Nachtrag: Erdbeben in China beschädigt über tausend Häuser

Zwischen Japan und Neuseeland ist China gestern ein wenig untergegangen. Daher heute ein Nachtrag:

Gestern Nachmittag gegen 15 Uhr MEZ ereignete sich in der nordchinesischen Provinz Xinjiang ein Erdbeben der Stärke 5,3. USGS nennt eine Tiefe von 15 Kilometern.
Die Behörden haben wie bei jedem Erdbeben sofort Mitglieder des Katastrophenschutzes in die betroffene Region geschickt. Erste Meldungen, die gestern am späten Abend veröffentlicht wurden, sprachen noch davon, dass das Erdbeben keine Schäden verursachte. Heute wurden dann aber doch noch Meldungen veröffentlicht, wonach dutzende Gebäude in verschiedenen Orten der Region beschädigt wurden. Bei den meisten Schäden handele es sich un kleine Risse im Mauerwerk. Aber auch größere Risse wurden gemeldet. Besonders betroffen soll die Region I Tamu sein, wo die meisten Gebäude beschädigt wurden. Einige Gebäude seinen auch eingestürzt, diese sollen aber unbewohnt gewesen sein. Verletzt wurde niemand.

Update Sonntag, 9. Dezember, 10.04 Uhr:
Neue Berichte aus der betroffenen Region bestätigen, dass das Ausmaß der Schäden nach dem Erdbeben deutlich größer ist als zuerst angenommen.
Demnach sollen über 1.000 Gebäude beschädigt worden sein. 20% der Wohnhäuser seien unbewohnbar, hunderte Menschen müssen umgesiedelt werden. Zudem sind viele Schulen und Bürogebäude in der Region betroffen. Die Untersuchung ist noch nicht komplett abgeschlossen, so dass möglich ist, dass die Schadensbilanz noch steigt.
Aber zum Glück gibt es auch jetzt (noch) keine Berichte über Verletzte, was bei dem Ausmaß der Schäden schon an ein kleines Wunder grenzt. Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass die Medien in China zensiert werden, so dass möglicherweise nicht alle Informationen nach außen dringen.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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