Schweres Erdbeben vor Guatemala, 44 Tote und mehr als 18.000 Obdachlose

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Das neueste Update befindet sich unten

Um 17.35 Uhr MEZ ereignete sich vor der Küste von Guatemala ein schweres Erdbeben der Stärke 7,3!
USGS nennt Magnitude 7,5; EMSC gibt Stärke 6,6.
Die Seismologiebehörde Zentralamerikas gibt ebenfalls Magnitude 7,5 und eine Tiefe von 33 Kilometern.(Gleichbedeutend mit: Tiefe noch nicht ermittelt)

Laut USGS lag das Epizentrum etwa 40 Kilometer vor der Küste. Eine Tsunami-Warnung wurde noch nicht herausgegeben, das könnte sichaber noch ändern. Dies beträfe aber wahrscheinlich nur die Küste von Guatemala und Mexiko.

Zeugen in Guatemala-Stadt beschreiben das Beben als sehr stark(Intensität VI). In Belize war das Beben auch spürbar. Die Erschütterungen dauerten dort 3 Minuten. Auch in El Salvador, Mexiko und Honduras war das Beben spürbar, eventuell auch Nicaragua.

Update 17.57 Uhr: EMSC hat nun auf M 7,4 nach oben korrigiert. Durch die Nähe zur Subduktionszone muss damit gerechnet werden, dass das Beben sehr flach war. Dadurch entsteht ein enormes Schadenspotential, da die Küste nicht weit weg ist.

Update 17.59 Uhr: USGS hat nun auch auf M 7,4 korrigiert. Die Tiefe wird mit 41 Kilometern angegeben. Auf Basis dieser Daten wurde die ShakeMap berechnet, die für einen breiten Küstenstreifen in Guatemala und Mexiko Intensität VI bis VII angibt. Zeugen aus dem Landesinneren geben mittlerweile auch Intensität VII an.

Update 18.06 Uhr:
PAGER vom USGS im Bezug auf die zu erwartende Anzahl von Todesopfern durch das Erdbeben:

PAGER vom USGS im Bezug auf den prognostizierten Sachschaden durch das Erdbeben:

Demnach leben 236000 Menschen im Gebiet mit Intensität VII.

Update 18.10 Uhr:
In Guatemala-Stadt hatte das Erdbeben Berechnungen zufolge Intensität V. In San Salvador(Hauptstadt von El Salvador) Intensität IV, ebenso in Belmopan(Belize).

Update 18.13 Uhr:
Laut BILD.de war das Erdbeben auch in Mexiko-Stadt spürbar.

Update 18.18 Uhr:
Infolge des Erdbebens ist das Telefonnetz in Guatemala zusammengebrochen. Möglicherweise wurde ein Sendemast zerstört.

Update 18.26 Uhr:
Wie Reuters berichtet wurden in Mexiko-City mehrere Gebäude vorsichtshalber evakuiert. Die Feuerwehr ist in Alarmbereitschaft. Mehrere Menschen gerieten in Panik. Über Schäden oder Verletzte ist noch nichts bekannt. Mexiko-City ist fast 1000 Kilometer vom Epizentrum entfernt.

Update 18.30 Uhr:
Aus der Küstenregion von Guatemala gibt es Berichte wonach mehrere Gebäude(Hochhäuser) eingestürzt sein sollen. Auch eine Schule soll schwer beschädigt worden sein. Im Erdboden taten sich Risse auf.

(Nachbeben der Stärke 5,6)

Update 18.34 Uhr: 
Immer neue Berichte erreichen uns. Im ganzen Land stürzten Gebäude ein. Eine Schule begrub 8 Personen unter sich. In einer anderen, die schwer beschädigt wurden, wurden viele Schüler teilweise schwer verletzt. Die Stromversorgung ist in weiten Teilen des Landes zusammengebrochen. Auch das Regierungsgebäude von Guatemala wurde beschädigt.

Update 18.45 Uhr:
In der Region San Marcos an der mexikanischen Grenze starben mindestens 3 Menschen, darunter ein 7-jähriges Mädchen. 8 weitere wurden verletzt.

Update 18.56 Uhr:
Neue Berichte sagen, dass das Erdbeben auch in Teilen von Costa Rica und Nicaragua(v.a. Managua) spürbar war. Zeugen aus vielen Teilen von Guatemala und einige in Mexiko geben dieses Erdbeben mit Intensität VII bis VIII an.

