Japan: neue Tsunami-Angst vor Fukushima

Um 17:18 Ortszeit Japan (8:18 UTC) kam es zu einem sehr schweren Seebeben der Stärke M 7.3 in 40 km Tiefe. Erinnerungen an den 11.3.2011 sind natürlich sofort wach.

Es wurde Tsunamialarm ausgelöst.
Gott sei Dank berichten die lokalen Fernseh- und Radiosender sehr gut und ausführlich und die Bevölkerung ist folgsam.

Updates folgen – sobald die Höhe des Tsunamis bekannt ist.

Update 9:18 UTC
Man geht von keinen grossen Schäden durch eine Tsunamiwelle aus. Es bestünde kein Risiko. Die Warnung für die Nordostküste ist aber noch aktiv.

An Land wurde das Erdbeben mit Intensität IV gefühlt und die Hochhäuser von Tokio (490 km vom Epicenter entfernt) schwankten doch sehr mitten im abendlichen Berufsverkehr.

Update 12.14

Die Tsunami Warnung wurde aufgehoben für die komplette Küste. Der entstandene Tsunami war örtlich etwa 1m hoch.
Große Schäden sind somit nicht zu erwarten.
Nachbeben gab es zwei kräftige M6,2 und M5,5 danach gingen die Nachbeben in den Oberer 4 er Bereich, bislang 4 Stück.

Update 14.30 Uhr Lukatz:

Nach dem Schwersten Erdbeben in Japan seit dem 11.3.2012 wurden mindestens 10 Menschen leicht verletzt. 5 Personen wurden in Miyagi in Krankenhäuser gebracht. In der Stadt Ishinomaki, die am 11.3 von dem Tsunami schwer getroffen wurde, wurde eine 1 Meter hohe Tsunami-Welle gemessen. In den ersten Minuten nach dem Beben wurden, unter anderem durch Twitter, Tausende Menschen Evakuirt. Auf der Karte ist zu sehen wie Japaner dieses Beben gespürt haben. (Die Karte ist anders als unsere Shake-Map)

Gerade eben gab es ein weiteres Nachbeben der stärke 5,0. Nach angaben von Japanern hatte das Beben Intensität „starke 5“. Dies bedeutet das das Beben zum Teil große Schäden anrichten kann. Nach USGS hatte das Beben Intensität VII. Hoffentlich bleibt es bei Verletzungen und leichten Schäden.

Update 8.12.12 8.08 Uhr:
Ein Tag nach dem Erdbeben halten die Nachbeben immernoch auf hohem Niveau an. In der Nacht, um 0 Uhr, gab es ein Beben mit stärke 5,6 in 2km tiefe. Es gab bisher 24 Nachbeben über 4,5+ und 8 über 5,0+.

Update Samstag, 8. Dezember, 10.18 Uhr:
Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan wurden weitere Verletzte gefunden. Insgesamt stieg die Zahl der Verwundeten damit auf 13. Eine Person, ein Rentner, der sich zur Zeit des Tsunamis auf seinem Boot aufgehalten haben soll, wird zur Stunde noch vermisst.
Über Schäden, die das Erdbeben, bzw. der Tsunami angerichtet haben könnten, gibt es kaum Berichte, was meist ein Zeichen ist, dass nichts schlimmeres passierte. Alle Atomkraftwerke an der Küste haben die Ereignisse gut überstanden, was nicht überrascht, da alle AKWs auf Magnitude 8,2 ausgelegt sind und zudem durch eine 8 Meter hohe Mauer vor Tsunamis geschützt werden.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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