Nordkorea: Nukleares Erdbeben; Frau in China erleidet Herzinfarkt

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Schon vor eine Woche war es in den chinesischen Zeitungen angekündigt. Die USA hat schon vor einer Woche eine Seeblockade eingerichtet. Doch trotz chinesischer und internationaler Proteste bezüglich der Gefahr und Warnungen von Sükoreanischen Forschern hat Nordkorea heute morgen im Nordosten des Landes einen unterirdischen Atomtest durchgeführt, der vom USGS als ein Erdbeben der Stärke 5,1 registriert hat.
Nach Zeugenangaben war dieses nukleare Erdbeben in der Nähe des „Epizentrums“ mit Intensität VI spürbar. Auch in der chinesischen Provinz Jilin soll dieses Erdbeben spürbar gewesen sein. Zeugen berichten von Erschütterungen, die mehr als eine Minute angedauert haben.
Normalerweise dürften solche Erdbeben reichen, um in Korea Schäden anzurichten, aber ich bezweifle stark, dass das Regime irgendwelche Daten dazu veröffentlichen wird. Wir werden versuchen Informationen über chinesische Medien zu bekommen.

Vor knapp einer Woche war dieser und ein weiterer Atomtest in den chinesischen Medien, die wir wegen der Erdbeben in der Region täglich verfolgen, angekündigt worden. Nordkorea hat China und die USA über einen Atomtest Mitte Februar informiert. Als potentielle Termine dafür wurden der 10., der 12., der 14. und der 16. Februar genannt.(Wir haben uns entschieden diese Daten nicht zu veröffentlichen, da sie offensichtlich nicht für europäische Medien bestimmt waren) Die Regierung hat sich für den 12. entschieden.

Nach Bekanntwerden der Pläne haben südkoreanische Forscher die Regierung gewarnt, dass ein weiterer Atomtest (Nordkorea hat in den vergangenen Jahren bereits Atomtests durchgeführt) den schlafenden Vulkan Baitoushan an der Chinesisch-Nordkoreanischen Grenze wecken könne. Dieser liegt nur 110 Kilometer vom Testgelände entfernt.

Update 10.00 Uhr:
Chinesische Medien berichten, dass nahe der Grenze zu Nordkorea eine 70-jährige chinesische Frau durch das Erdbeben einen Herzinfarkt erlitten hat. Zum Glück hat die Frau überlebt, da sie rechtzeitig entsprechende Medikamente bekommen hat. Sie wäre das vermutlich erste Todesopfer einer Atombombenexplosion seit 1945. Wer weiß wie sich das auf das politische Verhältnis der beiden Atommächte ausgewirkt hätte.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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