Schweres Erdbeben in Kasachstan, schwere Schäden in Xinjiang

Share Button

Wir erhalten Informationen über ein deutlich spürbares Erdbeben in Almaty, Kasachstan. Noch keine detaillierten Infos. Updates folgen.

Update 17.47 Uhr:
Der russische Erdbebendienst meldet Magnitude 6,5!

EMSC bestätigt: Magnitude 6,5 um 17.38 Uhr nahe der Grenze zu China und Kirgisistan!

Dieses Erdbeben wird, wenn es flach war, seht zerstörerisch sein. Das Epizentrum lag mehr als 200 km von Almaty entfernt.

Update 17.52 Uhr: Geofon gibt zur Zeit Magnitude 6,1 in einer Tiefe von 18 Kilometern an.

Update 17.56 Uhr: EMSC ist nun auch auf M 6,1 runter gegangen. USGS gibt noch keine Daten. Nach bisherigen Angaben würde ich von MMI VI bis VII in der Epizentralregion ausgehen, aber wir warten auf die ShakeMap vom USGS.

Update 17.59 Uhr: Geofon geht nun auf M 6,0. Das Epizentrum lag in einer verhältnismäßig dünn besiedelten Region in den Bergen. Umso schlimmer für die dortigen Bewohner, deren Gebäude vermutlich überwiegend nicht erdbebensicher sind.

Update 18.00 Uhr: EMSC ist auf M 6,3 hochgegangen. Das Beben war auch in der kirgisischen Haupstadt Bischkek zu spüren.

Update 18.08 Uhr:
USGS gibt Magnitude 6,0 in einer Tiefe von 11 Kilometern. Noch keine ShakeMap, aber es ist klar, dass dieses Erdbeben weitreichende Schäden verursacht haben wird. Wir können nur hoffen, dass niemand ums Leben gekommen ist.
Zur Zeit ist es Nacht in der Region.Es wird wohl bis morgen früh dauern, bis das genaue Ausmaß des Erdbebens klar wird.

Update 18.10 Uhr:
Sie ShakeMap ist da, unsere Vermutung ist bestätigt, dass dieses Erdbeben am Epizentrum Intensität VII hatte.

Update 18.16 Uhr: Laut Google Earth gibt es direkt am Epizentrum, also im Bereich von MMI VII keine Siedlungen. Die nächst größere ist 28 Kilometer entfernt. Gutes Zeichen.

Update 18.27 Uhr Lukatz: EMSC ist wieder runter auf 6,1, somit dürfte die stärke des Bebens klar sein.

Update 18.48 Uhr: Geofon hat errechnet, dass das Erdbeben ein Strike-Slip Erdbeben war, also eine horizontale Verschiebung der Erdplatten stattfand. Diese Beben sind sehr tückisch, da sie meist sehr flach und damit auch sehr intensiv sind.

Update 19.03 Uhr:
Noch immer keine Informationen über mögliche Schäden. Aber eine Zusatzinfo: In 2 Wochen soll der FIS-Weltcup der Nordischen Kombinierer in Almaty stattfinden.

——————————————————–29.1.2013————————————————————-

Update 6.49 Uhr: Bisher gab es 9 Nachbeben zwischen Stärke 4,2-4,8. Die Tiefen werden meist mit 1km angegeben. Es gibt noch immer keine Berichte über Schäden, ein Team wurde aber in die Region geschickt um mögliche Schäden zu untersuchen. Die Arbeiten sollen bis heute Abend abgeschlossen sein.

Update 09.17 Uhr:
Es gibt Meldungen aus der chinesischen Provinz Xinjiang, dass dort einige Gebäude eingestürzt, oder zumindest beschädigt sein sollen.(ungenaue Google-Übersetzung) Details dazu sind noch nicht bekannt. Verletzte soll es keine gegeben haben.

Update 09.34 Uhr:
Aus dem Süden von Kasachstan gibt es nun auch Meldungen. Es sollen keine wichtigen Gebäude betroffen sein. Es gab nur einzelne Risse in Wohnhäuser, soweit bekannt ist. Niemand wurde verletzt.

Update 16.03 Uhr: 
Nach neuen Berichten war Xinjiang deutlich schlimmer vom Erdbeben betroffen. 789 Gebäude, davon über 100 Wohnhäuser und viele weitere landwirtschaftlich genutzte Gebäude wurden in Xinjiang teils schwer beschädigt. 624 Menschen wurden obdachlos. Es wurde ein Team aus 200 Mitarbeitern zusammengestellt, um den Erdbebenopfern zu helfen und um ihre Gebäude wieder aufzubauen.
Zudem wurden in Xinjiang einige Bahnlinien kurzzeitig unterbrochen, da die Strecken erst auf mögliche Schäden inspiziert wurden.
Zum Glück gab es keine Verletzten.
Unterdessen hat es in der unmittelbaren Nähe von Almaty ein Folgebeben der Stärke 4,0 gegeben, dass den Menschen in der Stadt einen weiteren Schreck eingejagt hat.

——————————————————–30.1.2013————————————————————-

Update 10.45 Uhr:

Es überrascht einen doch immer wieder, was für Nachrichten man auch China bekommt. Die Zahlen, die gestern Abend aus China kamen, sind in etwa so weit von den realen Zahlen, die heute kamen, entfernt, wie Recklinghausen von Peking. Nur leider im negativen Sinne.
Das Erdbeben, dessen Epizentrum in Kasachstan lag, beschädigte in China, Xinjiang, 8.458 Gebäude, darunter einige Fabriken und mehrere Schulen. 216 weitere wurden komplett zerstört. 20.421 Menschen sind davon betroffen. Besonders schlimm betroffen waren die Orte Ili und Aksu.
Fast schon unglaublich, angesichts dieser Verwüstungen, ist die Tatsache, dass niemand verletzt sein soll. 

Beiträge der gleichen Kategorie

Erdbeben verursachen schwere Schäden auf Morotai Indonesien - Die Insel Morotai im Norden der Indonesischen Inselgruppe Nord-Molukken wird seit Samstag von einer starken Erdbebenserie erschüttert. Da...
Erdbeben nahe Parma Italien - In der Norditalienischen Region Emilia-Romagna hat sich am Sonntagnachmittag ein moderates Erdbeben ereignet. Es erreichte nach ersten Angab...
Schweres Erdbeben erschüttert Tibet China - In der Nacht von Freitag auf Samstag hat ein schweres Erdbeben die Grenzregion der autonomen Chinesischen Provinz Tibet und der Indischen Regi...
Am Tag der Erdbebenübung: Zwei starke Erdbeben ers... Ecuador - Im dritten Jahr in Folge sollte an diesem Freitag (17. November) eine stadtweite Erdbebensimulation in der Ecuadorianischen Millionenstadt G...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)

Kommentare sind geschlossen.