Starke Erdbeben in Italien, Latium und L’Aquila: 1 Tote nach Herzinfarkt; Schäden in Latium; Menschen verbringen Nacht in Zelten

Share Button

Ein Erdbeben der Stärke 4,8 erschütterte Zentralitalien (Latium) um 22.16 Uhr. Laut EMSC lag das Epizentrum 92 Kilometer östlich von Rom wo das Beben zu spüren war. Es war auch in Teilen von Norditalien und Kampanien spürbar. Das Beben war flach wodurch es am Epizentrum zu Schäden gekommen sein könnte. Weitere Infos dazu morgen.

Update 9.28 Uhr:
Das Erdbeben hat wie erwartet viele Menschen in Panik versetzt. Auch in Rom, L’Aquila und Neapel war das Hauptbeben spürbar.
In der Epizentralregion geben Zeugen Intensität VI an. Es soll auch leichte Gebäudeschäden gegeben haben. Details dazu sind uns noch nicht bekannt.

Heute Morgen um 2 Uhr kam es in Zentralitalien (Abruzzen) zu weiteren Erdbeben, vermutlich ausgelöst durch das Beben von gestern Abend.
Das neue Beben der Stärke 3,8 ereignete sich in L’Aquila, es folgten weitere, kleinere Beben die den Bewohnern der Abruzzen-Stadt eine unruhige Nacht bescherten. EMSC nennt eine Tiefe von etwa 14 Kilometern, so dass in der erdbebengeschdigten Stadt nicht mit Schäden zu rechnen ist. Aber weitere kleine Beben könnte es im Tagesverlauf geben.

Es gab bislang nur ein „echtes“ Nachbeben des Hauptbebens in Latium, es hatte M 2,3.

Update 09.36 Uhr:
Wenn ein Update rot hinterlegt ist, ist das nie ein gutes Zeichen. So auch hier nicht.
Italienische Medien beichten, dass es am Epizentrum (Latium) zu Rissen in Mauern und Dächern gekommen ist. Vor allem ältere Gebäude waren davon betroffen. Größere Schäden gab es nicht.
Leider müssen wir auch mitteilen, dass in der Stadt Isola del Liri direkt am Epizentrum eine 63-jährige Frau durch das Erdbeben einen Herzinfarkt erlitten hat und ums Leben gekommen ist.

Update Latium 14.17 Uhr:
Weitere Schäden in der Epizentralregion sind bekannt geworden. Neben Rissen in Mauern, Dächern und zerstörten Schornsteinen von Wohnhäusern sollen auch mehrere Kirchen und Schulen in der Region beschädigt worden sein. Diese Gebäude wurden vorläufig geschlossen und werden weiter untersucht. Morgen fällt zudem der Unterricht in allen Schulen er Region aus. Auch eine Karnevalsfeier in der Stadt Sora wurde abgesagt.  Betroffen von Erdbebenschäden waren die Orte Arpino, Campoli Apennin, Sora, Veroli, Boville und Monte San Giovanni Campano. Regional soll es auch zu Problemen mit der Wasserversorgung und der Telefonverbindung gekommen sein.
Die Regierung hat für die Menschen, die nicht in ihre Häuser zurückkehren wollen oder können Hilfsmaßahmen in Form von warmen Mahlzeiten und Zelten bereitgestellt.
In Rom gab es keine Schäden.
Update L’Aquila 14.17 Uhr:
Die Erdbeben der letzten Nacht haben viele Menschen dazu veranlasst die Nacht im Freien zu verbringen. Auch die kommende Nacht werden vermutlich viele in ihren Autos bleiben. Die Bezirksregierung hat beheizte Zelte zur Verfügung gestellt, wo die Menschen bleiben können.
Größere Schäden hat es durch das Erdbeben der Stärke 3,7 und den kleineren Nachbeben nicht gegeben. Es gab allerdings vereinzelte, teils auch größere Risse im Putz. Menschen kamen nicht zu Schaden

Beiträge der gleichen Kategorie

Erdbebenserie in Bengkulu Indonesien - Bei einer Erdbebenserie in der indonesischen Provinz Bengkulu sind am Montag (16.) dutzende Gebäude beschädigt worden. Betroffen ist der ...
Erdbeben am Vesuv Italien - Mehrere kleine Erdbeben haben sich in der Nacht zum Sonntag an den Hängen des Vesuvs ereignet. Eines der Beben wurde von Anwohnern umliegend...
Erdbebenschwarm auf Lembata Indonesien - Mehrere Erdbeben haben in den vergangenen Tagen die Bewohner der indonesischen Insel Lembata verängstigt und Ängste vor einem Vulkanausbr...
1500 Erdbeben in vier Tagen – Schwere Schäde... Indonesien - Mehr als 600 Erdbeben haben in den letzten 48 Stunden die indonesische Insel Halmahera im Norden des Landes erschüttert. Es handelt sich ...
The following two tabs change content below.

Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

Neueste Artikel von Jens Skapski (alle ansehen)