China: Mehrere starke Erdbeben in Tibet – Tausende Häuser beschädigt oder zerstört, 87 Verletzte

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In der vergangenen Nacht wurde die chinesische Provinz Xizang (Tibet) von mehreren Erdbeben erschüttert, das stärkste der Serie hatte gestern Abend um 23.23 Uhr MESZ Magnitude 6.1, nach Angaben der chinesischen Behörden. (Tiefe: 10 km) Zwei Vorbeben der Stärke 4,4 und 3,4 ereigneten sich am Nachmittag.
In der Nacht folgten weitere Erdbeben mit Magnitude 5.1, 4.9, 4.0 und mehrere kleinere. Insgesamt seien mehr als 60 Erdbeben registriert wurden.
Die Region Tibet ist nur dünn besiedelt. Dennoch gibt es Hinweise auf Schäden. In einem Dorf seien mehrere Häuser eingestürzt, wie ein Reporter meldet. In einem weiteren könnte es nach Angaben eines Dorfbewohners Verletzte gegeben haben. Die Situation ist aber sehr unübersichtlich. Erdrutsche ereigneten sich, weshalb die Rettungskräfte noch keinen Zugang zu dein meisten Orten hatten. Zudem ist die Telekommunikation gestört.
In der nächsten größeren Stadt Qamdo, etwa 100 km nordwestlich, hat es keine Schäden gegeben.

Update 07.13 Uhr:
Die Rettung wird zur Zeit überwiegend von den Betroffenen selbst organisiert. Die staatlichen Retter haben immense Probleme die betroffenen Orte zu erreichen, da in den steilen Tälern des Himalaya viele Straßen zerstört wurden.

Update 08.59 Uhr:
Nach aktuellen Medienberichten sind mindestens 21 Häuser eingestürzt. Über Verletzte gibt es keine Meldungen. Die meisten Dörfer konnten mittlerweile via Satellitentelefon kontaktiert werden, die Rettungskräfte haben aber weiter Probleme Truppen in die Region zu senden. 3 Dörfer sind noch komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Von dort gibt es keine Informationen.

Update 10.35 Uhr:
Ein weiteres Beben der Stärke 4,5 traf die Region.
Die 21 eingestürzten Häuser sind nur die Schäden aus einem Dorf. Was in den anderen Dörfern der Gegend passierte ist noch unklar.

Update 12.58 Uhr:
Aus einem anderen betroffenen Dorf werden nun auch eingestürzte Gebäude gemeldet. Details sind nicht bekannt.

Update 13.37 Uhr: Die Rettungsteams haben die Katastrophenregion bereits erreicht und konnten Hilfsgüter wie Zelte und Decken, sowie Nahrung und Trinkwasser liefern. Alle 12 Dörfer in der Epizentralregion wurden durch das Erdbeben in unterschiedlichem Maße beschädigt.

Update 13. August, 07.21 Uhr:
Nach aktuellen Medienberichten sind mindestens 200 Zimmer bei dem Erdbeben eingestürzt. Zudem soll es mehrere Verletzte gegeben haben. Details dazu sind aber noch nicht bekannt.

Update 15.24 Uhr:
Nach Angaben von Xinhua wurden mindestens 87 Menschen verletzt. 570.000 waren betroffen.

Update 14. August 09.17 Uhr:
Mehr als 45.000 Wohneinheiten wurden bei dem Erdbeben in unterschiedlichem Ausmaß beschädigt. Hunderte Kilometer Straßen und Rohrleitungen wurden beschädigt oder zerstört, überwiegend von den etwa 100 vom Erdbeben ausgelösten Erdrutschen.

Update 15. August 09.12 Uhr:
Insgesamt seien 48.112 Wohneinheiten beschädigt oder zerstört worden.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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