Starkes Erdbeben in der Toskana, Norditalien – VieleGebäudebeschädigt ; 7 Verletzte – Starke Nachbeben am 23. Juni(neueVerletzte+Schäden) und 30. Juni

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Das aktuellste Update befindet sich ganz unten auf der Seite. 

21. Juni  2013
Um 12.33 Uhr kam es zu einem starken Erdbeben in Norditalien.

Update 12.41 Uhr: GFZ gibt Magnitude 5,2 an. Das Epizentrum des Bebens lag in der Toskana. an der Grenze zur Emilia-Romagna und Ligurien. Dort kam es in den vergangenen Tagen bereits zu einer Häufung kleinerer Erdbeben.




Update 12.45 Uhr: Zeugen auf EMSC sagen aus, dass das Beben bis in die Slowenische Hauptstadt Ljubljana spürbar war.

Update 12.47 Uhr: GFZ hat die Stärke auf 5,3 nach oben korrigiert.

Orte wo das Erdbeben spürbar war (nach Zeugenaussagen)

USGS gibt das Erdbeben mit Magnitude 5,1 an. Die Homepage der Italienischen Behörden ist vermutlich wegen Überlastung nicht erreichbar, daher liegen von dort keine Daten vor. Das Erdbeben wird am Epizentrum vermutlich zu Schäden geführt haben.

Update:
Zeugen Berichten, dass das Beben in allen norditalienischen Provinzen spürbar war. In Mailand und Florenz schwankten die Hochhäuser. Gebäude wurden evakuiert. Auch in Venedig war das Beben spürbar.

Update 13.11 Uhr: Bislang gibt es noch keine Schadensmeldungen, aber bei der Feuerwehr sind viele Meldungen verängstigter Bürger eingegangen. Einige Menschen fürchten nun ein noch größeres Beben, nachdem in den letzten Tagen bereits ein deutlicher Anstieg der seismischen Aktivität in weiten Teilen von Italien zu verzeichnen war.

Update 13.18 Uhr: INGV gibt eine Tiefe von 5,1 km für das Erdbeben an. So flache Erdbeben können am Epizentrum zu schweren Schäden führen. Ein erstes größeres Nachbeben der Stärke 3,1 wurde registriert.

Update 13.14 Uhr: In Reggio Emilia wurde nach dem Erdbeben eine Schule evakuiert.

Update 13.29 Uhr: Nach Medienberichten sind in einem Callcenter in La Spezia (Ligurien, 26 km westlich vom Epizentrum) mehrere Decken eingestürzt. Auch in Garfagnana (27 km SE) sollen Zimmerdecken beschädigt worden sein.

Update 13.42 Uhr: In Lunigiana, Fivizzano und Casole direkt am Epizentrum sollen mehrere Gebäude beschädigt sein. Es gibt auch Berichte von eingestürzten Häusern. Im Ort Postella wurde eine Person verletzt.

Updates 13.49 Uhr: Weitere Gebäude rund um La Spezia sollen beschädigt wurde sein. Details nicht nicht bekannt.

Update 14:00 Uhr: Der Schiefe Turm von Pisa wurde evakuiert! Pisa liegt 60 km südlich vom Epizentrum.

Update 14.04 Uhr: Weitere beschädigte Gebäude werden aus dem Dorf Minucciano gemeldet.

Update 14.13 Uhr: In der Stadt Lucca bei Pisa wurden mehrere Kindergärten beschädigt.

Update 14.25 Uhr: Auch in der Emilia-Romagna wurden einige Gebäude beschädigt. Meldungen von fallenden Trümmerteilen gibt es aus Via Franceschini Castelnovo Ne ‚Monti.

Update 14.27 Uhr: Es gab 14.12 Uhr ein Nachbeben der Sätrke 4.3, sowie um 14.20 Uhr eines der Stärke 4.2.

Update 14.49 Uhr: Der Bürgermeister von Lunigiana hat mitgeteilt, dass es in seiner Stadt, die sich direkt am Epizentrum befindet, schwere Schäden gegeben hat. Viele Häuser sollen teilweise eingestürzt sein. Auch die Kirche des Ortes hat unter dem Erdbeben gelitten. Zudem hat ein Erdrutsch die Zufahrtsstraße zum Ort blockiert. Verletzte wurden nicht gemeldet.

