China: 6 Erdbeben in 3 Provinzen – Noch keine Schäden gemeldet

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China wurde heute bereits von 3 moderaten Erdbeben getroffen.

Das erste Erdbeben um 7.02 Uhr MESZ traf die Provinz Xinjiang im Norden des Landes. Nach Angaben des Chinesischen Erdbebendienstes hatte es Stärke 4,6 und eine Tiefe von 8 Kilometern. Nach ersten Meldungen kam es in einer nahe gelegenen Stadt weder zu Schäden noch zu Beeinträchtigungen des Verkehrs. Die Überprüfung ist jedoch noch nicht abgeschlossen.

Das zweite Erdbeben ereignete sich um 12.54 Uhr. Diesmal war die südliche Nachbarregion von Xinjiiang, Xizang (Tibet) betroffen. Das Erdbeben hatte nach Meldungen de Chinesischen Erdbebendienstes Magnitude 5,2 und eine Tiefe von 10 Kilometern. Die Epizentralregion ist, wie der Großteil von Tibet, nur sehr dünn besiedelt. Ein Vorteil aber auch ein Nachteil: Es gibt selten Schäden, aber wenn, dann haben Rettungskräfte Probleme die abgelegenen Regionen zu erreichen. Bislang gibt es keine Schadensmeldungen.

Zum dritten Erdbeben kam es um 14.29 Uhr im Norden der Provinz Sichuan, unmittelbar an der Grenze zu Gansu. Dieses Erdbeben hatte Stärke 4,5 und eine Tiefe von 15 Kilometern. Das Epizentrum lag in einem dicht besiedelten Flusstal. Zur Zeit gibt es noch keine Informationen über Schäden oder sonstige Auswirkungen.

Ein Hinweis:
Dieses Erdbeben ist kein Nachbeben des verheerenden Bebens vor einigen Wochen.

Update 16. Mai:
In den letzten Stunden war die seismische Aktivität in China weiterhin hoch. Es gab weitere Beben über Stärke 4. Dabei 2 Erdbeben der Stärke 5 in Xizang in gleichen Gebiet wie gestern. Solche kleinen Erdbebenserien sind in Tibet nicht ungewöhnlich. Schäden wurden bislang nicht gemeldet.
Zudem wurde der Osten von Sichuan von einem Nachbeben der Stärke 4,4 getroffen. (Dieses Beben wird von den chinesischen Behörden mit M 3,8 angegeben)
Aus dem Norden von Sichuan wurden keine Schäden gemeldet.
Diese ungewöhnliche Erdbebenaktivität wird auch von den chinesischen Medien aufgegriffen. Es wird verbreitet auf das richtige Verhalten im Falle einer Katastrophe hingewiesen. Denn das nächste katastrophale Erdbeben kann jederzeit kommen. Nicht nur in China.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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