Starkes Erdbeben in Kashmir (Indien) – Mindestens 2 Tote und über 80 Verletzte

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In der Pakistanisch – Indischen Grenzregion Kashmir kam es um 8.57 Uhr zu einem starken Erdbeben. Nach Angaben der indischen Behörden hatte das Beben Stärke 5,8. USGS nennt Magnitude 5,7 und eine vorläufige Tiefe von nur 10 Kilometern. Wahrscheinlich war das Hypozentrum aber tiefer. Die Indischen Behörden nennen nun eine Tiefe von 15 Kilometern.
Das Epizentrum lag nahe des dicht besiedelten Kashmir-Tals. Dort haben in der Vergangenheit auch moderate Erdbeben schwere Schäden angerichtet.
Die Erdstöße waren auch in den Hauptstädten Neu-Dehli und Islamabad spürbar. Updates folgen.

Update 09.54 Uhr: Es werden Gebäudeeinstürze und Schäden aus den Regionen Himachal Pradesh und Jammu und Kashmir gemeldet. Details sind noch nicht bekannt.

Update 10.03 Uhr: Aus der Stadt Bhadarwah direkt am Epizentrum gibt es Berichte, dass mindestens 6 Gebäude leicht beschädigt wurden. Die gemeldeten Gebäudeeinstürze gab es in Städten, die deutlich weiter von Epizentrum entfernt sind.

Update 10.22 Uhr: Die Gebäudeeinstürze in diverse Regionen wurden nicht bestätigt.

Update 10.29 Uhr: Neue Meldungen besagen, dass in der Region Chenab, 40 km östlich vom Epizentrum, hunderte Gebäude, darunter auch ein Krankenhaus beschädigt sein sollen. Details sind nicht bekannt, da die Telefonverbindung in diese Region unterbrochen ist.

Update 11.16 Uhr: In den durch das Erdbeben beschädigten Schulen in den Städten Doda, Gandoh und Bandarwah gab es mindestens 9 Verletzte. Davon 7 Kinder und 2 Lehrer.

Update 11.35 Uhr: Auf mehreren Regionen werden mittlerweile beschädigte Gebäude und auch teilweise eingestürzte Gebäude gemeldet. Details sind noch nicht bekannt, aber insgesamt dürften es viele hundert Gebäude sein.
Zudem wird berichtet, dass 9 Kinder in Schulen verletzt wurden. Vermutlich ist dies aber eine Fehlinterpretation der Meldung von 7 Verletzten Kindern und 2 Lehrern.

Update 11.39 Uhr: Vor 20 Minuten erschütterte ein Nachbeben der Stärke 4,5 die Region. Möglich, dass es zu weiteren Schäden an bereits betroffenen Gebäuden gekommen ist.

Update 11.50 Uhr: Die 9 verletzten Kinder waren an einer anderen Schule in Doda, die bei dem Erdbeben eingestürzt ist. Es ist nicht klar, auf welche Schulen sich die 9 Verletzten aus dem ersten Bericht verteilen. Da diese aber nur als „beschädigt“ beschrieben werden, gehen wir davon aus, dass dies die Schule in Doda nicht mit einschließt. Also insgesamt vermutlich 18 Verletzte.

Update 11.59 Uhr: Die Zahl der Verletzten Schüler ist auf 25 gestiegen. Mehrere Schulen in der Region sind eingestürzt, weitere wurden beschädigt. Die Zahl wird möglicherweise weiter steigen. Über Verletzte abseits der Schulen ist noch nichts bekannt.

Update 12.42 Uhr: Nach unbestätigten Meldungen ist auch mindestens eine Person ums Leben gekommen. Weitere (außerhalb der Schulen) sollen verletzt worden sein.

Update 13.00 Uhr: Das Todesopfer ist bestätigt. Der Mann wurde bei der Flucht aus seinem Haus von herabfallenden Trümmerteilen erschlagen.

Update 13.25 Uhr: Die Zahl der Verletzten ist auf 32 gestiegen. 30 davon sind Schulkinder.
In manchen Orten am Epizentrum wurden bis zu 70 % der Gebäude beschädigt. Überwiegend soll es sich um leichte Schäden haben, doch einige Gebäude sind auch eingestürzt. Es gibt noch keine genauen Zahlen von den Verletzten dort.

Update 14.13 Uhr: Nach neuen Meldungen hab es neben den Schulkindern und Lehrern noch 21 weitere Verletzte gegeben.

Update 16.33 Uhr: Ein zweites Todesopfer wurde bestätigt. Zudem ist die Zahl der Verletzten auf 69 gestiegen.
Hunderte Gebäude wurden beschädigt oder zerstört. Details dazu später.

Update 17.38 Uhr: Andere Berichte nennen, dass mehr als hundert Menschen verletzt wurden. Details sind nicht bekannt.

Update 12. Mai:
Die finale Bilanz des Erdbebens sieht so aus:
– 2 Tote
– über 80 Verletzte
– 600 Häuser zerstört
– 5000 Häuser wurden schwer beschädigt
– 36000 Häuser wurden leicht beschädigt
– 13500 Zelte wurden für die Obdachlosen aufgetellt

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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