Update 18.57 Uhr:
Erste Bilder aus Guatemala (San Marcos):
http://storify.com/prensa_libre/fuerte-sismo-causa-danos-en-guatemala/slideshow

Update 19.06 Uhr:
Die Behörden von Nicaragua haben eine Tsunami-Warnung herausgegeben!

Update 19.30 Uhr:
Auch aus Mexiko gibt es nun die ersten Schadensmeldungen. Im Bundesstaat Chipas an der Grenze zu Guatemala wurden mehrere Häuser beschädigt. In vielen Mauern und Straßen traten Risse auf. Verletzte hat es dort aber anscheinend nicht gegeben.
Der Informationsfluss aus Guatemala versiegt so langsam. Aber das ganze Ausmaß der Schäden ist noch lange nicht abzusehen. Die internationale Presse hält sich bislang komplett aus der Angelegenheit raus. Obama ist scheinbar wichtiger als Guatemala…

Update 19.39 Uhr:
Im Umkreis von 100 Kilometern schein in fast jeder Stadt mindestens ein Gebäude eingestürzt zu sein. Mache Orte wurden schwer verwüsten. In San Pedro Sacatepeque, 80 km vom Epizentrum entfernt, sind 40 Gebäude eingestürzt. In vielen Orten werden Menschen vermisst.

Aus Belize und El Salvador gibt es zur Zeit keine Berichte über Schäden, was für diese Regionen ein gutes Zeichen ist.

Update 19.53 Uhr:
Die Freiwillige Feuerwehr aus San Marcos meldet mindestens 10 Todesopfer, darunter auch ein Tourist. Diese Daten sind aber noch nicht von offizieller Seite bestätigt.

Update 20.19 Uhr: 
Die insgesamt 10 Todesopfer wurden nun offiziell bestätigt. Zudem werden noch mehrere dutzend Menschen vermisst. Das heutige Beben ist das zerstörerischste in Guatemala seit 36 Jahren. Damals starben 23.000 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 7,5.

Update 20.39 Uhr:
Zumindest in einem Punkt kann man mal eine gute Nachricht verkünden: Es ist bislang kein Tsunami auf die Küste getroffen, weder in Nicaragua, noch El Salvador oder Guatemala. Zumindest kein signifikanter(eine 7 Zentimeter große Welle wurde in Guatemala an der Küste registriert). Es ist auch nicht zu erwarten, dass es noch einer kommt.

Die Behörden von Guatemala waren indes vor schweren Nachbeben. Bislang hielt sich die Nachbebentätigkeit in Grenzen. Es gab einmal M 4,6 und einmal M 5,1(von 5,6 nach unten korrigiert), ungewöhnlich wenig für ein Erdbeben dieser Art.

Update 22.40 Uhr

Zu den nackten Zahlen kann man momentan wohl noch nicht viel sagen die Behörden geben wesentlich niedrigere Zahlen an als die diversen Meldungen die sonst zu finden sind.
Momentan siehts so aus das mindestens 29 Personen ums Leben kamen, 155 verletzt wurden und 100 Häuser zerstört worden sind.  Ich vermute aber dass wir Morgen noch höhere  Zahlen  sehen werden.
Aus vielen Regionen werden eingestürzte Gebäude und große Risse an den Häusern gemeldet, es gab einige Erdrutsche.
Durch Stromausfälle gibt es wohl immer noch wenig Informationen aus den Gebieten die am nächsten zu Epizentrum liegen.

Die Tsunamiwarnung wird immer noch aufrecht erhalten, ich kann mir nur vorstellen das man dies tut als Sicherheitsmaßnahme damit  bei eventuellen größeren Nachbeben mit erneutem Tsunami die Küste geräumt ist.
Die Bevölkerung wurde aufgerufen sich nicht in beschädigten Gebäuden auf zu halten.

Nachbeben gab es keine mehr seit 20,55 das 5er Beben.

__________________________8. November _____________________________

Update 8.11.12 5.50 Uhr:
Nach Angaben des Gouverneurs von San Marcos starben allein in seinem Regierungbezirk mindestens 39 Menschen. Zudem Gab es weitere Nachbeben der Stärken 4,5-5,1.