Update 15.11 Uhr: Im Ort Equi Terme direkt am Epizentrum ist ein Haus eingestürzt.

Update 16.08 Uhr: Interessant zu wissen ist, dass es an gleicher Stelle bereits im Januar zu einem Erdbeben der Stärke 4,8 kam. Damals mit leichten Schäden. Auch im Januar 2012 gab es ähnlich starke Beben dort.

Update 16.10 Uhr: Um 15.58 Uhr kam es zu einem weiteren Nachbeben der Stärke 4,1.

Update 16.18 Uhr: Mittlerweile ist klar, dass viele Gebäude im Umlreis von 30 Kilometern um das Epizentrum beschädigt wurden, mindestens 3 sind eingestürzt. Es gab Erdrutsche und Stromausfälle. Der Katastrophenschutz hat für die betroffenen Menschen Zelte aufgestellt. Da erwartet wird, dass es weitere Erdbeben gibt, wurde avon abgeraten in beschädigte Häuser zurückzukehren. Auch nicht betroffene Menschen fürchten im Falle eines neuen Bebens, dass es gefährlich wird und bleiben daher auf den Straßen.

Update 17.18 Uhr: Auch die Stadt Modena, bekannt durch die beiden Beben in vergangenen Mai, war heute erneut betroffen. An einer Kirche der Stadt brach ein Stück des Gesims ab. An weiteren Häusern fiel Putz von den Wänden.

Update 22. Juni 10.11 Uhr:
Als vorläufiges Fazit kann man ziehen, dass das Erdbeben viele Gebäude in der Toskana, in Ligurien und in der Emilia-Romagna beschädigt hat. Der überwiegende Teil dieser Gebäude erlitt aber zum Glück nur leichte Schäden. Risse in Mauern, Dächern, eingestürzte Schornsteine oder herabgefallener Putz bilden die Mehrheit der Schäden. Nur an wenigen Häusern kam es zum Einsturz von Gebäudeteilen.
Offiziell bestätigt ist kein Verletzter, in den Italienischen (und mittlerweile auch in den deutschen) Medien ist aber die Meldung eines Verletzten verbreitet, weshalb davon ausgegangen werden kann, dass dies eine korrekte Angabe ist.
In einigen Medien ist die Meldung von mehreren Verletzten zu finden. Unter anderem die Salzburzer Zeitung (Österreich) und die Neue Züricher Zeitung (Schweiz) geben „mehrere Leichtverletzte“ an. Meteoweb (Italien) nennt drei, Peru21 sogar 4 Verletzte: Die Person in Postella sei von einem einstürzenden Dach getroffen worden, drei weitere in Massa erlitten Prellungen (Bei der Flucht aus ihren Häusern). Diese Meldung basiert auf Italienischen Medienberichten, wo zudem eine fünfte Person in Giuncano di Fosdinovo genannt wird, die während des Erdbebens einen Herzinfarkt erlitten hat und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Eine der Personen mit Prellungen sei eine schwangere Frau. Aber wie gesagt: Offiziell bestätigt sind keine Verletzten.
Schlimmer als der Schaden und die Verletzungen sei jedoch die Angst der Menschen. Die Nacht haben hunderte Menschen im Freien verbracht. Wer kein Auto hat, kam in Zelten unter, die vom Zivilschutz bereit gestellt wurden.
Während der Nacht gab es leichte Nachbeben bis Magnitude 3.6, die zwar deutlich spürbar aber vermutlich ungefährlich waren. Es wird vor weiteren „starken“ Nachbeben gewarnt.

