Starkes Erdbeben im Schwarzen Meer; Hauseinsturz in Georgien

Um 14.31 Uhr gab es im Schwarzen Meer vor der Küste von Georgien ein starkes Beben mit Magnitude 5,6. Die Tiefe des Bebens wird vorläufig mit 10 Kilometern angegeben. Nach ersten Zeugenangaben war das Erdbeben in Georgien, Armenien und Russland (Olymplastadt Sotschi) spürbar. Vermutlich auch in Teilen der Türkei und von Aserbaidschan.

Update 14.52 Uhr:
Vor allem in Georgien war das Beben sehr stark spürbar. Menschen in Tiflis beschreiben dieses Beben als das stärkste, dass sie je erlebt haben. Da das Epizentrum nicht weit vor der Küste lag sind dort Schäden möglich. Ein Tsunami wurde nicht ausgelöst. GFZ nennt nun eine Tiefe von nur 8 Kilometern.

Update 14.55 Uhr:
USGS gibt für dieses Erdbeben Magnitude 5,8(18 Kilometer Tiefe), ebenso wie nun auch EMSC. Die ShakeMap hat für weite Teile von Georgien Intensität IV berechnet, was mit den Zeugenberichten aus dem fast 400 Kilometer entfernten Tiflis übereinstimmt. Schäden werden nicht erwartet.
Bei EMSC gibt es schon viele Zeugenberichte aus dem Süden Russlands, Armenien und Georgien.

Update 15.10 Uhr:
Kleiner Blick in die Vergangenheit:
Vor der Küste von Georgien hat es in den vergangenen Jahrzehnten kein ähnlich starkes Erdbeben gegeben. Wenn es vor der Schwarzmeerküste zu starken Beben kam, dann waren die Epizentren meist eher nördlich Richtung Russland und der Ukraine.
Auf dem Festland von Georgien hat es schon häufig ähnliche und stärkere Erdbeben gegeben.

Update 15.24 Uhr:
Erstes Nachbeben der Stärke 3,5.
In einigen Teilen von Georgien ist das Telefonnetz zusammengebrochen. Vor allem in der Küstenregion hat das Beben viele Menschen in Angst versetzt. Von panikartigen Zuständen wird aber nicht berichtet.
Bislang liegen noch keine Informationen über Schäden vor.

Update 15.35 Uhr:
Nachbeben der Stärke 3,9, etwas näher an der Küste als das Hauptbeben.

Update 15.42 Uhr:
Zeugen aus Krasnodar(Russland) geben beim EMSC für dieses Beben Intensität VI an.
In Sotschi sollten die Menschen auf die Straßen gerannt sein, es ist eines der stärksten Erdbeben, das die Stadt in letzter Zeit erlebt hat.

Update 16.26 Uhr:
Nun ist bestätigt, dass das Beben auch in der türkischen Stadt Trabzon sowie in Eriwan (Armenien) spürbar war. Es gibt noch immer keine Informationen über Schäden.

Update 16.35 Uhr:
In Krasnodar und Umgebung breitet sich ein Gerücht aus, wonach diese Region in den nächsten Tagen von einem schweren Erdbeben getroffen wird. Bereits bei einem kleinen Erdbeben vor 2 Wochen fürchteten viele Menschen dieses Ereignis, nach dem heutigen Erdbeben ist die Sorge der Menschen noch gewachsen. Die Regierung versucht die Menschen zu beruhigen und das Gerücht aus der Welt zu schaffen.
Zuletzt hat es 1970 in Dagestan ein Erdbeben der Stärke 6,5 gegeben. Einige Stunden zuvor gab es ein Vorbeben der Stärke 5,7. Damals starben mehrere hundert Menschen.
Vor wenigen Minuten ab es ein weiteres Nachbeben der Stärke 3,9, diesmal weiter südlich.

Update 16.56 Uhr:
In Kobuleti(Georgien) ist infolge des Erdbebens ein Haus eingestürzt. Weitere wurde durch den Einsturz und durch das Erdbeben beschädigt. Nach ersten Informationen ist bei dem Einsturz niemand verletzt worden.

Update 24.12.12 9.12 Uhr:
Mehrere Gebäude wurden nach dem Beben beschädigt, einige sind unbewohnbar. In einem Haus stürzte eine Mauer ein, die Bewohner konnten das Haus noch rechtzeitig verlassen. Mindestens 10 Familien bekommen Staatliche Hilfe, da der Schaden zu groß ist. Derzeit werden die Schäden untersucht, mit einer Schadensbilanz wird in den nächsten Stunden nicht gerechnet.

The following two tabs change content below.
Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)