Erdbebengebiete Mitteleuropas Teil 2: Albstadt

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Nach (leider) längerer Pause, gibt es heute Teil 2 der „Erdbebengebiete Mitteleuropas“. Heute dran ist die Region um die Stadt Albstadt in Baden-Württemberg. Viel Spaß beim Lesen! 

STUTTGART 4 September 1978

ICH DACHTE DIE WELT GEHT UNTER!

Das Schwerste Erdbeben in Deutschland seit 35 Jahren, Fast ein Wunder: Nur Leichtverletzte

Auch einen Tag nach dem stärksten Erdbeben, von dem Deutschland seit 35 Jahren getroffen wurde, stehen viele Menschen in Baden-Württemberg noch unter einem Schock. Albstadt (30.000 Einwohner) sieht aus wie „nach einem Bombenangriff“. Fast ein Wunder: Die Naturkatastrophe forderte keine Toten, 25 Menschen wurden leicht Verletzt. Der Sachschaden soll sich auf mindestens 50 Millionen D-Mark belaufen.


Dies Stand am 4. September in allen Deutschen Zeitungen, denn in Albstadt hat sich wiedereinmal ein starkes Erdbeben ereignet. Am 3. September um 6.08 Uhr Morgens traf das Erdbeben mit einer Stärke von 5,7 Baden-Württemberg, deutlich Spürbar war es auch in Bayern Rheinland-Pfalz, in teilen von Frankreich und der Schweiz. Die Schäden waren enorm. Viele schwer Beschädigte Gebäude mussten abgerissen werden, über 6000 Gebäude wurden insgesamt Beschädigt. Neben den 25 Verletzten wurden auch über 100 Menschen Obdachlos. Später wurde bekannt das der Schaden noch höher liege, nämlich 275 Millionen D-Mark! Hätte sich dieses Ereignis nur wenige Stunden später gegeben, wären weit mehr Menschen verletzt, und eventuell getötet worden. Auf der Burg Hohenzollern die schwer beschädigt wurden, wären hunderte Touristen gewesen. Diese Burg war früher als das Heim des Deutschen Kaisers gedacht aber nur sehr selten benutzt,  gebaut und Eingeweiht 1867. Nach allen 3 Erdbeben musste sie Renoviert werden, am aufwendigsten war sie nach dem 3 Beben

Das Wort „wiedereinmal“ bezieht sich darauf dass es bereits 1911 und 1946 dort zu schweres Erdbeben gekommen ist. Im Jahr 1911 aktivierte das Erdbeben die Region, die wohl Tausende Jahre ohne Starkbeben ausgekommen ist. Somit war die Stärke auch gewaltig, 6,1. Damals war der Schaden nicht sehr groß, da dass Epizentrum weiter weg lag, und damals dort noch nicht so viele Menschen leben. 1946 folgte der nächste Schlag. Stärke 5,6, Schäden in Milliardenhöhe. Seit 1978 gibt es dort nur kleinere Beben bis stärke 4. Die Ruhe dauert bereits 35 Jahre, genausoviel wie zwischen dem ersten und dem zweiten Albstädter Erdbeben. Das bedeutet bald ist es wieder soweit und dann wird der Schaden mehrere Milliarden! betragen. 

Alle Erdbebenregionen Europas haben das Problem mit der Afrikanischen Platte. Dort wo sie direkt auftrifft (Italien, Griechenland, Türkei…), sind Erdbeben bekannt. Aber weiter nördlich hat man auch noch die Problemchen. Zwar ist die Stärke nicht so extrem, dennoch können die Beben gefährlich werden. Durch den Druck der nach Norden wandernden Afrikanischen Platte, überträgt sich die Spannung auf Mitteleuropa, an Schwächezonen kommt es dann zu den Erschütterungen.

Eine Fotostrecke Gibt es hier zu sehen=> Fotostrecke, Schäden nach Erdbeben in Albstadt

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Siehe Auch:
Erdbebengebiete Mitteleuropas Teil 1: Niederrhein


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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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