Pamplona: M 4,2 verunsichert die Bevölkerung

Die Beben bei Pamplona werden stärker. Heute Nacht wurde ein Erdbeben der Stärke 4,2 registriert, das in der gesamten Stadt spürbar war. Zeugen dort nennen Intensität IV beim IGN.
Die Menschen am Epizentrum sind besorgt wegen der zunehmenden Erdbeben. Es wurden schon Risse im Boden beobachtet. Schäden an Eigentum gab es noch nicht. Die Regierung hat betont, dass es noch keine Erklärung für diese ungewöhnliche seismische Aktivität gibt. Dementsprechend sei auch eine Prognose für die weitere Entwicklung unmöglich. Es soll aber Notfallpläne geben, um Betroffenen im Fall der Fälle alle nötigen Hilfen zukommen zu lassen.

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Starke Erdbeben über M 5 sind in den Pyrenäen selten aber möglich. Davon ist aber meist nur der französische Teil betroffen. Rund um Pamplona hat es in den vergangenen Jahrzehnten kein Erdbeben dieser Stärke gegeben.

Update:
Zur möglichen Erklärung für diese Erdbeben habe ich ja bereits in einem vorherigen Bericht geschrieben, dass die starken Regenfälle der vergangenen Wochen in Navarre zu den Erdbeben führen könnten. In den lokalen Medien wird sogar noch etwas weiter gedacht. Demnach befinden sich in der Region alte Kali-Bergwerke. Der ungewöhnlich starke Regen soll dafür gesorgt haben, dass alte Stollen eingestürzt sind.
Sollte das der Fall sein, kann man das als gute Nachricht werten. Zwar wird noch mit weiteren Erdbeben zu rechnen sein, aber ein bevorstehendes großes Erdbeben kann so gut wie ausgeschlossen werden. Mehr als M 5 dürfte, ohne mich dort festlegen zu wollen, bei alten Stollen kaum möglich sein, im Gegensatz zu tektonischen oder hydroseismischen Erdbeben.
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Siehe auch:
Pamplona: Erdbebenschwarm nimmt an Intensität zu (21. März 2013)
Spanien: Seismische Aktivität steigt weiter an (19. März 2013)

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Jens ist 24 und studiert seit 2013 an der Ruhr-Uni Bochum Geowissenschaften. 2011 hat er mit einem privaten Erdbebenblog begonnen, aus dem sich später erdbebennews.de entwickelt hat. Er hat journalistische Erfahrungen und interessiert sich seit der Kindheit für Geologie, Meteorologie und Naturkatastophen.

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