Moderates Erdbeben in Kroatien – Spürbar in Slowenien und Bosnien-Herzegowina – Berichte von Schäden

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes

Um 14.58 Uhr ereignete sich in Kroatien ein Erdbeben, dass auch noch in der Hauptstadt Zagreb deutlich spürbar war. Nach vorläufigen Angaben von Geofon hatte das Erdbeben Magnitude 4,6. Die Behörden von Montenegro geben M 5,2 an. Das Epizentrum lag im Norden des Landes nahe der Grenze zu Slowenien, 110 km südlich von Ljubljana und 100 km südwestlich von Zagreb.
Der Teil der Region Karlovac, in der das Epizentrum liegt, ist nur dünn besiedelt und überwiegend von einer bewaldeten Hügellandschaft geprägt.

Epizentrum: Roter Kreis

Auch in Banja Luka in Bosnien-Herzegowina, sowie in Triest in Italien war das Beben noch deutlich spürbar.

Update 15.26 Uhr:
In den kroatischen Medien wird das Erdbeben mit Magnitude 4,4 angegeben, während die slowenischen Behörden von Magnitude 4,0 ausgehen.

Update 15.31 Uhr:
Verbreitet löste das Erdbeben Angst auf. Viele Menschen riefen den Notruf. Über Schäden gibt es aber noch keine Meldungen.
Vor allem in den Touristenregionen an der Küste, etwa 25 Kilometer von Epizentrum entfernt, kam es stellenweise zu Panik.

Wir erwarten Schäden, wenn überhaupt, nur im Umkreis von 10-20 Kilometern um das Epizentrum. (Siehe Kartenausschnitt)

Update 15.54 Uhr:
Neben den verängstigten Menschen gibt es auch viele, die dieses Beben mit Humor nehmen. So sei es zum Beispiel ein verspätetes Geschenk zum EU-Beitritt, wie ein Nutzer auf einer Nachrichtenseite kommentiert hat. Auch ein möglicher Tsunami wird mehr oder weniger ernst diskutiert.
Erdbeben sind normal in Kroatien und sie sollten als Teil des Lebens angesehen werden. Dies sollten auch Touristen begreifen, die dort Urlaub machen.

Update 16.02 Uhr: Die Zeitung dnevnik hat von einem Leser in Ogulin, 16 km vom Epizentrum entfernt, ein Bild erhalten, dass einen Riss in einer Mauer / Decke eines Hauses zeigt.

Update 16.16 Uhr: Es wird von Intensität VI bis VII am Epizentrum berichtet. Dies kann zu größeren Schäden führen.

Update 16.22 Uhr: Die Notrufzentralen teilten mit, dass viele Menschen von zerbrochenen oder beschädigten Fenstern durch das Erdbeben berichtet haben.

Update 16.31 Uhr: In der Küstenstadt Novi Vilodolski berichten Zeugen von einem beschädigten Balkon. Aus Ogulin gibt es weitere Meldungen über beschädigte Gebäude. Aber weiterhin basieren alle Informationen auf Zeugenaussagen. Offiziell bestätigt sind diese Schäden nicht.

Update 16.46 Uhr: Es sollte vielleicht erwähnt werden, dass die Schadensmeldungen, ob echt oder nicht, ausschließlich von Orten kamen, die weiter vom Epizentrum entfernt waren. Aus den kleinen Dörfern am Epizentrum, Krakar, Radojcici und Dreznica, gibt es noch keine Meldungen.

Update 16.54 Uhr: Die Schadensmeldungen, die lokale Medien von Zeugen aus Orugin erhalten, lassen in etwa erahnen, wie schlimm dieses Beben gewesen wäre, wenn das Epizentrum in dichter besiedelten Regionen stattgefunden hätte. Es werden „meterlange Risse“ in Häuserwänden berichtet. Andere sagen, ihre Häuser seien von „allen Seiten beschädigt“.
Die Bevölkerung der Region ist nicht sehr wohlhabend, für einige bedeutet die Zerstörung ihres Eigentums den finanziellen Ruin. Entsprechend groß ist die Verzweiflung.

Update 18.06 Uhr: Auch wenn es keine neuen Meldungen gibt, wollen wir die Medien bitten, im Sinne der Bevölkerung, ein wenig „sanfter“ zu sein. Wir haben Überschriften gesehen die sagen „Alles bricht zusammen“ oder „Es war furchtbar“. Die Menschen sind sowieso schon verängstigt, da muss sowas nicht sein.

Update 31. Juli, 12.20 Uhr:
Offiziell bestätigt sind nun leichte Gebäudeschäden in den Orten Orugin, Vitunj, Bertovic und Dreinica. Dabei soll es sich um Risse im Mauerwerk handeln, wie auch schon von Zeugen mitgeteilt wurde. Über einen beschädigten Balkon gab es keine weiteren Informationen.

Update 1. August:
Heute um kurz nach 12 gab es ein Nachbeben der Stärke 3, das erste größere überhaupt.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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