Erdbeben im Norden von Yunnan – 113 Häuser eingestürzt, tausende beschädigt

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Ein Erdbeben der Stärke 5,1 ereignete sich nach lokalen Behördenangaben gestern Abend um 22.45 Uhr im Norden der Chinesischen Provinz Yunnan, nahe der Grenze zu Sichuan und Tibet. Es ereignete sich in einer Tiefe von 9 km. Einige Stunden später folgte ein Nachbeben der Stärke 4,4.
Durch das Erdbeben wurden in der glücklicherweise nur dünn besiedelten Epizentralregion dutzende Häuser beschädigt, einige stürzten Teilweise oder vollständig ein. Erdrutsche traten auf und zerstörten Straßen und Versorgungsleitungen. Einige Orte sind deswegen von der Außenwelt abgeschnitten. Rettungskräfte sind vor Ort im Einsatz. Es gibt noch keine Meldungen über Verletzte. Etwa 4000 Menschen sind betroffen.

Update 09.28 Uhr:
Mindestens 36 Häuser sind nach Medienberichten eingestürzt. Mehrere hundert wurden beschädigt. Etwa 10.000 Menschen sind direkt oder indirekt von dem Beben betroffen.
Der Katastrophenschutz hat tausendfach Zelte, Decken und Nahrungsmittel in die Region geschickt, um die Oper zu versorgen.

Update 16.44 Uhr:
Mindestens 56 Häuser sind nach neuen Medienberichten eingestürzt. Über 300 weitere wurden beschädigt.

Update 29. August 09.51 Uhr
Die wirklichen Auswirkungen des Erdbebens sind mal wieder deutlich verheerender, wie anfangs angenommen. Die neuen (immer noch vorläufigen) Zahlen aus Yunnan und Sichuan sehen so aus:
113 Häuser eingestürzt
2118 Häuser schwer beschädigt
11115 Häuser allgemein beschädigt
52617 Menschen betroffen, davon 9220 obdachlos
Dazu schwere Schäden an der Infrastruktur: Zerstörte Straßen, Bodenrisse, unterbrochene Versorgungsleitungen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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