Erdbeben in Nord- und Südiran; Schäden Rund um Khoy

Heute morgen um 7.38 Uhr hat die Erde im Iran gebebt, das Beben hatte eine Stärke von M5,2 bei einer Tiefe von 2 km.
Da das Beben sehr flach war sind Schäden gut möglich, Berichte habe ich aber noch nicht gefunden.

Eine gute halbe Stunde später um 8.12 gab es ein Nachbeben mit M4.2 auch hier wird die Tiefe mit nur 2 km angegeben.

Wenn wir noch weitere Informationen finden gibt es natürlich ein Update.

Update 10.13 Uhr:
Wie auf der Karte zu erkennen ist, befindet sich das Epizentrum direkt an der Großstadt Khoy, die ungefähr 175.000 Einwohner hat. Es ist zu erwarten, dass es dort zu Schäden gekommen ist. USGS nennt für das Hauptbeben eine Tiefe von 10,2 Kilometern. Zeugen aus Täbris, 130 Kilometer entfernt, geben Intensität IV an. Vermutlich war das Erdbeben auch in Van (Türkei) und in Teilen von Aserbaidschan spürbar.

Update 10.30 Uhr:
Rettungskräfte sind in Alarmbereitschaft und wurden in die betroffene Region geschickt. Es wird mit Schäden gerechnet, bislang liegen aber noch keine Informationen dazu vor.

Update 12.55 Uhr:
Das Beben wurde auf Magnitude 4,8 korrigiert. Mittlerweile wurden erste Schäden bekannt. In 5 Gebäuden außerhalb der Stadt wurden Risse entdeckt. Zu Verletzten kam es nicht. Dies dürfte ein gutes Zeichen sein, denn normalerweise werden im Iran schnell alle Schäden überblickt. In dem Fall ist das Erdbeben wohl glimpflich ausgegangen.

Update 15.25 Uhr:
Anscheinend gab es doch ein paar mehr Schäden. Wie iranische Medien berichten wurden viele Häuser in der Umgebung von Khoy (nicht in der Stadt selbst) beschädigt, meist aber nur leicht. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Erdbeben im Südiran
eingestellt von Gudrun

Um 9:26 UTC (12:56 Ortszeit) wackelte die Erde ebenfalls im Südiran mit M3.6 in nur 6 km Tiefe.

In dieser Region gab es heuer bereits sieben stärkere Erdbeben. M4.3 am 14.12.2012 . Sechs davon zwischen 6 – 20 km Tiefe, eines in 103 km mit M4.4 am 29.4.2012. Die nächstgrössere Stadt Jiroft hat über 110.000 Einwohner und hier dürfte es dauerhaft weiterbeben, da sich ja an dieser Stelle der persische Golf bzw. das arabische Meer – wie es andere gerne nennen – irgendwann schliessen wird.

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Lukas Rentz

Lukas ist 19 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.