Update 19.40 Uhr:

Karte aller Epizentren (Stand: 22. Juni, 20 Uhr MESZ)

Die Nachbebenaktivität war heute deutlich geringer. Ein gutes Zeichen?
„Nur“ 20 Erdbeben über Magnitude 2 wurden seit Mitternacht UTC registriert. Nur eines davon über Stärke 3 (3,6). Die Menschen sind immer noch verängstigt, aber die nachlassende Erdbebenaktivität dürfte die Situation ein wenig entspannen.
Insgesamt 175 Menschen mussten evakuiert werden, weitere haben freiwillig ihre Häuser verlassen.
Dieprotokollierung des Schadens ist erst zu 70% abgeschlossen. Aber es zeigt sich, dass mal wieder die Kirchen am schlimmsten betroffen sind. In vielen Gemeinden gab es schwere Schäden.
In insgesamt 10 Städten wurden größere Schäden an Wohnhäusern registriert. Insgesamt hätte es aber deutlich schlimmer kommen können.

Im Hinblick auf in anstehenden Sommerferien fragen sich mit Sicherheit viele, wie sich die Situation weiter entwickelt. Man weiß vom letzten Jahr in der Emilia-Romagna, dass das „tödlichere“ Beben erst 8 Tage nach dem vermeintlichen Hauptbeben der Stärke 6 kam.
Die Italienische Regierung warnt richtigerweise vor größeren Nachbeben (~M 4), die weitere Schäden verursachen können. Gleichzeitig verbietet sie die „Panikmache“, also die Verbreitung der Meldung, dass ein weiteres schweres Beben bevorstehe. Richtigerweise, wir haben es in diesem Jahr an vielen Orten erlebt, und auch letztes Jahr in Zenica, wie verzweifelt die Menschen dadurch sein können. Vor allem da solche Aussagen die auf Tatsachen beruhen, sondern eher auf Raten oder wirklich auf beabsichtigtes Unruhestiften. Erdbeben sind nicht vorhersehbar.
Aber, und das muss auch die Italienische Regierung anerkennen, die Gefahr eines noch größeren Beben in den kommenden Tagen besteht, auch wenn sie nur sehr gering sind. In der Vergangenheit gab es sowas in Italien mehrfach. Glücklicherweise, muss man sagen. Durch das Vorbeben wurden meist Menschenleben gerettet, weil viele Menschen viele Nächte im Freien verbracht haben. Dies sollte jeder Bewohner der Region, jeder Tourist, im Hinterkopf behalten, nicht nur jetzt, sondern immer. Italien ist eine sehr aktive Erdbebenregion, wo auch moderate Beben sehr gefährlich sein können. Mit der Gefahr muss man leben. Man kann nur vorbeugen. Indem man weiß, was im Fall der Fälle zu tun ist. Das Verhalten bei einem schweren Erdbeben sollte jeder kennen.
Man weiß nicht was in den kommenden Tagen oder sonst wann passieren wird. Man weiß nur was passieren kann.

Update 23. Juni, 13.38 Uhr:
Seit gestern Abend, 19.40 Uhr wurden 11 weitere Nachbeben über Magnitude 2 registriert. Das stärkste mit Magnitude 3 war am Epizentrum deutlich wahrnehmbar.
Die Situation sei nach Angaben des Katastrophenschutzs so weit unter Kontrolle. Die Opfer werden versorgt und allgemein beruhigt sich die Lage.

Update 15.42 Uhr:
Ein weiteres größeres Nachbeben mit M 3,8 gab es um 15.13 Uhr. Das Epizentrum lag diesmal direkt an der Küste, 13 Kilometer südwestlich des Epizentrums vom Hauptbeben.
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Update 17.11 Uhr:
Ein weiteres starkes Nachbeben erschütterte die Region um 17.01 Uhr. Es hatte nach vorläufigen Angaben Magnitude 4.5 und war damit das bislang stärkste Nachbeben. Das Epizentrum lag in der gleichen Region wie das Hauptbeben. Es ist möglich, dass es durch dieses starke Beben zu neuen Schäden gekommen ist. Wir hoffen, dass dabei niemand verletzt wurde.

Update 17.20 Uhr:
Das Nachbeben wurde auf M 4,4 nach unten korrigiert, die Tiefe lag bei 9,5 Kilometern.

Update 17.27 Uhr:
Nach EMSC-Angaben lagen zwischen den Epizentren von Haupt- und Nachbeben nur 5 Kilometer, wobei das Epizentrum des Nachbebens genau unterhalb des Dorfes Minucciano lag, indem bereits beim Hauptbeben mehrere Häuser beschädigt wurden.

