Gewaltiges Erdbeben (M 8,0) auf den Salomonen: Tsunami tötet mindestens 10 Menschen; Schwere Nachbeben erschüttern die Region

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Die aktuellsten Informationen zu diesem Erdbeben befinden sich ganz unten auf der Seite!
(Über schwere Nachbeben gibt es einen eigenen Bericht. Link: unten auf dieser Seite)

Ein sehr starkes Erdbeben mit 8,0 in 15km tiefe hat heute Nacht die Solomonen getroffen. Seit einigen Tagen spielt sich dort eine Erdbebenserie ab. Es folgten 2 Nachbeben mit 6,5 und 6,6.
Ein Tsunami mit einer Höhe von 1 Meter traf die Küste.

Menschen geben VIII an, Schäden sind zu erwarten.
Updates werden im laufe des Tages folgen.

Update 6.02 Uhr:
An den Küsten der nächsten Insel wurden durch den Tsunami 3 Dörfer zerstört, wieviele Menschen dort lebten ist unklar.

Update 6.28 Uhr:
Zwichenzeitlich wurde auch eine Warnung eines Tsunamis für Vanuatu, Nauru, Papua-Neuguinea, Tuvalu, Neu-Kaledonien, Fidschi, Kiribati sowie für  Wallis und Futuna. Auch für Japan und Australien gab es eine Warnung. Alle Warnungen wurden wieder aufgehoben. Die Tsunamiwelle hat sich nur auf die Inseln in der Nähe begrenzt.

Update 6.47 Uhr:
Berichten zufolge gab es bislang 5 Todesfälle, 4 ältere Personen und ein Kind  sollen beim Tsunami gestorben sein.

Die Welle soll laut noch unbestätigten Berichten etwa 500 Meter ins Inland vorgedrungen sein, man muss bedenken das eine Tsunami Welle nicht einer normalen Welle gleichgestellt werden kann. Der Tsunami befördert grosse Wassermengen die Welle klingt nicht sofort wieder ab sondern trägt viel Wasser ins Landesinnere und nimmt alles mit auf dem Weg, wenn sie wieder raus läuft schleppt sie dann so zu sagen alles wieder mit ins Meer.

Spätestens seit dem großen Japan Beben wissen die meisten aus den Nachrichten wie das aussehen kann.

Update 07.14 Uhr:
Die kleine Flutwelle an der Küste von Lord Howe Island soll schwere Verwüstungen angerichtet haben. Alle Orte an den Küsten sollen schwer beschädigt sein. Es wird erwartet, dass die Zahl der Opfer steigt.

Update 07.40 Uhr:
Neben den Salomonen waren auch Vanuatu und Papua-Neuguinea von 50, bzw. 11 Zentimeter hohen Tsunami-Wellen betroffen. Diese richteten keine Schäden an.
Auf den Salomonen wurden schätzungsweise mindestens 50 Gebäude zerstört. Opfer sind bestätigt. Neben den Häusern wurde auch die Landebahn überschwemmt. Das erschwert die Lieferung von Hilfsgütern in die betroffene Region.
Neben dem Hauptbeben haben duzende Nachbeben die Region erschüttert, davon 2 der Stärke 7. Ein Nachbeben mit M 6,6 hatte sein Epizentrum direkt neben der Insel und war dort mit Intensität VII spürbar.

Update 08.05 Uhr:
Es kam zu einem Nachbeben der Stärke 6,3. Es scheint, dass sich die Nachbeben entlang der Plattengrenze nach Westen bewegen. 
Direkt danach noch ein weiteres Nachbeben mit M 5,9.

Update 08.50 Uhr:
Neue Berichte gehen davon aus, dass durch den Tsunami mindestens 100 Gebäude komplett zerstört worden sind. Viele Menschen werden noch vermisst.


Update 09.24 Uhr:
Nachbeben? GFZ hat ein Erdbeben der Stärke 5,5 in Samoa, 2500 km östlich vom Santa Cruz Island registriert.

Update 11.01 Uhr:
6 Todesopfer durch den Tsunami sind nun offiziell bestätigt.

Update 11.34 Uhr:
Nachbeben der Stärke 5,8.

Update 12.15 Uhr:
Weiteres Nachbeben mit M 6,0.
Keine weiteren Berichte über die Opfer. Zur Zeit ist es Nacht auf den Salomonen, daher erwarten wir für die kommenden Stunden nicht viel neues. 


Update 19.26 Uhr:
Weiterhin ist die Rede von 6 Toten, aber 3 Menschen werden noch vermisst. 100 Gebäude wurden durch den kleinen Tsunami an der Küste zerstört, 800 wurden  überschwemmt. Aufgrund der Geringen Entfernung des Epizentrums zum Land, traf der Tsunami 5 Minuten nach dem Beben die Küste.

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Update 7.2.13 14.09 Uhr:
Die Zahl der Opfer ist auf 9 gestiegen, weitere Menschen werden noch vermisst. Hilfsarbeiten sind erschwert, da der Flughafen der Santa Cruz Inseln noch geschlossen ist. Mindestens 700 Gebäude wurden zerstört, die Opferzahlen werden weiter steigen. Der Tsunami hat in der Nacht mit 20cm Höhe Japan erreicht, dort gab es keine Schäden. Nach dem Hauptbeben folgten bisher 6 Nachbeben über M6, darunter zwei über M7, das letzte Nachbeben um 1.30 Uhr hatte eine stärke von 6,1.

