Starkes Erdbeben in Japan; leichte Schäden

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Auf der Insel Honshu nördlich von Tokyo ereignete sich heute Morgen um 8.23 Uhr MEZ ein starkes Erdbeben mit Magnitude 5,8. Gefährlich hierbei ist die nur sehr geringe Tiefe von 10 Kilometern. Dadurch hatte das Erdbeben am Epizentrum eine sehr hohe Intensität. USGS hat MMI VII berechnet, JMA 5+ auf deren Intensitätsskala. Beides kann zu mittleren Schäden in Japan führen.
Auch in Tokyo war dieses Erdbeben deutlich spürbar.
Updates folgen.

Update 12.47 Uhr:
Zur Zeit gibt es noch keine Berichte über Schäden.
Die Region direkt am Epizentrum ist glücklicherweise nur dünn besiedelt. Es überwiegen Wald und Berge(Vulkane), Siedlungen gibt es nur wenige.
Der Vulkan Hiuchi liegt nur wenige Kilometer vom Epizentrum entfernt. Seine letzte Eruption war im Jahr 1544.
Es folgten mehrere schwächere, teils aber ebenfalls intensive Nachbeben bis JMA-Intensität 4.

Update 13.02 Uhr:
Das Erdbeben hat am Epizentrum eine Lawine ausgelöst, die eine Straße blockierte. Zudem wurde ein Gasthof, in dem zur Zeit des Erdbebens 13 Personen waren, im 3 Meter tiefen Schnee verschüttet. Das Haus wurde dabei nicht schwer beschädigt, die Personen blieben unverletzt, sind aber zur Zeit noch eingeschlossen.

Update 18.50 Uhr:
Japanische Medien bestätigen leichte Schäden in der Epizentralregion. Mehrere Häuser sollen Risse bekommen haben. Auch Straßen sollen aufgebrochen sein. Erdrutsche haben weitere blockiert. Ebenso Lawinen. Der Gasthof wurde schwerer beschädigt.
In einer Stadt soll es zudem zu einem Wasserrohrbruch gekommen sein. Unterbrechungen in der Stromversorgung gab es nicht.
Bislang gibt es noch keine Meldungen über Verletzte aber eine endgültige Bilanz kann noch nicht gezogen werden. Dafür warten wir auf die Daten des Japanese Fire Departments. Aber bislang sieht es so aus, als hätte Japan dieses Erdbeben gut überstanden.

Update 12.14 Uhr (26. Februar)
Bei Tagesanbruch haben sich die Schäden bestätigt. Mehrere Gebäude wurden beschädigt, teils von Erdrutschen. Viele Straßen sind blockiert.
Unter anderem sollen aktuell mehr als 50 Personen in einer kleinen Bergsiedlung von der Außenwelt abgeschnitten sein. Zudem waren zwischenzeitlich mehr als 30 Personen in einem Hotel gefangen. Über den Zustand der Personen ist nichts bekannt, bislang wurden aber keine Verletzten berichtet.

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Siehe auch: 
Schweres Erdbeben auf Hokkaido (2. Februar 2013)
Schweres Erdbeben vor der Küste von Honshu löst Tsunami aus (7. Dezember 2012)

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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