An dieser Stelle sei nochmals darauf hingewiesen, dass auch in den kommenden Tagen ähnlich starke Nachbeben möglich sind. Bereits beschädigte Gebäude sollten daher AUF KEINEN FALL ohne Begleitung von professionellen Hilfskräften betreten werden!

Update 17.31 Uhr:
Das Nachbeben war auch in den Städten Genua, Florenz und Modena spürbar.

Update 17.40 Uhr:
Auch in Mailand und Pisa war das Nachbeben spürbar.
Am Epizentrum kam es erneut zu Panik und hunderte Menschen flüchteten auf die Straßen. Medien berichten zur Zeit, dass keine neuen Schäden registriert wurden, allerdings hat diese Aussage wenig Bedeutung. Es wird noch ein bis zwei Stunden dauern, bis die genauen, möglicherweise aufgetretenen, Schäden bekannt sind.

Update 17.46 Uhr:
Die ShakeMap des INGV ergibt Intensität V am Epizentrum (wobei das Schüttergebiet auf der computergenerierten Karte nicht mit der Realität übereinstimmt). Dies bestätigt, dass es neue Schäden geben könnte.

Update 18.15 Uhr: In der Gemeinde Villa Minozzo (Emilia-Romagna) ist durch das neue Beben das Dach eines Hauses eingestürzt

Update 18:26 Uhr: Das eingestürzte Haus in der Emilia-Romagna war alt und unbewohnt, daher kamen keine Menschen zu Schaden.

Update 18.39 Uhr: Aus dem Dorf Villa Minozzo werden weitere leichte Gebäudeschäden gemeldet.

Update 18.58 Uhr: Auch bei diesem Erdbeben scheint es wieder so, dass die psychologischen Auswirkungen schlimmer sind als die Schäden. Viele Menschen sind verunsichert, teils gar ängstlich und weigern sich nach diesem erneuten Beben in ihre Häuser zurückzukehren. Die Rettungskräfte sind damit überfordert, die Menschen zu beruhigen, Notfalllager sind überfüllt. Es wurde weitere Hilfe angefordert.
Auch auf den Tourismus könnten diese Beben negative Auswirkungen haben. Beim Nachbeben brach unter den Badetouristen am Strand Panik aus, sie rannten zu ihren Autos (aus Angst vor einem Tsunami?)

Update 19.00 Uhr: Medien berichten mittlerweile von neuen Schäden in Dörfern nahe des Epizentrums, unter anderem auch in Municciano und Giuncugnano.

Update 19.27 Uhr:
Leider müssen wir berichten, dass es auch bei diesem Erdbeben Verletzte gab. In der Stadt Garfagnana erlitten vier Menschen Prellungen, weil die von herabfallenden Trümmern getroffen wurden. Sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden.
Genau aus diesem Grund, soll man während eines Erdbebens das Haus am besten nicht verlassen. Dabei ist die Gefahr von Trümmern verletzt zu werden besonders hoch. Am sichersten ist es unter einem stabilen Möbelstück.

Update 19.42 Uhr:
Bei zwei der Verletzten handelt es sich um Kinder, einen Jungen und ein Mädchen (ohne familiäre Beziehung zueinander), die von umstürzenden Mauern getroffen wurden. Auch die Mutter des Jungen ist unter den Verletzten.
Es scheint, dass in den Dörfern am Epizentrum ziemlich viele Gebäude beschädigt wurden. Bilder aus der region zeigen (teilweise) eingestürzte Mauern.

Update 19.54 Uhr:
In den Bergen am Epizentrum soll es auch erneut zu Erdrutschen und Felsstürzen gekommen sein. Bislang gibt es noch keine Meldungen über Schäden, die dadurch entstanden sind.

