Schweres Erdbeben vor Alaska; Tsunamiwarnung aufgehoben! 13 cm Welle trifft Port Alexander!

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Vor der Küste von Südalaska ereignete sich um 9.58 Uhr ein schweres Erdbeben mit Stärke 7,4.

Updates folgen

Update 10.13 Uhr:
USGS gibt dem Beben Stärke 7,7 und eine Tiefe von 9 Kilometern. Es besteht eine Tsunamiwarnung für Alaska und Kanada: (rote Regionen):

Update 10.16 Uhr:
Die ShakeMap gibt für weite Teile der Küstenregion Intensität VI bis VII. Aus gesamten Süden von Alaska gibt es Zeugenberichte. Demnach war das Beben in der Hauptstadt Juneau mit Intensität IV spürbar.

Update 10.22 Uhr:
Küstenregionen in Alaska und British Columbia (Kanada) werden zur Zeit evakuiert. Auch auf Hawaii wird mit einem kleinen Tsunami gerechnet.

Update 10.24 Uhr:
Bei dem Erdbeben handelt es sich vermutlich um eine seitliche Verschiebung der Pazifische zur Nordamerikanischen Erdplatte. Demnach werden die Tsunamiwellen vermutlich nicht so verheerend.(Vergleich mit Beben vor Sumatra am 11. April 2012) Dennoch können sie sich lokal zu größeren, zerstörerischen Wellen auftürmen.

Update 10.30 Uhr:
Anhand der ersten Zeugenberichte kann man davon ausgehen, dass das Erdbeben im Umkreis von etwa 600 Kilometern spürbar war. Dies betrifft den gesamten Süden Alaskas, den Nordwesten British Columbia und Teile von Yukon. Auch aus Seattle in Washington State gibt es einen Zeugenbericht.
Erst vor wenigen Monaten gab es an der gleichen Störung einige Hundert Kilometer weiter südlich ein gleichstarkes Beben. Damals fast ohne Schäden und mit kleinen Tsunamiwellen entlang der gesamten Westküste Nordamerikas und Hawaii. Dieses Mal ist eine ähnliche Tsunamisituation zu erwarten. Schäden könnten diesmal größer ausfallen. Die Region ist dünn besiedelt, aber dafür war die Intensität auch in einem weiten Areal so hoch, dass Schäden entstehen können.
Ein Zusammenhang zwischen beiden Beben ist möglich.

Update 10.37 Uhr:
Geofon bestätigt, dass es sich hauptsächlich um ein Strike-Slip-Erdbeben, also um eine horizontale Verschiebung handelt. Dementsprechend ist die Tsunamigefahr ein wenig geringer geworden. Wir warten auf erste Nachrichten aus dem betroffenen Gebiet.

Update 10.48 Uhr:
Erstes Nachbeben der Stärke 4,7. Es ist zu erwarten,  dass es in den kommenden Stunden Nachbeben bis Magnitude 6,5 gibt. Nachbeben bis Magnitude 5,5 werden mehrere Wochen anhalten. Nachbeben bis Magnitude 4 vermutlich bis Mai.

Update 11.00 Uhr:
USGS ist mittlerweile auf M 7,5 runtergegangen. Das dürfte bei den Dimensionen aber nur einen geringen Unterschied machen. Aber wenigstens ein kleiner Schritt in Richtung: Weniger Gefährlich!

Update 11.03 Uhr:
Eine erste Tsunamiwelle hat Port Alexander in Alaska getroffen! Höhe: 13 Zentimeter! Gute Nachricht. Das ist noch keine Entwarnung aber ein weiteres Indiz dafür, dass der Tsunami klein ausfällt.

Update 11.25 Uhr:
Bislang stärkstes Nachbeben mit M 5,0.

Update 11.29 Uhr:
Die Tsunamiwarnung wurde für den Süden von British Columbia und den Norden Alaskas aufgehoben. Für den Norden von BC und den Süden von Alaska(siehe Karte) bleibt sie bestehend.

Update 11.36 Uhr:
Verschiedene Institute weltweit registrieren zur Zeit viele Nachbeben zwischen Magnitude 4,0 und 5,9, deren Epizentrum irgendwo zwischen Alaska und Vancouver Island liegen soll. Die meisten Erdbeben davon werden vermutlich Fehlmeldungen sein, aber bei der Situation weiß man nicht. Es dauert einige Zeit bis dort ein Erdbeben eindeutig lokalisiert und bestimmt werden kann. Offiziell gab es nur drei Nachbeben bis maximal M 5. Alle drei mit Epizentrum nahe dem Hauptbeben.

Update 11.52 Uhr:
Noch immer gibt es aus der Erdbebenregion keine Informationen über Schäden. In Juneau ist es bestätigt, dass nichts passiert ist. Auf in Sozialen Netzwerken gibt es, so weit wir es überblicken können, keine Meldungen von Beschädigungen. Dies kann man als gute Nachricht betrachten, denn normalerweise gibt es zwei Stunden nach dem Beben schon Meldungen dazu.
Auch weitere Tsunamimeldungen gibt es nicht. Es wird zwar weiter gewarnt, aber es scheint so, dass auch vom Tsunami keine Gefahr ausgeht / ausgegangen ist. Aber endgültig kann man dies erst in einigen Stunden sagen. Ebenso bei den Erdbebenschäden.

Update 12.05 Uhr:
Die Tsunaiwarnung wurde für alle Küsten aufgehoben!
Eine 8 cm hohe Welle wurde in Sitka, AK registriert. Keine Schäden!

Update 13.04 Uhr:
Anhand der Zugriffe sehe ich, dass es einige beschäftigt:

Dieser vermeintliche Tremor am Yellowstone ist auf das Alaska-Beben zurückzuführen. Jedes Seismogramm weltweit, das auf der entsprechenden Frequenz arbeitet, zeigt die Auswirkungen des Bebens, da es eben so gewaltig war. Das ist vollkommen normal bei solchen Beben. Siehe Beispiel El Hierro:

Siehe Beispiel Long Valley:

Siehe Beispiel Jan Mayen:

Update 13.39 Uhr:
Bislang stärkstes Nachbeben mit Magnitude 5,4! Noch immer keine Infos über Schäden. Scheint wohl alles gut ausgegangen zu sein. Aber noch kann man das nicht endgültig sagen. In Alaska ist noch Nacht. Erst bei Tagesanbruch weiß man genaueres.

Update 18.48 Uhr:
Mittlerweile sind wir uns so gut wie sicher, dass dieses Erdbeben weder in Alaska noch in Kanada nennenswerte Schäden angerichtet hat(der kleine Tsunami natürlich auch nicht), was bei der Stärke und Intensität schon eine mittelgroße Überraschung ist. Aber bei den häufigen Erdbeben in Alaska kann man wohl davon ausgehen, dass alle noch existierenden Gebäude erdbebensicher gebaut sind. Zudem hat die Entfernung zur Küste sicher einen Beitrag dazu geleistet. Man möchte sich nicht vorstellen, was ein derartiges Erdbeben in einem Land mit weniger sicherer Bauweise anrichten würde, was vermutlich die meisten anderen Länder betrifft. Alaska ist eines der sichersten „Länder“(in den USA gibt es große regionale Unterschiede, weshalb Alaska hier gesondert betrachtet werden muss) der Welt.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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