Schweres Erdbeben in Kolumbien (Ecuador); 15 Verletzte, schwere Schäden in weiten Teilen von Kolumbien

Die aktuellsten Infos zu diesem Erdbeben befinden sich unten auf dieser Seite.

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Ein schweres Erdbeben mit M 7,2 hat um 15.15 Uhr Kolumbien erschüttert. Die Erdstöße waren auch in Ecuador deutlich spürbar. Updates folgen.

Update 15.27 Uhr:
Das Erdbeben hatte vermutlich eine Tiefe von über 100 Kilometern. Dadurch dürfte die Intensität nicht allzu hoch gewesen sein. (Vielleicht MMI V bis VI) Dennoch sind moderate Schäden, vor allem in Ecuador, wahrscheinlich. Auch Erdrutsche können auftreten.

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Update 15.30 Uhr:
USGS nennt Magnitude 6,9 und eine Tiefe von 130 Kilometern. Dadurch war das Beben vermutlich in weiten Teilen von Kolumbien und Peru, sowie in ganz Ecuador spürbar.

Update 15.34 Uhr:
USGS hat die Stärke auf 7,0 nach oben korrigiert. Noch wurde keine ShakeMap berechnet, aber Zeugen aus Ecuador geben überwiegend eine leichte Intensität, maximal M V an. Interessant dürfte die Lage in der Stadt Pasto direkt am Epizentrum werden. Die höchste Intensität wird aber vermutlich im Regenwald östlich am Fuß der Anden erreicht.

Update 15.40 Uhr:
Die ShakeMap gibt für ein recht großes Areal, von der Küste bis in den Regenwald, Intensität V bis VI an. Zeugen aus Quito berichten von bis zu Intensität VIII, was ich aber für stark übertrieben halte.
Ich denke dennoch, dass die Intensität in Teilen von Ecuador und Kolumbien zu Schäden führen kann. Bleibt abzuwarten wie stark sie werden. Das ist u.a. stark vom Untergrund der jeweiligen Region abhängig. Auch die Vulkane in der Region sollte man nicht außer acht lassen.

Update 15.43 Uhr:
Neben der Großstadt Pasto befinden sich noch viele weitere Orte in der direkten Epizentralregion, wo auch der recht aktive Vulkan Galeras liegt. Aber wie die ShakeMap zeigt sind die größten Schäden nicht zwangsläufig in der Epizentralregion zu erwarten.

Update 15.48 Uhr:
Der PAGER vom USGS ist auch nicht sehr optimistisch. Todesopfer gelten demnach als wahrscheinlich. Mehrere 100.000 Menschen leben allein in Städten, in denen das Erdbeben MMI VI hatte. Nicht mitgezählt sind dabei die Dörfer, vor allem im Regenwald.
Positiv kann man vielleicht sagen ist die Tatsache, dass Erdbeben wie das nur sehr selten größere Nachbeben hervorbringen. Wenn überhaupt.

Update 16.00 Uhr:
Beim USGS gibt es auch Zeugenberichte aus Panama (u.a. Panama-Stadt) und Venezuela (Caracas), wonach das Beben dort spürbar war. Panama erscheint uns realistisch, Caracas eher nicht. Es liegt 1500 km vom Epizentrum entfernt.

Update 16.01 Uhr:
Es gibt noch mehr „Felt-Reports“ aus Venezuela, so dass es sich wohl doch nicht um eine Fehlmeldung handelt. Aber Schäden erwarten wir weder dort noch in Panama.
Überraschenderweise gibt es noch keine Zeugenberichte aus Peru. Aber der betroffene Teil von Peru ist auch nicht so dicht besiedelt.

Update 16.17 Uhr:
Erste Bericht aus Kolumbien geben an, dass es in weiten Teilen des Landes zu Panik gekommen ist, vor allem in der Hauptstadt Bogota, wo einige Gebäude vorsorglich evakuiert wurden. Dort soll auch nach ersten Angaben die Telefon- und Internetverbindung sowie die Fernsehübertragung ausgefallen sein. Schäden wurden noch nicht gemeldet.

Update 16.27 Uhr:
Aus der Umgebung von Cali (Kolumbien) wurden an mehreren Orten (meist) leichte Schäden gemeldet. So soll es zum Beispiel Risse in Mauern und Gebäuden, sowie Unterbrechungen in der Stromversorgung gegeben haben. Kali liegt etwa 250 Kilometer nördlich vom Epizentrum.

