Erdbebenschwarm vor der Küste Tarapaca am 23.07.2013

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Am 23.07.2013 gab es vor der Küste Tarapaca einen Erdbebenschwarm .

Zwischen 20:16 UTC und 22:36 UTC gab es 7 Beben der Stärke 4,5+
    
Um 21:30 UTC   62km W  von Iquiqui,  Chile  Mag 4,6     Tiefe 21km
Um 21:12 UTC   64 km W von Iquique, Chile   Mag 4,6    Tiefe 10km
Um 22:36 UTC  68 km W von Iquique, Chile    Mag 4,4    Tiefe 30km
Um 19:27 UTC  55km  W von Iquique, Chile    Mag.4,7    Tiefe 19,2km
Um 16:24 UTC  69 km  W von Iquique,Chile    Mag. 4,5   Tiefe 30,9km
Um 13:29UTC   64 km W von  Iquique, Chile    Mag. 4,6  Tiefe 10km
Um 12:23 UTC  65km W  von Iquique, Chile     Mag.  4,5 Tiefe 33 km

 Am 24.7.um 13;29UTC  64 km W von  Iquique, Chile Mag. 4,6 Tiefe 10km

In der Region  Tarapaca im Norden von Chile gab es im Juli 2013 bereits 67 Erdbeben  mit Magnituden von 4,3 – 5,2 .Diese Beben wurden auch in Bolivien und Peru registriert. Schäden gab es nicht.

 Das Beben ereignete sich in einer geologisch besonders aktiven Region, wo die tektonische Platte von Nazca und die südamerikanische Platte aneinander stoßen. Bei dem letzten großen Erdbeben in Chile kamen am 13. Juni 2005 elf Menschen in der Umgebung von Tarapaca ums Leben.
Tarapacá besteht aus den beiden Provinzen Iquique und Tamarugal
Die Hauptstadt Iquique hat ca. 345,000 Einwohner.
Beim Erdbeben in Valdiva  ( s. Karte unten  am 22.Mai 1960 lag das Epizentrum in der Nähe von Lumaco 570km südlich von Santiago. Die Küste Chile´s wurde von 25m hohen Wellen  des Tsunamis getroffen. Sogar in 10,000km Enfernung betrugen die Wellen noch 10 m. Die verursachten Schäden beliefen sich zwischen 400 Mio – 800 Mio.Dollar.USGS schätzte die Todesopfer zwischen 5700 – 21,231,300

Hier ein paar Daten:
1575 Old Conception Isl     mag. 8,5   verursachte 1221 Tote
1868 Arica                           mag.  8,5                       25,000 Tote 
 1877 wurde die Stadt durch ein Erdbeben der Stärke 8,8 schwer getroffen . In Antofagasta wurden wesentliche Schäden gemeldet.   Der Tsunami brachte auch schwere Schäden in Peru – nord Chile- Hawaii und Japan. Er erreichte auf der anderen Seite des Pazifischen Ozean auch Austrralien,Neuseeland, Samoa, Tonga und Fidschi sowie nördlich des Äquadors  auch Hawaii, Mexico, Kalifornien , und Japan

1939 Chillian                           Mag. 8,3                               30,000 Tote    
1950 Puerto Montt Valdivia  Mag 8,5                                  1,000 Tote       
1960 Valdiva                           Mag. 9,5                                  5700 Tote   
1997 Pueblo Nuevo                Mag.7,1                                     300 Tote        
2010 Maule / Conception      Mag. 8,8                                    521 Tote

In dem Gebiet  Tarapaca wurde eine Wiederholzeit von 135 Jahren für große Erdbeben geschätzt, sodass ein großes Erdbeben mit ähnlichem Ablauf wie 1877 in der näheren Zukunft bevorstehen dürfte.

Chile liegt in einer Zone hoher seismischer und vulkanischer Aktivitäten, die sich rund um den Pazifischen Ozean erstreckt. In den Küstenregionen Chiles sind starke Erdbeben deshalb nicht ungewöhnlich, das Land gehört sogar zu den am stärksten von Erdbeben betroffenen Gebieten im zirkumpazifischen Raum.
Chile liegt am westlichen Rand der Südamerikanischen Platte,  an der konvergierenden Plattengrenze zur ozeanischen Nacza-Platte. Die beiden Platten bewegen sich im Jahr durchschnittlich etwa 63 Millimeter aufeinander zu, wobei die Nazca-Platte unter die kontinentale Platte geschoben wird. Die dabei im Untergrund auftretenden Spannungen entladen sich regelmäßig in unterschiedlich starken Erdbeben. Auch das schwerste jemals aufgezeichnete Erdbeben trat in Chile auf.
Aufgrund der Lage am Pazifischen Ozean haben schwere Erdbeben in Chile zumeist einen Tsunami zur Folge.

Tsunamikarte 2010

Erdbeben in Chile, Tsunami, Tsunamiwarnung, Santiago de Chile,Tsunamikarte 1960 Valdivia
File:Tsunami travel time Valdivia 1960.jpg

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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