 09.13 Uhr:
Gerade eben berichtet EarthquakeReport, dass es bis zu 14 Tote gegeben hat. In der Stadt Sintku sollen 6 Menschen gestorben sein. Zudem starb beim Einsturz einer Goldmine ein Arbeiter.

Update 11.54 Uhr:
Übersicht der bisher registrierten Schäden: (übersetzt von EarthquakeReport)

– Eine eingestürzte Goldmine hat 6 Bergleute verschüttet
– Ein Torbogen der Shwegu Gyi Pagode in Mandalay ist eingestürzt
– Die Mauer einer Grundschule stürzte um
– Der Torbogen und der Fahnenmast der Shwe Yet Taung Pagodé stürzten ein.
– Fünf Wände im Taw Ya Kloster stürzten ein
– Eine mauer des Pariyatti Thattama Vamsa Nandar Kloster brach zusammen
– 10 Keramik-Fabriken wurden schwer beschädigt
– 3 Menschen wurden bei dem Einsturz eines Hauses verletzt
– Eine einstürzende Mauer tötete eine Frau und verletzte 10 weitere Menschen
– Die 5 Brückenarbeiter, die beim Einsturz der Brücke in den Fluss fielen, werde immer noch vermisst. Wahrscheinlich sind sie tot. Zudem sank ein Schwimmkran als die Brücke einstürzte. Dabei starb ein weiterer Mensch.
 – Ein Mönch wurde beim Einsturz seines Klosters verletzt.
 – Die Spitzen mehrerer Pagoden stürzten ein
 – Ein 20 jähriger Mann wurde in einem Restaurant vo einer umstürzenden Mauer erschlagen.
 – Die Mauern von Polizeistationen in Thabeikkyin, Sagaing und Singu stürzten ein
 – Mehrere Tempel und Rubin-Minen wurden zerstört.

UPDATE 12.06 Uhr:
Schweres Nachbeben der Stärke 6,1 (EMSC). Wahrscheinlich wieder in einer sehr geringen Tiefe und dadurch extrem gefährlich.

Update 12.25 Uhr:
USGS und GFZ geben dieses Nachbeben mit M 5,8 an. EMSC hat auf 5,4 korrigiert. Die chinesische Behörde gibt M 6,2 an.

Update 19.41 Uhr:
Nächstes Nachbeben Stärke 5,5 in 60 Kilometern tiefe
Updates folgen

________________12. November________________

Update 11.30 Uhr:
Ich vertraue ab sofort einfach mal den Daten von EarthquakeReport, da es die Sprache sehr schwer macht zu recherchieren:
Stand jetzt hat das Erdbeben 15 Todesopfer verursacht. In den regionale Medien werden 21 Opfer genannt. 156 Menschen wurden mindestens verletzt. Wahrscheinlich sind es deutlich mehr.
Viele Gebäude wurden zerstört, vor allem religiöse Bauten und Schulen sind betroffen. Es ist nicht bekannt, welchen Einfluss die vielen schweren Nachbeben hatten. Es muss auf jeden Fall in den nächsten 72 Stunden mit weiteren schweren Nachbeben gerechnet werden. Ich möchte auch nicht ausschließen, dass das Hauptbeben noch kommt.

________________13. November________________

Finales Update:
Nun ist die endgültige Opfer- und Schadensbilanz gezogen worden. Bei dem Erdbeben starben 26 Menschen. 12 Werden noch vermisst. Es besteht wenig Hoffnung diese noch lebend zu finden. 230 weitere wurden verletzt. 250 Häuser wurden zerstört, desweiteren mehrere Brücken und Bergwerke. Viele weitere Bauwerke, darunter 140 Gotteshäuser und 20 Kliniken wurden beschädigt.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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