Schweres Erdbeben im Süden von Peru – Spürbar in Lima – Mehrere Häuser in Acari eingestürzt – Mindestens 29 Verletzte

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25. September 2013
Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes
Vor der Küste des südlichen Peru kam es um 18.42 Uhr zu einem starken Beben mit Magnitude 6.8. Das Epizentrum lag 60 km vor einem dünn besiedelten Küstenabschnitt. Dort sind Schäden möglich. Eine Tsunami-Warnung gibt es nicht, ein kleiner lokaler Tsunami (einige Zentimeter Höhe) kann aber nicht ausgeschlossen werden.
Das Erdbeben war bis nach Lima und Cusco spürbar.

Update:
Eine Tsunami-Boje vor der peruanischen Küste zeigt eine geringe Veränderung des Meeresspiegels. Dieses ist aber vermutlich eine Fehlmeldung aufgrund der seismischen Wellen.

Update:
USGS hat das Beben auf M 6.6 nach unten korrigiert, dafür läge das Beben deutlich näher an der Küste. Wir warten auf die ShakeMap.

Update:
Auch in Arequipa (Stadt) war das Beben deutlich spürbar. Die Region Arequipa, vor deren Küste das heutige Epizentrum lag, war im Sommer von starken vulkanischen Beben betroffen.

Update:
Die ShakeMap gibt maximal Intensität VI an. Dies kann zu Schäden führen, allerdings leben in der entsprechenden Region nur etwa 4000 Menschen.

Update:
Die peruanischen Behörden geben übrigens Magnitude 6.9 an. Die Tiefe läge bei 30 km, normal für ein Subduktionsbeben.

Update:
Medien berichten, dass in einigen Städten Panik ausgebrochen ist und Menschen auf die Straßen gingen.

Update:
Keine gute Nachricht. USGS hat die Magnitude auf 7.0 nach oben geschraubt. Entsprechend auch eine hörere Intensität (VII). Zudem bestünde nun die Möglichkeit eines lokalen Tsunamis, eine Wellenhöhe von 1 Meter wird geschätzt.

Update:
Nach Medienberichten sind in Arequipa (Region Acari) mehrere Gebäude beschädigt worden. Es gibt sogar unbestätigte Meldungen von eingestürzten Gebäuden.



Update:
Mehrere Straßen wurden von Erdrutschen blockiert. Besonders betroffen die Region um den Vulkan Chachani.

Update:
Die peruanischen Behörden geben für die Stadt Acari, wo Gebäude beschädigt wurden und die sich nahe der Küste befindet, Intensität VI an.

Update:
Auch einige Schulgebäude wurden bei dem Erdbeben beschädigt. Details liegen noch nicht vor.
Selbst in der nordchilesischen Region Arica war das Beben spürbar.
Informationen über einen Tsunami haben wir bislang nicht, so dass wir wohl davon ausgehen können, dass es keinen großen gab.

Update:
Ein Teil der berühmten Panamericana wurde bei dem Beben durch einen Erdrutsch / Steinschläge beschädigt und ist auf mehreren Kilometern Länge unbefahrbar.

Update:
Es ist bestätigt, dass mehrere Häuser in Acari eingestürzt sind. Die betroffenen Häuser sind aus Lehmziegeln gebaut und entsprechend nicht erdbebenresistent.
Informationen über Verletzte liegen nicht vor.


Update:
Auch in der Region Caraveli sind mehrere Häuser eingestürzt. (Bild)


Update:
Die peruanischen Behörden haben einen Tsunami ausgeschlossen.

Update:
Mindestens 6 Menschen wurden beim Einsturz eines Hauses in Paucar del Sara Sara in Ayacucho verletzt.


Update: Neben den zerstörten oder teilweise zerstörten Häusern in einigen Teilen des Landes gibt es bisher keine weiteren Details zu Schäden oder Verletzten. Wichtig zu erwähnen ist aber, dass die wirtschaftlich bedeutenden Kupferminen im Süden von Peru nicht vom Erdbeben betroffen sind.
Bislang kam es übrigens noch zu keinen nennenswerten Nachbeben.

26. September
Update:
12 Menschen wurden beim (teilweisen) Einsturz ihrer Häuser verletzt. 19 Familien haben ihre Häuser verloren:
Zudem gibt es noch inoffizielle Meldungen von 3 Toten und 12 Verletzten beim Einsturz einer Mine im Süden von Peru. Andere Medien berichten von nur einem Bergmann, der Unter Tage verschüttet ist.


Update: Die drei Opfer beim Mineneinsturz waren eine Fehlmeldung.

Update: 14 Verletzte durch das Erdbeben werden zur Zeit berichtet. 8 in der Region Arequipa und 6 in der Nachbarregion Ayacucho. Dazu kommen möglicherweise noch 12 Verletzte aus dem Minenunglück, die dortige Situation ist noch unklar.
In einigen Orten im Norden von Arequipa wurden bis zu 30% aller Wohnhäuser beschädigt.

Update: Der Peruanische Civilschutz berichtet 16 Verletzte, entgegen früherer Berichte nur 4 in der Region Ayacucho, die anderen in Arequipa.
54 Häuser sind unbewohnbar, 4 eingestürzt. 384 weitere wurden beschädigt. Weiterhin wurden 57 Schulgebäude beschädigt.

27. September:
Offizielle Angaben sind nun bei 14 Verletzten. Möglicherweise kam es zu einer Doppelzählung.
Zudem wurden mehr als 1000 Gebäude beschädigt. 186 wurden schwer beschädigt und mehrere hundert Menschen mussten evakuiert werden.

29. September:
29 Menschen wurden bei dem Erdbeben verletzt, knapp 1000 mussten ihre Häuser verlassen. 236 Gebäude sind unbewohnbar bzw. eingestürzt.
wird fortgesetzt…

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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