Update 22:35 Uhr:
Ein fünfter Verletzter wurde berichtet. Möglicherweise sind durch das neue Erdbeben bis zu 40 Häuser eingestürzt. Dies bedarf aber noch Bestätigung.
Jedenfalls haben tausende Menschen ihre Häuser verlassen und werden die Nacht im Freien oder, wenn sie einen der wenigen Plätze erwischen, in Notunterkünften verbringen.
Unterdessen berichten manche Leute von Plünderungen in beschädigten und/oder verlassenen Häusern. Der Unmut der Menschen wächst, weil sie sich von der Regierung nicht genug unterstützt fühlen.
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Update 24. Juni, 09.47 Uhr:
In der Nacht kam es zu einem weiteren, deutlich spürbaren Nachbeben der Stärke 3,2, bei dem aber keine weiteren Schäden zu erwarten sind.
Mittlerweile wurden die Hilfsleistungen für die Opfer aufgestockt, es wurden weitere Betten für diejenigen aufgestellt, die nicht in ihre Häuser zurück können oder wollen.
Der Schaden des Nachbebens ist vermutlich ähnlich dem des Hauptbebens, wobei viele Gebäude, die beim Hauptbeben beschädigt wurden, weitere Schäden erlitten und einige, 40 ist die Zahl von beiden Beben zusammen, eingestürzt sind.
Die Opferzahl des Hauptbebens wurde unterdessen auf 7 Verletzte nach oben korrigiert. Durch das Nachbeben wurden 5 Menschen verletzt.
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Update 29. Juni, 11.11 Uhr:
Nachdem es in den vergangenen Tagen sehr ruhig war und es auch keine neuen Meldungen über Schäden gab, hat es vor wenigen Minuten ein weiteres Nachbeben der Stärke 3,9 gegeben (vorläufige Angabe). Neue Schäden will ich nicht ausschließen, abhängig von Tiefe, exakte Magnitude und genaue Epizentrum.
Unter dessen wurde bekannt, dass das Erdbeben eine Beschleunigung von 0,23g hatte, was durchschnittlich nur alle 200 Jahre in dieser Region vorkommt (und möglicherweise auch die recht hohen Schäden erklärt).

Update 12.00 Uhr:
Die Stärke des Nachbebens wurde auf 3,7 korrigiert, die Tiefe wird mit 5 Kilometern angegeben. Demnach sind kleinere Schäden nicht auszuschließen.

Update 13.22 Uhr:
Um 13.06 Uhr hat es ein weiteres Nachbeben der stärke 3,5 gegeben, die Tiefe wird mit 5 Kilometer angegeben. Auch in den kommenden Stunden ist mit weiteren Nachbeben zu rechnen.
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Update 30. Juni 16.53 Uhr:
Zu einem Nachbeben der Stärke 4,5 kam es um 16.40 Uhr. Es ist das bisher stärkste Nachbeben und es ist mit neuen Schäden zu rechnen.

Update 16.55 Uhr:
Die Italienischen Behörden nennen Magnitude 4,4 und eine Tiefe von 9 Kilometern. Damit entspricht es etwa dem ersten größeren Nachbeben.

Update 17.00 Uhr:
Nach Medienberichten kam es an vielen Orten am Epizentrum erneut zu Panik. Auch in Florenz und Pisa war das Erdbeben deutlich spürbar.
Ebenso in vielen Orten der Poebene, unter anderem Mailand.

Update 17.14 Uhr:
Ebenso wie letzten Sonntag wurden auch diesmal viele Touristen vom Erdbeben verängstigt. Viele Menschen verließen die Strände und rannten ins Landesinnere.

Update 17.17 Uhr:
Nach Angaben des INGV liegen diese 5 Orte im Umkreis von 10 Kilometern um das Epizentrum:
Casola in Lunigiana (MS), Giuncugnano (LU), MINUCCIANO (LU), Piazza al Serchio (LU), VAGLI BELOW (LU)
Vor allem Minucciano und Lunigiana waren bereits von den vorherigen Beben stark betroffen, wie weiter oben in unserer Berichterstattung zu lesen ist.
(LU = Provinz Lucca ; MS = Provinz Massa und Carrara)

Update 17.22 Uhr:
Die ShakeMap des INGV zeigt ähnliches wie die von letzter Woche.
Es ist aber klar, dass solche computergenerierten Angaben von der Realität abweichen können.

