Nachtrag weiterer Schadenbeben

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Bei unseren üblichen Recherchen sind wir auf weitere Schadenbeben der letzten Monate gestoßen, die bislang nicht in unsere Datenbank und Berichterstattung eingeflossen sind. Hier eine Übersicht:
(Ein paar dieser Informationen haben wir bereits am Nachmittag auf Facebook und Twitter verlöffentlicht)

November 2012 bis Januar 2013: Ein Erdbebenschwarm in Sri Lanka (Stauseeinduziert) hat nach Angaben von Zeugen Risse in Mauern verursacht. Offiziell sind jedoch keine Schäden durch das Erdbeben bestätigt. Behörden sehen die entstandenen Risse als normale Verschleißerscheinungen an schlecht gebauten Häusern. Begründung: Es gab keine zerstörten Fenster.
Wir sehen es anders, da die Begründung nicht ausreichend ist. In den vergangenen Monaten haben wir bei vielen Beben gesehen, dass es zu Rissen in Wänden gekommen ist, obwohl die Fenster unbeschädigt blieben.

24. Januar 2013: Ein Erdbeben der Stärke 4.5 in Kolumbien verursachte einen Riss in einer Straße.

7. Februar 2013: Nach starken Regenfällen in Westbengalen (Indien) entstand, vermutlich durch Einbruch unterirdischer Hohlräume, ein Erdbeben unbekannter Stärke, bei dem 60 Häuser beschädigt wurden. Einige dieser Häuser mussten evakuiert werden.

20. Februar 2013: Auf einer Insel in Südaustralien (Kangoroo Island) ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 3.5, bei dem kleine Risse in mehreren Häusern entstanden.

2. März 2013: Drei Erdbeben bis Magnitude 4 in der Dominikanischen Republik haben mehrere Gebäude beschädigt.

2. März 2013: In mehreren Städten in der Indischen Region Assam (evtl auch in Teilen von Bangladesch) kam es zu Schäden nach einem Erdbeben der Stärke 5.2.

4. / 5. März 2013: Mehrere Wohnhäuser und eine Schule wurden bei einem Doppelbeben (Magnitude 4.7 und 4.8) im Süden der indonesischen Insel Sumatra beschädigt. Die Schule wurde evakuiert.

9. April 2013: Ein Erdbeben unbekannter Stärke hat im Nordosten der Insel Java (Indonesien) mindestens 11 Häuser leicht beschädigt.

16. April 2013: In der russischen Kaukasusregion Dagestan ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 4.9, direkt an der Küste des Kaspischen Meeres. Viele Gebäude wurden bei dem Erdbeben beschädigt, ein paar sind teilweise eingestürzt.

21. April 2013: Einige Gebäude, überwiegend Schulen und Kindergärten, wurden bei einem Erdbeben der Stärke 3.9 in Aserbaidschan beschädigt.

2. Mai 2013: Durch ein Erdbeben der Stärke 3.1 im australischen Bundesstaat Victoria entstand ein Riss im Fußboden eines Hauses.

13. Juni 2013: Mindestens 25 Gebäude auf der indonesischen Insel Java wurden bei einem Erdbeben der Stärke 6.7 (wir berichteten) beschädigt.

15. August 2013: Ein Doppelbeben im Norden von Sizilien beschädigte mehrere Gebäude.

August / September 2013: Eine Serie von leichten, vermutlich bergbauinduzierten Erdbeben im Osten der Ukraine verursachte Ende August und Anfang September leichte Schäden an vielen Gebäuden. Das stärkste Beben dieser Serie ereignete sich am 4. September.

25. September 2013: Nach einem Erdbeben der Stärke 3.6 in der Mitte Frankreichs, traten Risse in den Wänden eines Wohnhauses auf.

5. Oktober 2013: Das starke Beben der Stärke 5.5 in Rumänien (wir berichteten) verursachte Schäden an mehreren Gebäuden in Odessa (Ukraine) und Chisinau (Moldawien).

Diese vielen Beben, teils mit unbekannter Magnitude, zeigen, dass es deutlich mehr Schadenbeben auf der Welt gibt, als allgemein bekannt. Selbst unsere Datenbank, die mittlerweile schon gut 270 Erdbeben umfasst, ist nicht vollständig.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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