Moderates Erdbeben in Österreich nahe Wien – Spürbar bis in die Slowakei, Tschechien und Ungarn – Leichte Schäden

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes
Um 19.17 Uhr kam es im Osten von Österreich erneut zu einem Erdbeben. Es hatte nach ersten Angaben Magnitude 4.2. Es war deutlich in Wien spürbar. ZAMG ist aufgrund der hohen Besucherzahl nicht zu erreichen. Daher gibt es noch keine genauen Daten zu dem Beben. Anhand unserer Zugriffe ist aber zu vermuten, dass das Epizentrum an der ungarischen Grenze lag, ähnlich wie das Beben vor zwei Wochen.

Update 19.25 Uhr:
EMSC nennt nun Magnitude 4.4. Das Epizentrum läge 25 km südlich von Wien im Bundesland Niederösterreich bei Ebreichsdorf.

Update 19.31 Uhr: Erste Zeugenberichte, die wir erhalten haben, sagen aus, dass das Beben in Wien deutlich spürbar war. Ebenso in anderen Orten. Informationen über Schäden liegen uns noch nicht vor.

Update 19.36 Uhr: Nebenstehend eine Karte der ungefähren Epizentralregion. Dort sind durch das Beben leichte Schäden möglich. (Risse im Putz, etc.)

Update 19.38 Uhr: EMSC hat das Epizentrum leicht nach Süden korrigiert, nun 27 km von Wien entfernt. Die genaue Lage des Epizentrums wird erst später bekannt sein.

Update 19.40 Uhr: Laut Zeugenberichten schien das Erdbeben sehr ähnlich dem von vor 2 Wochen gewesen zu sein. (Siehe Link Oben) Eventuell sogar ein wenig stärker. Daher scheint es wahrscheinlich, dass es erneut leichte Schäden gab. In diesem Jahr gab es bereits 3 Schadenbeben in Österreich. (Siehe Erdbebendatenbank)

Update 19.48 Uhr: Auch im Süden von Tschechien war das Erdbeben spürbar, daher vermutlich auch in Ungarn und der Slowakei, auch wenn es von da noch keine Zeugenberichte gibt. Sollten wir Leser von dort haben, die das Beben gespürt haben, würden wir uns über Rückmeldung (Kommentar) freuen.

Update 19.51 Uhr: ZAMG nennt Magnitude 4.2, somit sei das Beben schwächer als das letzte. Dennoch sind Schäden möglich.

Update 19.53 Uhr: Wir sehen, dass viele Menschen aus der Region ein wenig verängstigt sind wegen der beiden Beben. Dazu ist zu sagen, dass der Osten von Österreich eine Erdbebenregion ist, wo solche Beben keine Seltenheit sind. Daher ist es auch nicht außergewöhnlich, dass es zwei Beben innerhalb kurzer Zeit gibt. Dies bedeutet nicht, dass ein größeres bevorsteht, auch wenn dies natürlich immer passieren kann. Damit muss man immer rechnen, wenn man dort lebt. Vorbereitung und richtiges Verhalten im Ernstfall ist das Wichtigste. Die Gebäude in Österreich sind auch entsprechend resistent gebaut.

Update 20.06 Uhr: Die lokalen Medien berichten noch nicht von möglichen Schäden, auch bei der Feuerwehr seien noch keine Meldungen eingegangen.
Wir bitten unsere Leser, uns mitzuteilen (Kommentar oder Email), wenn es bei ihnen Schäden gab, was wir nicht hoffen. Dies betrifft Risse im Putz oder im Mauerwerk, herabgefallene Dachziegel, beschädigte Schornsteine, zerbrochene Fenster, Risse in Boden und Decke, etc. Vielen Dank.

Update 20.09 Uhr: Heute morgen hat es in der Epizentralregion bereits zwei kleine Beben gegeben. Ob diese spürbar waren, wissen wir nicht. Die Magnituden werden mit 2.1 bzw 2.0 angegeben. Auf jeden Fall zu klein für Schäden.

Update 20.32 Uhr: Auch in Györ (Ungarn) war das Beben spürbar.

Update 20.43 Uhr: Noch immer keine Informationen über mögliche Schäden, was aber auch an der späten Stunde liegen kann. Wenn es Dunkel ist, sind Risse im Putz weniger gut zu sehen.
In den Sozialen Netzwerken hat sich die Stimmung der erdbebenerfahrenen Österreicher überwiegend von „leicht erschrocken“ zu „humorvoll“ gewandelt. Anstelle von Schäden wird das das Beben mit den Wahlen am Wochenende in Verbindung gebracht. Auch ein Zeichen, dass die Schäden, wenn es denn welche gibt, nicht ernst sind.

Update 20.48 Uhr: Was noch auffällt und was anfangs vielleicht ein bisschen Besorgnis ausgelöst hat, ist das Statement von ZAMG, wonach ein Beben dieser Stärke bei sehr anfälligen Gebäuden zu ernsten Schäden führen kann. Dies ist korrekt, ein Blick in die Erdbebendatenbank beweist dies. Jedoch sind solche Gebäude überwiegend in Ländern wie China oder Indien zu finden. Österreich hat glücklicherweise kaum solcher Gebäude.

Update 21.42 Uhr: monatsrevue zeigt Bilder von leichten Schäden durch dieses Beben. Risse im Putz und Mauern sind zu sehen, aufgenommen innerhalb von Gebäuden.

Update 22.00 Uhr: Ein Nachbeben der Stärke 2.7 ereignete sich um 21.42 Uhr. Dieses war wahrscheinlich nicht in Wien spürbar. ZAMG nennt Magnitude 2.9.

Update 3. Oktober, 08.11 Uhr: Aus Ebreichsdorf werden einige (leicht) beschädigte Häuser gemeldet. (Risse in Mauern) In Wien selbst gab es keine Schäden.

Update 15.13 Uhr:
Nach der Auswertung der Schäden kann man sagen, dass nichts ernstes dabei ist. Bis auf einzelne Mauerrisse und zerbrochene Fenster kam es nur zu oberflächlichen Schäden wie herabgefallene Gegenstände, eingerissener Putz oder eingerissene Tapete. Diese Schäden konzentrieren sich nur auf die Orte in der unmittelbaren Nähe zum Epizentrum. Niemand wurde bei dem Erdbeben verletzt.
wird fortgesetzt…

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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