Schadenbeben in Indonesien und Bolivien

Die Ereignisse auf den Philippinen, übrigens das (bislang) dritttödlichste Schadenbeben im Jahr 2013, dominieren in dieser Woche die Berichterstattung. Dennoch hat es auch an anderen Orten gebebt, teils mit schweren Schäden.
Über die Erdbeben in Yunnan (1000 Gebäude beschädigt) und Iran (20 Häuser eingestürzt) haben wir bereits berichtet. Weitere Schadenbeben gab es diese Woche in Indonesien und Bolivien.

Das Erdbeben in Indonesien ereignete sich bereits am Montag um 11.22 Uhr MESZ. Betroffen war der Südosten der Insel Sulawesi. Nach Angaben der lokalen Behörden hatte das Erdbeben Magnitude 4.3. EMSC nennt 4.8. Da das Epizentrum direkt an der Küste lag, flüchteten tausende Menschen aus ihren Häusern ins Hinterland, aus Angst vor einem Tsunami. Dieser blieb aufgrund der geringen Magnitude allerdings aus. Jedoch wurden 105 Gebäude bei dem Erdbeben beschädigt. Es handelt sich überwiegend um leichte Schäden. Nur zwei Gebäude wurden so schwer beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen.

Zudem wurden zwei Menschen leicht verletzt. 17 weitere mussten aufgrund von Panik ärztlich behandelt werden.

Ganze 3 Erdbeben trafen am Dienstag Abend nach 22 Uhr MESZ den Osten von Bolivien. Die Lokalen Behörden nennen zweimal Magnitude 5.0 (innerhalb von 3 Minuten) und einmal Magnitude 4.0 (knapp eine Stunde später. Diese drei Erdbeben verursachten Panik in den umliegenden Orten. Mehrere Menschen mussten wegen Kreislaufproblemen behandelt werden. Die Häuser von 75 Familien wurden bei dem Erdbeben beschädigt. Einige so schwer, dass die Bewohner nicht mehr in die Häuser zurückkehren konnten. Auch eine Polizeistelle war betroffen.
Das Rote Kreuz versorgt die Betroffenen.
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Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.