Starkes Erdbeben im Iran; Tote und Verletzte

Im Osten des Iran ereignete sich um 18.08 Uhr ein starkes Erdbeben mit Magnitude 5,7. Die Tiefe wird vorläufig mit 10 Kilometern angegeben. Es dürfte zu erheblichen Schäden, wahrscheinlich auch zu Todesopfern gekommen sein. Updates folgen!

Update 18.24 Uhr:
Das Epizentrum lag etwa 60 Kilometer von der Grenze zu Afghanistan entfernt. Die Region ist für Iranische Verhältnisse relativ dünn besiedelt, glücklicherweise. Dennoch ist in den umliegenden kleinen Dörfern, wovon es einige gibt, mit schweren Schäden zu rechnen. Eventuell auch auf afghanischer Seite.

Update 18.26 Uhr:
Nach Angaben der iranischen Behörden hatte das Erdbeben Stärke 5,5 aber eine Tiefe von nur 9 Kilometern!

Update 18.28 Uhr:
EMSC hat die Magnitude nun auch auf 5,5 korrigiert. Dennoch bleibt das Beben sehr gefährlich.

Update 18.30 Uhr:
USGS nennt Magnitude 5,6 und eine Tiefe von 5 Kilometern!

Update 18.33 Uhr:
EMSC geht weiter runter. Stand aktuell: Magnitude 5,4!

Update 18.40 Uhr:
Blick in die Geschichte: Im Jahr 1997 ereignete sich in der Region ein Erdbeben der Stärke 7,2. Damals starben 1.728 Menschen.
Im Jahr 1976 kamen 17 Menschen bei einem Erdbeben der Stärke 6,2 ums Leben. 10.488 waren es im Jahr 1968 bei Magnitude 7,3.

Update 18.42 Uhr:
USGS hat die ShakeMap erstellt:

Intensität VI in der Epizentralregion wo es dem Anschein nach nur einige wenige Dörfer gibt.

Update 18.44 Uhr: Der PAGER gibt verhältnismäßig gute Nachrichten. Demnach nur eine theoretische Wahrscheinlichkeit von 34%, dass bei dem Erdbeben Menschen starben.

Update 19.11 Uhr:
Der Iranische Katastrophenschutz hat Rettungskräfte in die Region entsandt. Seit dem Hauptbeben gab es bislang 7 Nachbeben, das stärkste mit M 3,4. Über Schäden ist bislang noch nichts bekannt.

Update 19.27 Uhr:
Nach Angaben iranischer Medien ist in der Erdbebenregion das Telefonnetz zusammengebrochen, so dass es zur Zeit noch keine Meldungen aus der Region gibt. Da es im Iran gerade Nacht ist, wird es sowieso noch länger dauern, bis es erste Informationen gibt.

Update 19.47 Uhr:
Erste Informationen vom Epizentrum:
Nach Angaben der Rettungskräfte laufen die Menschen momentan auf den Straßen, aus Angst vor weiteren Erdbeben. Aus mehreren Dörfern wurden bislang Risse in Häusern berichtet. Informationen über Personenschäden gibt es noch nicht.

Update 20.21 Uhr:
Bislang wurden nur auf 4 Dörfern in der Epizentralregion Schäden gemeldet. In drei davon seien die Schäden aber immens. Viele Gebäude sollen komplett eingestürzt sein, viele weitere wurden beschädigt.
Aber glücklicherweise scheinen diese Schäden wirklich nur auf diese paar Dörfer begrenzt zu sein, auch wenn noch nicht alle Dörfer erreicht wurden.
Bislang ist die Rede von mehreren Verletzten, die vom Roten Halbmond zur Zeit behandelt werden. Glücklicherweise noch keine Informationen über Todesopfer.

Update 20.30 Uhr:
Die Meldung wurde schnell hinterher geschoben. Der Generalsekretär der betroffenen Provinz Süd-Chorasan bestätigte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur „Mehr“ mindestens 5 Todesopfer und 12 Verletzte infolge des Erdbebens!

Update 21.08 Uhr:
Es wird vermutet, dass noch viele Menschen unter de Trümmern ihrer Häuser begraben liegen. Für die Menschen, die vor wenigen Stunden obdachlos geworden sind, ist nun die Kälte die größte Gefahr. Die Rettungskräfte versorgen die Bedürftigen zur Zeit mit Decken, Zelten, Nahrung, Wasser und Kleidung. Zudem laufen die Bergungsarbeiten an. Benachbarte Provinzen haben auch schon ihre Unterstützung angekündigt. Es wird vermutlich noch bis morgen Abend dauern, bis eine endgültige Bilanz gezogen werden kann.

Update 21:58 (von Gudrun)
Aktuell gelten 6 Tote als bestätigt und 15 Verletzte. Wird sich sicher noch erhöhen – sobald man bei Tag einen Überblick gewinnen kann

Update 00:06 (von Gudrun)
Inzwischen seien 8 Menschen tot geborgen worden und es hat bereits 16 Nachbeben gegeben. 15 Dörfer waren betroffen. Die Behörden sind dabei die Gebiete mit Material zu versorgen, aber das grösste Problem sind die Erdrutsche, die die Zufahrtsstrassen blockieren. Gegen die Kälte werden Ölheizungen verteilt.

Update 09.13
Nachbeben M 3,6 in 23 km Tiefe

Update 11.42
Nachrichtendienst Reuter meldet 8 Tote

Update 6.12.2012 (von Gudrun)
Offiziell werden vom Iran 6 Tote bestätigt und 14 Verletzte. 10 500 Häuser hätten Schäden und sind reparaturbedürftig. Der Schaden wird auf 12,5 Mio US-Dollar geschätzt

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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