Zwei schwere Erdbeben in Papua Neuguinea

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Zeitpunkt des Erdbebens (UTC): 2013-07-07 18:35:31.0


Magnitude: 7.2


Tiefe: 378 km

Sachschaden: 0  (siehe Erdbebendatenbank)


Weitere Informationen:
Ein sehr starkes, aber sehr tiefes Erdbeben hat den Osten von Papua-Neuguinea erschüttert. Es ist nicht mit Schäden zu rechnen, das Epizentrum lag vor der Küste von Neu-Irland. Ein Tsunami wurde nicht ausgelöst.

Update 22:02 Uhr:
Im Bereich von Neu Irland kommt es zur Kollision der Indo-Australischen Platte mit der Pazifischen Platte. Dabei entstand ein komplexes System aus Mikroplatten, die sich in verschiedene Richtungen bewegen.
Die Hauptverursacher des heutigen Erdbebens sind die Salomonensee-Platte, die Südbismarck-Platte und die Nordbismarck-Platte. Von Bougainville bis Neu Irland kommt es zur Subduktion der Salomonensee-Platte und der Südbismarck-Platte, beides Randplatten der Australischen, unter die Nordbismarck-Platte und der dahinter liegenden Pazifischen Platte. Diese reicht aufgrund der hohen Geschwindigkeit von fast 9 cm pro Jahr bis in den Erdmantel, so dass das Gestein auch in der Tiefe noch so fest ist, dass solch starke Beben möglich sind.
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Zeitpunkt des Erdbebens (UTC): 2013-07-07 20:30:09.0 

Magnitude: 6.8


Tiefe: 61 km

Sachschaden: 0  (siehe Erdbebendatenbank)

Weitere Informationen:
Ein weiteres schweres Erdbeben hat Papua-Neuguinea getroffen. Diesmal war die Region New Britain betroffen. Das neue Beben war nur unwesentlich schwächer als das erste aber deutlich flacher. Die neue ShakeMap ergibt MMI VI für weite Teile von New Britain. Leichte Schäden sind nicht ausgeschlossen.
Die Insel New Britain ist überwiegend von Regenwald bewachsen, es finden sich nur wenige Dörfer und Städte, wo Schäden möglich sind. Dabei ist auch zu beachten, dass ein solches Erdbeben nichts außergewohnliches ist, eher fast schon alltäglich. Daher sind keine großen Schäden zu erwarten.
Auch in der Hauptstadt Port Moresby war das Beben deutlich spürbar.

Update 23.10 Uhr:
Die Epizentren der beiden Erdbeben liegen etwa 500 Kilometer auseinander. Da ist die Frage, ob ein Zusammenhang besteht. Ein M 7,2 kann schwere Nachbeben haben, aber diese Distanz und M 6,8 ist nicht normal. Daher könnte es auch Zufall sein, zumal beide Beben unterschiedliche Entstehungsbereiche haben und auch die Plattenbewegung unterschiedlich ist.

Update 23.33 Uhr:
Eine neue vom USGS veröffentlichte ShakeMap gibt eine höhere Intensität an. Das Maximum liegt nun bei MMI VII. Das erhöht das Risiko für Schäden.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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