Erdbeben in China – Provinz Nei Mongol – 12 Verletzte, mehrere Häuser zerstört

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Nach Yunnan und Sichuan droht China nun ein weiteres Erdbebengebiet.
In der Provinz Nei Mongol kam es nach Angaben von EMSC um 11.12 Uhr zu einem Erdbeben derStärke 4,9. Die chinesischen Behörden, die bei Erdbeben in China erfahrungsgemäß bessere Daten liefern, geben das Erdbeben mit Magnitude 5,3 und einer Tiefe von nur 6 Kilometern an. Das Epizentrum lag nahe der Grenze zu den Provinzen Liaoning und Jilin.
Bei solchen Erdbeben ist in China fast immer mit schweren Schäden zu rechnen.

Um die Gefährlichkeit dieses Erdbebens zu verdeutlichen, hier drei Erdbeben in Nei Mongol aus der jüngeren Vergangenheit:

2004: Magnitude 5,4, Tiefe 16 km ; 100 Verletzte und 31.000 Gebäude zerstört
2003: Magnitude 5,3, Tiefe 16 km ; 4 Tote, 1000 Verletzte und 7900 Gebäude zerstört.
1996: Magnitude 6,0, Tiefe 26 km ; 23 Tote, 330 Verletzte
(Daten: NOAA Archiv)

Wir hoffen natürlich, dass es diesmal nicht so verheerend wird.

Update 12.16 Uhr:
12 Rettungsteams wurden von der Provinzregierung in Bereitschaft versetzt, um jederzeit in das Erdbebengebiet versetzt werden zu können.

Update 12.44 Uhr:
Bislang gibt es noch keine berichte über Schäden. Es soll aber aber an vielen Orten Panik ausgebrochen sein. Die Telefonverbindung war für einige Minuten unterbrochen.

Update 12.50 Uhr:
Es wird berichtet, dass das Regierungsgebäude einer Stadt leicht beschädigt wurde. Risse werden genannt.

Update 13.22 Uhr:
Dass dieses Erdbeben offensichtlich ohne größere Schäden blieb, liegt wohl an der kurzen Dauer der Erdstöße. Wie Zeugen berichten war nach nur wenigen Sekunden alles vorbei. Wobei es sich um drei sehr kurze Erdstöße innerhalb weniger Sekunden gehandelt haben soll.
Aber noch ist es zu früh Entwarnung zu geben. Rettungskräfte sind zur Zeit in der Epizentralregion unterwegs und untersuchen die Region auf Schäden.

Update 13.32 Uhr:
Aus der Epizentralregion trifft eine weitere Schadensmeldung ein: In der Außenmauer eines Krankenhauses soll es einen Riss geben. Die lokale Feuerwehr überprüft diese Meldung zur Zeit

Update 15.19 Uhr:
Nun sind auch leichte Schäden an mehreren Wohnhäusern bestätigt. Es soll aber nichts ernstes sein. Verletzte hab es keine.

Update 19.23 Uhr:
Nach unbestätigten Meldungen sollen auch mehrere Gebäude eingestürzt, sowie einige Menschen verletzt worden sein. Wir hoffen, dass es bis morgen nähere Informationen dazu gibt.

Update 23. April:
Nach aktuellen Informationen wurden bei dem Erdbeben mindestens 12 Menschen leicht verletzt. Zudem sind 6 Gebäude (baufällige Gebäude) eingestürzt. Duzende weitere wurden beschädigt. 312 Menschen mussten evakuiert werden. Die Betroffenen werden nun entsprechend versorgt.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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