Erdbeben vor der Küste von Wales und Irland

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Ein ungewöhnlich starkes und seltenes Erdbeben hat am Morgen die Bewohner von Wales und Irland aufgeschreckt. Das Erdbeben der Stärke 4,1 (nach Angaben des British Geological Survey M 3,8) hatte sein Epizentrum wenige Kilometer vor der Wallisischen Küste in einer Tiefe von 8 Kilometern. (Die Daten des EMSC weichen ein wenig ab) Die Erdstöße waren an diversen Orten entlang der Küste der Irish Sea wahrnehmbar, einschließlich Dublin (Irland), Liverpool (England) und Douglas (Isle of Man). Bislang gibt es keine Meldungen über Schäden.
(Das Erdbeben wurde anfangs mit M 5,5 angegeben, aber später heruntergestuft)

Der Norden von Wales, einschließlich der Offshore-Regionen, gehört zu den seismisch aktiveren Regionen der Britischen Inseln. Im Jahr 1984 kam es nahe dem heutigen Epizentrum zu einem Beben der Stärke 5,0. Es kam zu leichten Schäden und mehreren Verletzten in Wales. Historisch überliefert sind weitere M 5 Erdbeben aus den Jahren 1852 und 1690.

Die seismische Geschichte von Irland konzentriert sich überwiegend auf den Norden. Dort sind mehrere verheerende Erdbeben, teils mit hunderten Todesopfern, aus den Jahren 1734, 1490 und 1118 überliefert.
Zuletzt kam es dort im Juni 2012 zu einem Erdbeben der Stärke 4.

Informationsquelle(n): EMSC, BGS, NGDC, Twitter

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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