Moderates Erdbeben im Süden von Gansu (China) – 34 Verletzte

Erneut ereignete sich ein Erdbeben in der chinesischen Provinz Gansu. Diesmal lag das Epizentrum im Süden der Region nahe der Stadt Wenxian.

Das Beben hatte nach Angaben der chinesischen Seismologiebehörde Magnitude 4,5 und eine Tiefe von 6 Kilometern. Die Epizentralregion ist dicht besiedelt. In der Region Wenxian, deren Hauptort nur 12 km entfernt ist, leben etwa 240.000 Menschen. Es ist mit leichten Schäden zu rechnen. Auch Erdrutsche sind aufgrund der Regenfälle der vergangenen Wochen möglich.
Ein Zusammenhang zum verheerenden Beben vor einigen Tagen weiter nördlich in Gansu besteht vermutlich nicht.

Update 27. Juli 06.00 Uhr:
Durch das Erdbeben waren 13 Gemeinden betroffen. Nach vorläufigen Angaben kam es dort zum Einsturz von 37 Wohnräumen. 2867 weitere wurden in unterschiedlichem Maße beschädigt. Es wurden mehrere Erdrutsche ausgelöst, die Straßen blockierten. Mindestens 5 Menschen wurden durch das Erdbeben leicht verletzt.

Update 09.44 Uhr:
Nach neuen Informationen wurden mindestens 10 Menschen erletzt. Überblick über die sonstigen Schäden:
184 Räume sind eingestürzt, 521 sind stark beschädigt, 5381 sind leicht beschädigt; darunter u.a. Schulen, Krankenhäuser und Tankstellen.
Viele Kilometer Straßen wurden von Erdrutschen zerstört, eine Brücke wurde beschädigt, Eisenbahnlinien wurden zerstört.
Mehrere Wasserleitungen wurden beschädigt
35.000 Menschen sind betroffen.

Update 11.01 Uhr:
Aktuell wird von 13 Verletzten berichtet. Neue Informationen zu den Schäden gibt es nicht.
Es sind bei dem Erdbeben auch 5 Nutztiere ums Leben gekommen.

Update 28. Juli
Insgesamt 33 Menschen wurden bei dem Erdbeben verletzt, einer von ihnen schwer. Es entstanden wirtschaftliche Schäden von umgerechnet 316.000 Euro.

Update 29. Juli:
Ein 34. Verletzter wurde berichtet. Neben den bisher berichteten Schäden wurden auch 18 Staudämme beschädigt und 51 Erdrutsche wurden ausgelöst.

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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.