Update 19.05 Uhr:
Zur Zeit kann wahrscheinlich von mindestens 16 Toten auf den Salomonen ausgegangen werden, wobei 7 Menschen noch vermisst werden.(9 Tote sind offiziell bestätigt) Es können noch weitere Opfer unter den Trümmern der Gebäude liegen, die vom Tsunami zerstört wurden.
Mehrere Tausend Menschen sind obdachlos, 700 Gebäude wurden beim Tsunami beschädigt. Die Rettungskräfte kommen nur sehr schlecht in die betroffenen Regionen, da der Flughafen von Lata noch immer außer Betrieb ist. Eine Bootsfahrt von Honiara (Hauptstadt der Salomonen) dorthin dauert 36 Stunden. Zudem soll die Wasserversorgung auf einigen Inseln zusammengebrochen sein.
Neuseeland hat eine Vielzahl von Hilfsmaßnahmen in Form von Rettungskräften, Ausrüstung und Geld in die Erdbebenregion geschickt.
Die Region wird weiter von starken Nachbeben bis Stärke 6 erschüttert. Die Menschen halten sich weiterhin von den Stränden fern, da sie einen neuen Tsunami fürchten.

Unter dessen hat auch Japan gestern eine 20 cm hohe Tsunamiwelle registriert, die allerdings keine Schäden anrichtete.

Update 20.08 Uhr:
Um 19.59 Uhr hat es ein schweres Nachbeben mit M 6,6 gegeben, wie Geofon mitteilt. Das Epizentrum lag nach ersten Angaben unmittelbar südlich der Insel. Tsunamigefahr besteht nicht.


Update 20.11 Uhr:
EMSC gibt eine Tiefe von nur 8Kilometern. Wobei das Epizentrum wirklich direkt an der Insel lag. Kann sein, dass dieses Erdbeben eine höhere Intensität hatte als das Hauptbeben (MMI VIII) wenn die Daten so stimmen. Einen Tsunami dürfte es trotzdem nicht geben, da das Erdbeben in dem Fall vermutlich ein Strikeslip Beben wäre.

Update 20.14 Uhr:

USGS sieht das Epizentrum „ihres“ Bebens der Stärke 6,7 etwa 17 Kilometer südlich der Insel.

Update 20.20 Uhr:
Die ShakeMap ergibt Intensität VII für den Süden der Insel. Ich würde mal sagen, die Häuser die vorher noch standen, werden auch jetzt noch stehen. Aber die Menschen werden mit Sicherheit ziemlich unruhig geworden sein und ins Inselinnere geflüchtet sein.


Update 20.28 Uhr:
GFZ gibt nun eine Tiefe von 24 Kilometern an. Dadurch dürfte die Intensität etwas niedriger gewesen sein. Das Erdbeben wäre in dem Fall ein Subduktionserdbeben. 


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Update 8. Februar 12.44 Uhr:
Schweres Nachbeben der Stärke 7,1. Details dazu in einem eigenen Post hier!

Update 14.13 Uhr:
Neue Infos zum Hauptbeben wurden veröffentlicht.
Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei 10, wobei noch 5 weitere Menschen vermisst werden. (Manche Quellen sprechen von 12 Toten)

Die Schäden auf Santa Cruz sind deutlich schlimmer als bislang angenommen. Bis zu 20 Dörfer sollen vom Tsunami betroffen sein.
3000 Menschen sind obdachlos geworden. Die humanitäre Lage in der Region ist schlecht, da die Rettungs- und Versorgungsarbeten aufgrund der Abgelegenheit der Region nur sehr langsam laufen. Es fehlt an Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Medizin, um die Verletzten, deren genaue Anzahl nicht bekannt ist, zu versorgen.
Das lokale Krankenhaus musste evakuiert werden, die Patienten werden draußen behandelt. 

Die weiteren schweren Beben verursachen immer wieder Panik. Die Menschen flüchten ins Landesinnere aus Angst vor einem neuen Tsunami.
Die vulkanische Aktivität beim Vulkan Tinakula auf der gleichnamigen Insel 30 km nördlich von Santa Cruz ist seit dem Hauptbeben angestiegen. Eine Eruption wird befürchtet, wovon vermutlich niemand betroffen sein wird. Tinkala ist unbesiedelt. Eine große Eruption, wovon auch Santa Cruz betroffen sein könnte, wird nicht erwartet. Dennoch besteht die Sorge, dass eine größere Eruption einen neuen Tsunami auslösen könnte.

Update 16.15 Uhr:
Neue Informationen belegen eine Opferzahl von mindestens 13 und „vielen weiteren Vermissten“. Zudem wird gesagt, dass die Regierung der Salomonen einige Helfer aus dem Katastrophengebiet abgezogen haben, weil sie nach dem gestrigen Erdbeben der Stärke 6,6 Schäden und Verletzte unter den Rettungskräften fürchten und die Landebahn des Flughafens beim gestrigen Nachbeben zerstört wurde.

