Erdbebenschwarm vor der spanischen Küste

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Bereits vor Wochen haben wir über diese ungewöhnliche seismische Aktivität vor der Küste von Katalonien und Valencia berichtet. Nun hat sich der Schwarm erneut intensiviert.
Seit gestern Morgen hat das IGN 66 Erdbeben über Magnitude 1,5 registriert. Einige davon über Magnitude 3, das stärkste mit Magnitude 3.9. Einige dieser größeren Beben waren in den nahe gelegenen Orten Vinaros und Benicarlo spürbar. Schäden wurden keine gemeldet.
Über die Ursache der Beben ist noch nichts klar. Spekuliert wird, dass Gaslagerung vor der Küste diese Erdbeben ausgelöst haben könnte. Jedoch wurde diese schon vor 13 Tagen, nach dem letzten Höhepunkt des Schwarmes, gestoppt.

Update 1. Oktober:
Das bislang stärkste Erdbeben dieses Schwarmes hat sich um 5.32 Uhr ereignet. Mit Magnitude 4.2 war es deutlich an der Küste spürbar. Informationen über Schäden gibt es nicht.
Viele weitere kleinere, nicht spürbare Beben ereigneten sich in den vergangenen Stunden.

Update 2. Oktober
Seit gestern Morgen wurden knapp zwei Dutzend weiterer Erdbeben registriert. Nur eines davon, ein Beben der Stärke 2.9 heute morgen, war an Land spürbar.
Das untermeerische Erdgaslager ist als Ursache für die Erdbeben bestätigt. Jedoch kann keiner sagen, wie sich die Situation weiter entwickelt. Große Erdbeben wurden ausgeschlossen, aber auch die kleinen können vor allem für die Anwohner eine mentale Belastung werden. Häufige kleine Beben können auch zu leichten Gebäudeschäden führen.
Die Ferieninsel Mallorca, Palma liegt 180 km vom Epizentrum entfernt, wäre nur bei größeren Beben über Magnitude 5 von den Beben betroffen, wobei es selbst dann nicht zu Schäden käme.

Update 3. Oktober 08.13 Uhr
Zwei weitere größere, an der Küste spürbare Beben mit Magnitude 3.8 und 3.9 ereigneten sich in der vergangenen Nacht. Dazu gab es mehrere kleinere.

Update 11.24 Uhr:
Eines der beiden nächtlichen Beben wurde auf Magnitude 4.1 nach oben gestuft.
Experten rätseln zur Zeit darüber, wie genau es zu den Erdbeben kommen konnte, und was noch alles passieren kann. Im schlimmsten Fall sei durch untermeerische Verschiebungen sogar ein Tsunami denkbar. Aber wie wahrscheinlich so ein Szenario ist, ist nicht klar. Weitere Erdbeben werden auf jeden Fall erwartet.

Update 4. Oktober:
Heute gab es vor der Küste weitere Erdbeben bis Magnitude 3.8, wieder deutlich an Land spürbar. Die Verunsicherung die Menschen wächst. Auch die Ratlosigkeit der Seismologen über die weitere Entwicklung des Phänomens verstärkt dies. Zudem gibt es vermehrt Warnungen, teils von den Medien, teils von Offiziellen, dass ein großes Beben mit folgendem Tsunami bevorstehen könnte. Dies wäre für die Küstenorte verheerend, nicht nur, weil dann auch der wichtige Wirtschaftszweig Tourismus drunter leiden würde.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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