Erdbeben auf Sizilien: Hauseinsturz in Bergdorf

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Nordwestlich des Ätna ereignete sich um 8.50 Uhr ein Erdbeben der Stärke 4,5. EMSC gibt vorläufig eine Tiefe von 5 Kilometern an. Es ist zu erwarten, dass das Erdbeben auf weiten Teilen von Sizilien spürbar war.  Die Stadt Catania liegt 50 Kilometer vom Epizentrum entfernt.
Es wird wahrscheinlich nicht zu Schäden gekommen sein, aber panikartige Reaktionen unter der Bevölkerung gibt es bei solchen Beben meist immer, da es durch die geringe Tiefe vermutlich ziemlich intensiv war.

Update: EMSC hat die Magnitude auf 4,6 korrigiert.

Update 9.22 Uhr: USGS nennt eine Tiefe von 9 Kilometern. Das Erdbeben war auf jeden Fall in Catania und auch in Kalabrien auf dem Festland spürbar.

Update 09.37 Uhr:
Wie erwartet hat das Erdbeben für Aufregung gesorgt. In Catania sind Menschen panisch auf die Straßen gerannt. Das Erdbeben fühlte sich stark an. Der Italienische Katastrophenschutz hat Mitarbeiter in die Region geschickt um die Orte auf Schäden zu untersuchen.
Auch der Ätna, der zur Zeit eine Rauchsäule ausspuckt, wird die Situation nicht verbessern:



UPDATE 20.15 Uhr:
Nachdem es den ganzen Tag so aussah, als wäre alles gut gegangen, die Behörden haben immer wieder betont, dass es keine Schäden gab, nun noch die Schreckensnachricht. Wenn Google es nicht falsch übersetzt ist in dem Bergdorf Maniace, direkt am Epizentrum zum Einsturz eines Wohnhauses gekommen. Vermutlich gab es weitere Schäden. Es wurden Rettungsteams in den Ort geschickt um mögliche Opfer zu bergen. Weitere Informationen liegen uns noch nicht vor.
Die Sizilianer wurden in der Zwischenzeit von einer Reihe kleiner Nachbeben erschreckt. Es werden größere Stöße befürchtet.

Update 20.21 Uhr:
Weitere Artikel gefunden: Außer de Hauseinsturz in Maniace hat es keine weiteren Schäden gegeben. Verletzte gab es anscheinend auch nicht, aber die Menschen fürchten nun, dass Nachbeben Schäden anrichten können. Es wurden entsprechende Vorbereitungsmaßnahmen getroffen.

Update 5. Januar:
Die Inspektion ist nun vollständig beendet. Neben dem eingestürzten Gebäude wurden weitere Gebäude beschädigt, die aber alle alt sind und zum Zeitpunkt des Bebens nicht bewohnt waren. Keine Verletzten.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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