Russland, Neuseeland und Chile zittern ins neue Jahr

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Willkommen in 2013! Ich hoffe alle haben die vergangene Nacht gut überstanden. In anderen Nationen hat es ein verlängertes(bzw. verfrühtes) Feuerwerk gegeben:

Russland:
Bei den Kurilen kam es heute morgen um 8.35 Uhr zu einem Erdbeben der Stärke 5,7 in einer Tiefe von 48 Kilometern. Auf den nächsten Inseln wurde maximal Intensität IV registriert, Schäden gibt es keine.

Chile:
Im Norden von Chile feierte man vor Mitternacht Ortszeit mit Magnitude 5,0. Bei einer Tiefe von 56 Kilometern war auch dieses Beben harmlos.

Neuseeland:
Am späten Neujahrsabend, 9.43 Uhr unserer Zeit, traf ein Beben der Stärke 4,1 den Westen der Südinsel. Auch dieses Beben hatte, die die gestrigen Beben auf der Nordinsel, eine Tiefe von 5 Kilometern. GeoNet sagt, dass Erdbeben sei „stark“ empfunden worden. Sehr seltsam hierbei ist, dass es zu diesem Erdbeben drei Zeugenberichte aus Wellington gibt, was über 600 Kilometer entfernt liegt. Eigentlich eine unmögliche Distanz für ein Erdbeben dieser Stärke. Auch aus Christchurch(ca. 400 km vom Epizentrum entfernt) gibt es Zeugenberichte. Was es glücklicherweise nicht gibt sind berichte über Schäden.

Auch in Deutschland hat es heute morgen um 6.48 Uhr ein verspätetes Silvesterbeben gegeben. Laut EMSC hatte es M 1,9. Der Schweizer Erdbebendienst nennt M 2,3. Das Epizentrum lag nahe Reutlingen in Baden-Württemberg. Spürbar war es vermutlich nicht, und wenn doch werden es die meisten verschlafen haben.
(Wenn man um diese Zeit denn schon geschlafen hat)

Und auf El Hierro? Dort sieht es so aus wie gestern. Seit 18 Uhr gab es dort 32 Erdbeben, die meisten über Magnitude 2(Maximal M 2,5) in unveränderter Tiefe. Keines davon war spürbar. Zudem sind auf dem Seismogramm kurze, tremorähnliche Phasen erkennbar.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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