Schweres Erdbeben in Neuseeland (Marlborough Country) – Schäden auf der Südinsel ; Mindestens 5 Verletzte

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16. August
Als Teil des Erdbebenschwarmes in der Cook-Strait, nur diesmal im Norden der Südinsel kam es um 4.31 Uhr zu einem schweren Erdbeben der Stärke 6,8. GeoNet nennt Magnitude 6,6. Es folgten mehrere Erdbeben über Magnitude 5, eines erreichte Magnitude 5,7..
Dieses Beben war in fast ganz Neuseeland spürbar, auch in Wellington, was nur 70 km nördlich des Epizentrum liegt. Dort gingen viele Menschen auf die Straße, auch in anderen Städten wurden Gebäude evakuiert und der öffentliche Nahverkehr angehalten.
Bislang wurden nur kleinere Schäden wie Risse in Mauern offiziell bestätigt. Auch Erdrutsche und beschädigte Straßen sowie Stromausfälle werden gemeldet.

Die nebenstehende Karte zeigt die Lage des bisherigen größeren Nachbeben. Man sieht, wie sich die Epizentren im Vergleich zu den Beben vor einigen Wochen nach Süden verlagert hat.

Mehrere Häuser in der Nähe von Seddon sollen teils schwer beschädigt worden sein.

Update 06.46 Uhr:
Aus Wellington werden zur Zeit keine größeren Schäden gemeldet, nur einige leichte Gebäudeschäden, die sie auch verbreitet rund um Seddon (Südinsel) aufgetreten sind.

Update 06.50 Uhr:
Einige der von Geonet aufgezeichneten Nachbeben hatten teilweise ihr Epizentrum im Norden der Cook Strait oder sogar im Inland der Nordinsel. Dass es sich dabei um Messfehler handelt ist nicht ausgeschlossen.

Update 07.06 Uhr:
Aus Wellington wird ein Verkehrschaos gemeldet. Einsatzfahrzeuge fahren durch die Straßen, der Nahverkehr ist unterbrochen und Menschen versuchen von ihrem Arbeitsplatz nach Hause zu fahren, wobei die Straßen durch Menschen blockiert werden, die ihre Häuser verlassen haben.

Update 07.19 Uhr
Twitter Bilder belegen, dass ein Haus in Marlborough fast eingestürzt ist. (Bild) Die Bewohner des Hauses wurden anscheinend nicht verletzt.
Neben vielen Wohnhäusern und Straßen wurde auch ein Krankenhaus beschädigt, die Schäden dort sind aber nicht gravierend, so dass keine Evakuierung notwendig war.

Update 07.29 Uhr
Im Blenheim werden zur Zeit zwei Menschen wegen leichter Verletzungen durch das Erdbeben behandelt.

Starked Nachbeben Magnitude 6

Update 07.35 Uhr
Ein weiteres Nachbeben der Stärke 6,3 (vorl. Geonet) hat die Region vor wenigen Minuten getroffen. Ein weiteres der Magnitude 6,2 ereignete sich 2 Minuten früher, dies könnte aber eine Fehlmeldung sein.

Update 07.44 Uhr
Die Nachbeben hatten nur geringe Tiefen, neue Schäden sind wahrscheinlich.
Durch das Hauptbeben wurden in Blenheim 2 Brücken beschädigt und geschlossen.
In Wellington wurde unter anderem auch die Universität evakuiert und vorübergehend geschlossen.

Update 07.56 Uhr
Die Häuser im Ort Seddon direkt am Epizentrum wurden nach dem Hauptbeben alle untersucht, es wurden verbreitet Schäden an Dächern, Wänden und Schornsteinen festgestellt. Aber kein Haus ist eingestürzt und kein Verletzter wurde berichtet.

Luftbild Seddon (Google Earth 2004)

Update 07.58 Uhr
GeoNet hat das Nachbeben auf Magnitude 6,0 korrigiert.

Update 08.11 Uhr
Weitere Nachbeben der Stärke 5,2 und 5,1 wurden registriert.
In einer Schule in Seddon wurde mittlerweile ein Notfalllager eingerichtet, wo Menschen die nicht in ihre Häuser zurückkehren können (oder wollen, heute gab es bereits 5 Erdbeben mit Intensität VII-VIII, weitere sind wahrscheinlich) die Nacht verbringen können.

Update 8.42 Uhr:
Um das Verkehrschaos in Wellington zu umgehen werden vermehrt Fähren eingesetzt um Menschen in Stadtteile auf die andere Seite der Hafenbucht zu bringen.

Update 09.10 Uhr:
Ein weiteres Nachbeben der Stärke 5,5 wurde um 8.55 Uhr registriert. Das Epizentrum lag diesmal einige Kilometer vor der Küste. Minuten vorher nochmals 2 Beben der Stärke 5,2.

Update 09.25 Uhr:
Viele tausend Menschen in Marlborough werden die Nacht im Dunkeln verbringen, da die Stromversorgung noch nicht wieder hergestellt ist. Wahrscheinlich werden sowieso die meisten Menschen die kommenden Stunden im Freien oder in Autos verbringen.

Update 09.55 Uhr:
In lokalen Medien wird dargestellt, dass neben den bereits erwähnten Verletzten weitere Menschen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen mussten, überwiegend wegen der Panik, die durch die vielen intensiven Nachbeben verstärkt wird. Es wird in den nächsten Tagen sicher eine genaue Zahl dieser Menschen veröffentlicht werden.

Update 10.45 Uhr:
Um 10.38 Uhr das nächste Nachbeben der Stärke 5,4. Diesmal vor der Küste, aber wieder deutlich spürbar.

Update 17. August, 08.36 Uhr
Die Nachbeben haben in der vergangenen Nacht vorerst nachgelassen, die Aufräumarbeiten haben begonnen. In Seddon wurde nahezu jedes Haus beschädigt, jedoch wurde keines komplett zerstört.
Blockierte Straßen können teilweise wieder befahren werden. Alle schwer betroffenen Menschen konnten in Notunterkünfte gebracht werden, während die Gebäude wieder aufgebaut werden.
Durch das Beben mussten insgesamt 5 Menschen wegen Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden.

Update 11.29 Uhr:
Erneut ein starkes Nachbeben: Geonet hat um 10.59 Uhr ein weiteres Beben der Stärke 5,5 registriert. Dieses Beben war mit 20 km deutlich tiefer als die vorherigen.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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