Türkei: der Nordwesten bei Bursa und Istanbul

Nach Griechenland ist die Türkei eines der am Häufigsten von Erdbeben betroffenen Ländern der Welt. Gott sei Dank erreicht der Grossteil der Beben nur eine Stärke bis M 4, aber da es eigentlich kein Gebiet in der Türkei gibt, was einmal nicht betroffen sein kann, beobachtet man dort die Erdstosswanderungen.

Sehr stark betroffen ist grundsätzlich die Region um Van und seit Wochen der Südwesten gegenüber von Rhodos. Aber auch im stark besiedelten Nordwesten tut sich wieder verstärkt etwas.

Um 4:45 UTC (6:45 Ortszeit) erreichte eines der Beben die Stärke M 3.8. Da es nur in 7 km Tiefe lag ist die Intensität bei IV. Bursa mit knapp 1,5 Mio Einwohner und Istanbul mit mehr als 15 Mio Einwohnern liegen nur 150 km entfernt. Und diese Erdbebenlinie ist bekannt und gefürchtet. Adaparzari mit knapp 250.000 Einwohnern liegt nur 24 km entfernt.

Dort haben stärkere Beben durch die dichte Besiedelung und die Bauweise gleich verheerende Auswirkungen. Viele erinnern sich sicher noch an einen der folgenstärksten Erdstösse mit M 7.8 vom 17.8.1999 bei Izmit mit 18.000 Toten und 88.000 zerstörte Häuser. Es galt als Jahrhundertbeben.

In der Regioin Düzce beklagte man nach dem M 6.3 Beben vom 12.11.1999  fast 900 Tote.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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