Starkes Erdbeben in Xinjiang, China – Epizentrum direkt bei Urumqi – Verbreitet Gebäudeschäden

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In der nordchinesischen Provinz Xinjiang trat um 7.27 Uhr MESZ nach Angaben desEMSC ein Erdbeben der Stärke 5.5 auf. Lokale Behörden nennen M 5.1 und eine Tiefe von 12 km. Das Epizentrum lag dabei auf dem Stadtgebiet der Millionenstadt Urumqi!

Update 08.40 Uhr
Bilder, die Einwohner von Urumqi und den Vororten über Microblogging Netzwerke (ähnlich wie Twitter) verbreiten, zeigen Risse in Wänden, teils größere, die sich über mehrere Etagen (an Außenmauern) ziehen. Öffentliche Gebäude wurden evakuiert.

Update 09.39 Uhr:
Die bisher veröffentlichten Bilder zeigen überwiegend leichte bis moderate Schäden. In Mauern traten Risse auf, Putz und Fliesen fielen von Wänden und Decken, die Spitze eines Minatetts steht schief, (Bild mit Link auf unserer Facebook-Seite) Gegenstände fielen von Regalen, etc.
Bewohner geben zudem an, dass in mehreren Häusern größere Risse auftraten, Wände teils vollständig eingerissen sind.
Der Katastrophenschutz hat Notfallmaßnahmen gestartet, um die genauen Schäden zu beurteilen.

Update 11.02 Uhr:
Noch immer gibt es keine genauen Zahlen, aber immer mehr Bilder und Zeugenaussagen tauchen auf, wonach an vielen Orten in Urumqi Schäden gemeldet werden. Einige Vordächer (von Supermärkten zum Beispiel) sollen eingestürzt sein.
Von der Bodenbeschaffenheit sollte es die meisten Schäden in den nördlichen Vororten von Urumqi geben. Weicher Sandboden erhöht dort die zerstörungskraft der seismischen Wellen, zudem sind die Gebäude dort schwächer gebaut. Die Innenstadt von Urumqi steht auf sicherem Fels. Zudem sind die Gebäude dort überwiegend erdbebensicher erbaut. Dennoch hat unter anderem das Regierungsgebäude (Urumqi, auch Ürümqi, Urumchi oder Urumtschi, ist die Hauptstadt von Xinjiang) einen Riss erhalten.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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