China: Erdbebenfurcht nach Krötenwanderung

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Nahe der chinesischen Stadt Chengdu (Provinz Sichuan) wurde gestern ein vermehrtes Auftreten von Kröten  beobachtet. Dies wird von nicht wenigen Bewohnern als Anzeichen eines schweren Erdbebens gesehen.
Nach dem Erdbeben der Stärke 7,0 vor 5 Tagen, dass auch in Chengdu Häuser zerstörte und Opfer forderte, ging bereits im Internet ein Gerücht um, wonach Chengdu in den folgenden Tagen von einem Erdbeben der Stärke 9,3 verwüstet wird. Trotz Beteuerungen der Offiziellen, dass ein solches Gerücht nicht stimme, bleib die Angst erhalten. Nach der gestrigen Krötenwanderung ist sie wieder hochgekommen, vor allem da es heute morgen etwas entfernt zu einem weiteren, zerstörerischen Erdbeben kam (M 4,8). 
Seismologen erklärten, dass Kröten zwar zu den Tieren gehören, die Erdbeben vorher wahrnehmen können, dass aber ein massenhaftes Auftreten dieser Tiere nicht zwangsläufig ein schweres Erdbeben ankündige. 
Die chinesische Wildtierbehörde sagte zu dem Vorfall, dass eine Krötenwanderung zu dieser Jahreszeit vollkommen normal sei, da die Tiere zur Zeit laichen. 

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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