Update 16.38 Uhr:
In der Stadt El Charco, an der Küste von Kolumbien 160 km nordwestlich vom Epizentrum hat es mindestens 3 (leicht) Verletzte gegeben. Sie wurden von herabfallenden Dachziegeln getroffen und ins Krankenhaus gebracht!

Update 16.44 Uhr:
Aus Cali werden weitere, nun auch schwerere Schäden an Gebäuden berichtet. So sei zum Beispiel ein Balkon eingestürzt. Der Notdienst in der Stadt ist überlastet, da der Strom ausgefallen ist.
Noch keine Schadensmeldungen aus Ecuador.

Update 17.28 Uhr:
Aus der Stadt Narino, 65 Kilometer nordwestlich vom Epizentrum, wurden 3 Häuser gemeldet, die beim Erdbeben eingestürzt sein sollen. Zudem werden über Soziale Netzwerke, vor allem über Twitter, Schadensmeldungen aus vielen Orten des Landes gemeldet. In Calico sollen viele Gebäude beschädigt worden sein.

Update 17.33 Uhr:
Von er gesamten Pazifikküste Kolumbiens gibt es nun Meldungen über Schäden. Hier ein vorläufiger Überblick:

El Charco: 3 Verletzte; 5 Häuser schwer beschädigt
Narino: 20 Gebäude beschädigt
Bella Vista Guapi: Zwei Häuser beschädigt
Timbiqui: 3 Gebäude zerstört
Buenaventura: 6 Hafengebäude beschädigt
La Esmeralda: 7 Scheunen zusammengebrochen
Cali: Viele Gebäude beschädigt

All diese Daten sind vorläufige Informationen.

Update 17.40 Uhr:
Interessanterweise war dieses Erdbeben ein Strikeslip-Erdbeben, also eine horizontale Verschiebung, wie der nebenstehende Beachball des GFZ angibt. Stikeslip-Beben sind meist sehr oberflächennah. Bei Beben in über 100 Kilometern Tiefe handelt es sich meist um Subduktionsbeben.

Update 17.45 Uhr:
Auch aus den Städten Popayan und Bogota werden nun leichte Gebäudeschäden gemeldet.
Noch immer gibt es keine Meldungen über Schäden in Ecuador, was uns ein wenig überrascht.

Update 18.07 Uhr:
In El Charco hat es drei weitere Verletzte gegeben.

Update 18.18 Uhr:
Möglicherweise gab es eine 7. verletzte Person(nicht in El Charco). Dies wurde noch nicht bestätigt.

Update 18.57 Uhr:
Neue Berichte ergeben, dass mindestens 124 Gebäude in Kolumbien beschädigt oder zerstört wurden. Die 7. verletzte Person wurde bestätigt (in Timbiqui).

Update 20.23 Uhr:
Nach neuen Medienberichten wurden mindestens 8 Personen verletzt. 143 Gebäude wurden beschädigt. (Zahlen aus Kolumbien)

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Update 10. Februar, 09.50 Uhr:
Die vermutlich endgültige Bilanz nach dem Erdbeben sieht so aus, dass 8 Menschen verletzt und 259 Gebäude beschädigt oder zerstört wurden. (In Kolumbien). Von den 259 Gebäuden sind 247 Wohnhäuser, 10 Schulen und ein Gesundheitszentrum. Zudem ist eine Kirche eingestürzt. Die Schäden verteilen sich auf 29 Gemeinden in Kolumbien, wo insgesamt 43 Gebäude zerstört sein sollen.
Bei den Verletzten handelt es sich überwiegend um leichte Verletzungen. Am schwersten Betroffen war ein Kind, dass sich nach einem Sturz das Bein gebrochen hat.
Glücklicherweise gab es keine Todesopfer.
Die Verletzten stammen aus El Charco (6), Timbiqui und Cauja (je 1).

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Update 11. Februar, 09.12 Uhr:
Nach neuen Medienberichten sieht die endgültige Bilanz des Erdbebens doch ein wenig anders aus.
Insgesamt wurden 15 Menschen verletzt. 1896 Gebäude wurden bei dem Erdbeben beschädigt, mehr als 100 wurden zerstört.Rund 2000 Menschen sind durch das Erdbeben obdachlos geworden. Die kolumbianische Regierung hat 4 Mrd. US-Dollar bereitgestellt, um die Opfer zu unterstützen und die Gebäude wieder aufzubauen.

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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