Update 17.29 Uhr:
Zum jetzigen frühen Zeitpunkt liegen noch keine Schadensmeldungen vor. Der Katastrophenschutz überprüft die betroffene Region aber zur Zeit.
Sicher ist: Nach dem neuen Beben wird die Panik und die Furcht der Menschen vor einem noch größeren Erdbeben gewachsen sein. Die Behörden können nicht mehr als die Menschen beruhigen und versorgen, sowie die Schäden beseitigen. Was kommen wird, weiß man nicht.

Update 17.34 Uhr:
Weitere Beben mit Magnitude 2.6, 2.7 und 2.8 folgten in den 30 Minuten nach dem M 4.5 Nachbeben.

Update 17.39 Uhr:
Der Bürgermeister von Casola in Lunigiana, der das neue Erdbeben unter der Dusche erlebte, hat mitgeteilt, dass die Bürger seiner Stadt nun völlig verängstigt seien. Er rechne mit neuen Schäden, jedoch nicht mit Verletzten, da sich kaum noch Menschen in ihren Häusern aufhielten.

Update 18.07 Uhr:
Erste Schadensmeldungen kommen aus der Stadt Casola in Lunigiana wo ein Haus eingestürzt und weitere beschädigt sein sollen. Auch ein Erdrutsch wurde gemeldet.

Update 18.45 Uhr:
An den Stränden von Versilia flüchteten Menschen in Panik vom Meer weg, hier wurde das Beben sehr intensiv gefühlt. 
Die Italienischen Medien berichten momentan von insgesamt 432 beschädigten Häuser durch das Hauptbeben. 
Problematisch bei den vielen Beben ist auch das Häuser die nach dem Hauptbeben schon als “ sicher“ eingestuft wurden nun wieder geprüft werden müssten.

Update 19.30 Uhr:
Es gibt keine weiteren großen Schadensmeldungen. Ein paar beschädige Gebäude gab es auch in anderen Orten. Aber insgesamt, und das liegt vielleicht auch an den vorangegangenen Beben, ist die Berichterstattung über das einzelne Beben deutlich niedriger. Immerhin wurde niemand verletzt.
Nun wird überwiegend Bilanz gezogen, wie viele hundert Häuser unbewohnbar sind, wie viele weitere freiwillig verlassen wurden. Interessanter als diese Zahlen ist für die Menschen die Zukunft. Was kommt noch? Wie schlimm kann es noch werden? Wann ist es endlich vorbei?
Andere machen das Beste aus der Situation und vergleichen die Schäden an ihren Häusern in den Sozialen Netzwerken mit den Schäden ihrer Freunde.

Update 21.00 Uhr:

Seit dem 4,5 Beben gab es mittlerweile 7 kleinere Nachbeben und um 20h18 ein stärkeres mit M 3,7 diese stärkere Beben wurde wieder von der Bevölkerung gespürt.

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Update 01. Juli, 11.05 Uhr
Zusammenfassen lässt sich das gestrige Beben wie folgt:
Ein eingestürztes Gebäude, weitere Dächer und Schornsteine (teilweise) zusammengebrochen, mehrere Häuser beschädigt, ein kleiner Erdrutsch, keine Verletzten. VIEL Panik. Mehrere Tausend Menschen haben die vergangene Nacht im Freien oder in Notlagern des Katastrophenschutz verbracht. 

Angst, Unmut und Sorgen wachsen. Angst vor einem großen Beben. Unmut wegen der Regierung, die zwar ausreichend (freiwillige) Helfer in die betroffene Region entsandt hat, aber bei der Bauweise der Häuser offenbar die seit Jahrtausenden bekannte Erdbebengefahr vernachlässigt hat. Sorgen, weil diese Erdbeben gerade jetzt in der Touristensaison einen weiteren negativen Effekt haben. Touristen, die in Panik die Strände verlassen, sind nichts womit eine Region für sich werben kann.

Update 19.05 Uhr:
Um 18.56 Uhr gab es ein weiteres, deutlich spürbares Nachbeben. Es hatte nach ersten Angaben Magnitude 3,7.

Update 9. Juli:
Ein Nachbeben der Stärke 3,5 in der vergangenen Nacht hat keine weiteren Schäden verursacht.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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