Update 6.10 Uhr:
RTL hat vor wenigen Minuten berichtet das mindestens 48 Menschen uns Leben gekommen sind, viele werden noch vermisst.

Update 06.31 Uhr:
Neben den 48 Todesopfern gibt es nach offiziellen Meldungen noch 23 Vermisste. Die meisten Betroffenen stammen aus der Region San Marcos. In Guatemala wurden insgesamt mindestens 155 Menschen verletzt.
Erdrutsche blockierten mehrere Straßen, so dass manche Regionen von der Außenwelt abgeschnitten sind und noch keine Hilfskräfte diese Region erreichen konnten. Dort wurden weitere Todesfälle gemeldet, die aber noch nicht offiziell bestätigt wurden.
Unterdessen haben Costa Rica, Venezuela, Kolumbien, Panama und Spanien Hilfen für Guatemala angekündigt. 2000 Soldaten sind im Einsatz um die 17.000 vom Erdbeben betroffenen Menschen zu versorgen.

Update 17.21 Uhr:
Fast 24 Stunden nach dem schweren Erdbeben in Guatemala wird jetzt von 50 Toten berichtet, darunter 16 Kinder. Weitere 20 Menschen werden noch vermisst. 

Update 17.36 Uhr:
Andere Quellen nennen eine Opferzahl von 52. 22 Weitere Menschen sollen noch vermisst sein.

__________________________9. November _____________________________

Update 19.00 Uhr:
An den offiziellen Opferzahlen hat sich nichts verändert. Aber auch die 22 vermissten Personen wurden noch nicht gefunden. Es muss damit gerechnet werden, dass diese nicht mehr leben. Dementsprechend würde die Opferzahl bei 74 liegen. 
Erste Zählungen und Schätzungen in der am meisten betroffenen Region San Marcos im Westen Guatemalas ergeben, dass 2263 Häuser beschädigt sind, 554 davon schwer.
Etwa 1.2 Millionen Menschen sind von dem Erdbeben betroffen gewesen. 5.251 Menschen sind nun obdachlos. 
Viele Länder haben Hilfsgüter geschickt, um die Opfer in Zeltstädten zu versorgen und um den Wideraufbau zu beschleunigen.
In vielen Regionen von San Marcos ist noch immer die Strom- und Wasserversorgung eingeschränkt.  

__________________________10. November _____________________________

Update 10.38 Uhr:
Wie die Regierung mitteilt hat es bei der Zählung der Opfer einige Unregelmäßigkeiten gegeben. Neue Überprüfungen ergeben, dass es „nur“ 42 anstatt 52 Todesopfer gegeben hat. 
Die Überprüfung hat allerdings auch ergeben, dass insgesamt 3770 Gebäude beschädigt wurden. Die meisten von ihnen sind unbewohnbar. Die früheren Bewohner werden nun in Notunterkünften versorgt. 

__________________________12. November _____________________________

Update 10.55 Uhr:

Gestern Abend gab es ein starkes Nachbeben der Stärke 6,2 bis 6,5. Mehr dazu hier

Die Zahl der Todesopfer nach dem Hauptbeben ist nach neuen Regierungsangaben unterdessen auf 44 gestiegen. Dazu gab es 175 Verletzte. 9.414 Gebäude wurden demnach beschädigt, weitere durch das gestrige Nachbeben. 2.637 Häuer sind unbewohnbar, einige sind bereits abgerissen worden. 18.755 Menschen leben zur Zeit in Notunterkünften.
Es muss mit weiteren Nachbeben gerechnet werden.

Update 11.18 Uhr:
Es geht doch noch aktueller. Neuere angaben sprechen von mindestens 48 Todesopfern. Zudem sollen noch mehr als 100 vermisst sein. Dann dürfte die Opferzahl noch dreistellig werden. Es ist nicht zu erwarten, dass Verschüttete mehr als 5 Tage ohne Wasser überleben können. Um die Vermissten lebend zu finden benötigt man ein großes Wunder.


__________________________13. November _____________________________

Die letzte Meldung von gestern war eine Fehlmeldung. Es sind „nur“ 43 Todesopfer sowie noch ein Vermisster, der vermutlich auch nicht mehr am leben ist. 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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