Update 16.18 Uhr:
Gerade eben ein Nachbeben der Stärke 5,6, dessen Epizentrum im Osten der Insel lag.
Karte hier

Update 16.47 Uhr:
Ein weiteres schweres Nachbeben mit Magnitude 7! Bericht dazu hier.

Update 19.04 Uhr:
Neue Berichte nennen eine Zahl von insgesamt 6.000 Menschen, die ihr Haus durch den Tsunami verloren haben. 20 Dörfer waren vom Tsunami betroffen.

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Update Samstag, 9. Februar, 12.44 Uhr:
Drei Tage nach dem Erdbeben bricht der Boden auf den Inseln auf. Auf Ndeni und anderen Inseln der Inselgruppe sollen sich Risse im Boden aufgetan haben, aus denen Gas und Wasser aufsteigen. Vulkanologen untersuchen das Phänomen.
Ein Überflug über die anderen Inseln der Inselgruppe hat ergeben, dass es nur auf Ndeni zu größeren Schäden kam.
Auch die schweren Nachbeben haben Schäden verursacht. (Siehe dazu: Extra-Post über Nachbeben.)

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Update 10. Februar, 10.10 Uhr:
Neue offizielle Meldungen geben an, dass die Opferzahl vermutlich zu hoch angegeben wurde. Nachdem gestern die Leiche eines Kindes gefunden wurde, sind nun mindestens 10 Menschen getötet worden. Es wurden keine Angaben darüber gemacht, wie viele Menschen noch vermisst werden. 2 Menschen wurden zudem in Krankenhäusern auf anderen Inseln behandelt.
Durch Haupt- und Nachbeben sind mittlerweile 790 Gebäude auf der Insel zerstört worden. Eigentlich sind zur Zeit alle Inselbewohner obdachlos und leben in Zelten im Inselinneren.
So langsam laufen auch die Hilfsmaßnahmen an. Erste Güter wie Nahrung, Trinkwasser und Zelte wurden von internationalen Rettungsteams auf die Insel gebracht. Doch weiterhin läuft dies alles nur sehr langsam, da die Insel nur per Schiff oder Helikopter erreicht werden kann.

Update 20.58 Uhr:
Das USGS hat die vollständigen Tsunamidaten veröffentlicht. Demnach hat der Tsunami folgende Küsten getroffen:
Amerikanisch-Samoa (12 cm, Pago Pago)
Australien (max. 24 cm Wellenhöhe an der Messstation Rosslyn Bay)
Chile (23 cm, Calao)
Ecuador (23 cm, Santa Cruz / Galapagos-Inseln)
Fidschi (6 cm, Lautoka)
Französisch-Polynesien (16 cm, Hiva Oa Island)
Hawaii (12 cm, Kahului)
Japan (38 cm, Aburatzu)
Kalifornien (14 cm, Port St. Louis)
Kiribati (12 cm, Betio)
Mikronesien (2 cm, Yap Island)
Neukaledonien (77 cm, Hienghene)
Neuseeland (13 cm, Port Taranaki)
Nördliche Marianen (2 cm, Saipan)
Papua-Neuguinea (17 cm)
Samoa (7 cm, Apia)
Salomonen, Santa Cruz (150 cm, Lata)
Salomonen (8 cm, Honiara)
Tonga (4 cm, Nuku’alofa)
Vanuatu (33 cm, Port Vila)

(Hinweis: Es wurde nur der Ort der jeweiligen Region genannt, an dem der Tsunami die höchste Amplitude hatte. An Orten ohne Messstationen kann die Welle auch noch höher gewesen sein)

Nach diesen Angaben hat der Tsunami nur an Orten auf Ndeni Schäden angerichtet und dort 15 Menschen getötet und 4 Verletzt. 6 Menschen sollen noch vermisst sein.

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Update Dienstag, 12. Februar, 12.07 Uhr:
Die Erdbebenopfer auf den Salomonen haben nun mit den Nachwirkungen des Erdbebens zu kämpfen. Seuchen gehen auf der Insel um. In den letzten Tagen wurde eine ansteigende anzahl von Kindern mit Atemwegserkrankungen ins Krankenhaus gebracht. Die Ursache dieser Erkrankungen ist nicht bekannt. Zudem sorgt das durch den Tsunami verunreinigte Trinkwasser für eine Zunahme von Durchfallerkrankungen.
Die Menschen auf der Insel leiden unter dem Mangel an sauberen Trinkwasser und Nahrung. Obwohl immer mehr Nationen, zuletzt Taiwan, Hilfsleistungen ankündigen, kommen diese wegen der schlechten Transportbedingungen nur langsam auf der Insel an.

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Frühere Berichte über diese Erdbebenserie:
Erdbebenaktivität Anfang Februar (3. Februar)
Salomonen: 6,7 als vorläufiger Höhepunkt (2. Februar)
Die nächste Bebennacht (1. Februar)
Feuerring: Erdbeben-Ping-Pong (31. Januar)

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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