Starkes Erdbeben bei Kreta, Griechenland – Viele Häuser in Chania beschädigt, 1 Verletzter – Spürbar im gesamten östlichen Mittelmeerraum – Kleiner Tsunami trifft Kreta

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes
12. Oktober

Um 15.11 Uhr MESZ wurde die Griechische Insel Kreta von einem Schweren Erdbeben getroffen. Das Epizentrum des Bebens der Stärke 6,4 lag wohl direkt unter der Insel in 50km Tiefe. Die kommenden Minuten werden Zeigen wo genau das Epizentrum lag, es könnte zu Schäden kommen.
In den kommenden Stunden und Tagen ist mit Nachbeben über Stärke 4,5 zu rechnen.

Update 15.33 Uhr:
 Auf der nebenstehenden Karte ist zu sehen, dass das Epizentrum einige Kilometer westlich der Insel lag, auf der es aber deutlich Spürbar war.
Eine Tsunamiwarnung gibt es nicht! Eine kleine, einige Zentimeter hohe Welle kann aber nicht ausgeschlossen werden.

Update 15.36 Uhr:
Die Shakemap von USGS erwartet für den Westlichen Teil Kretas Intensität VI, was zu Schäden führen kann. Leser die dieses Erdbeben gespürt haben, können ihre Erlebnisse als Komentare posten.

Update 15.50 Uhr:
 Nach Verschiedenen Angaben hatte das Erdbeben eine Stärke von 6,0-6,7 das bis nach Athen deutlich Spürbar war. Sogar aus Montenegro und aus dem Süden Italiens gibt es Berichte von Spürbarkeit.
Update 16.00 Uhr: 
Das Erdbeben in weitem Umkreis spürbar. In Italien, Montenegro, Libyen, Libanon und Israel war es leicht Spürbar. In Ägypten und auf Malta mit Intensität III. In Griechenland (Festland) war es moderat spürbar, unter anderem in Athen. Von Kreta wird derzeit Intensität V-VI gemeldet.
Update 16.12 Uhr: Zeugen bei EMSC nennen ein Starkes und langes Erdbeben. Zum Teil gab es Panik.
Es gab 4 erste Nachbeben mit 2.9 3.3 4.1 und 3.3
Update 16.21 Uhr: Aus Supermärkten werden Lebensmittel gemeldet die aus den Regalen gefallen sind. Zudem soll es zu Steinschlag gekommen sein. Ob dieser von Bergen oder Häusern ausgeht ist nicht bekannt.
Update 17.08 Uhr: Einige kleine Schäden an Häusern (Lokalität nicht genannt) wird in den Medien berichtet. Vermutlich handelt es sich um Risse im Putz. Vom genannten Erdrutsch war eine Straße zwischen Chenia und Theriso (Westkreta) betroffen, die blockiert wurde.
Update 17.18 Uhr: Weitere Schadenmeldungen nennen beschädigte Balkone, sowie zerstörte Glastüren und Fenster. Insgesamt überwiegend leichte Schäden. Eine Person wurde verletzt, als er/sie aus Panik aus dem Fenster sprang.
Update 17.28 Uhr: Es gibt einen weiteren Bericht von einem älteren Herren, der beim Beben vom Balkon sprang, unverletzt. Möglicherweise (auch aufgrund von Übersetzungsfehlern) handelt es sich bei beiden um ein und die selbe Person, die nicht verletzt wurde. Vielleicht können uns unsere griechischen Leser dabei helfen.
Update 18.00 Uhr: In den griechischen Medien gibt es nach jeden großen, oder zumindest nach jedem deutlich spürbaren Erdbeben die Warnung, dass es an gleicher Stelle in absehbarer Zeit zu einem weiteren Erdbeben, das noch stärker werden könnte, kommen kann. Nicht unberechtigt, an vielen Orten in Griechenland sind Schwerbeben möglich. Nur der Zeitpunkt ist immer schlecht gewählt, da so, vor allem bei Touristen, die Sorge wächst. Daher sei gesagt: Die Wahrscheinlichkeit eines Erdbebens der Stärke 7 ist jetzt nicht höher als vor 5 Stunden.
Update 18.21 Uhr: Danke an den Verfasser / Die Verfasserin des Kommentars für die Aufklärung bezüglich der aus dem Haus auf die Straße gesprungenen Person(en): „Es muss sich laut griechischen Medienberichten um einen – nicht zwei Personen handeln. Der aeltere Herr ist wohl leicht verletzt davon gekommen. Nun koennen wir nur hoffen, dass es kein staerkeres Beben gibt…“ 
Update 18.45 Uhr: Nach Medienberichten hat es in Chania schwere Schäden gegeben. In vielen Häusern gab es Risse, teilweise sind Teile aus dem Mauerwerk herausgefallen. An einem älteren Gebäude sei sogar das Dach teilweise eingestürzt.

Ein Video zu den Erdbebenschäden ist in den Kommentaren zu diesem Artikel verlinkt. (Danke an Janni)

Update 19.11 Uhr: Weitere Schäden hat es in der Stadt Kissamos gegeben. Mindestens 2 Häuser sind dort betroffen.

Update 19.20 Uhr: Ein direkter Zusammenhang zum Erdbeben auf Kreta besteht wahrscheinlich nicht, aber bei Rhodos kam es vor wenigen Minuten zu einem Erdbeben der Stärke 4.1.

Update 20.31 Uhr: Wir wollen nochmal auf diesen Bericht hinweisen, den wir nach dem letzten 6er Beben bei Kreta im Juni geschrieben haben. Es geht um historische Erdbeben auf Kreta und die Bedrohung die davon ausgeht.
http://www.juskis-erdbebennews.com/2013/06/das-erdbebenrisiko-auf-kreta.html

Update 13. Oktober 09.08 Uhr
Eine ruhige Nacht für die meisten Menschen auf Kreta. Die Nachbebentätigkeit hielt sich, so wie auch scho gestern Nachmittag, sehr in Grenzen. Das stärkste Nachbeben hatte Magnitude 3.8. Wenige Nachbeben wirken für die meisten Menschen beruhigend, da sie den Eindruck vermitteln, dass die Gefahr vorbei ist. Das dies aber nicht der Fall ist zeigt auch die Schließung des Samaria Nationalparks auf Kreta. Dort droht bei Nachbeben Steinschlag, wodurch Besucher verletzt werden könnten.
In den nächsten Wochen sind Nachbeben bis Magnitude 5 möglich, in den nächsten Tagen besteht die Chance von Nachbeben bis Magnitude 6. Daher sollte man beschädigte Gebäude meiden, bis die Schäden repariert sind.
Als Beispiel für die Gefährlichkeit dieser ruhigen Stunden kann man die Situation in Pakistan nach dem Erdbeben der Stärke 7.7 vor einigen Wochen nehmen. Auch dort gab es nur wenige größere Nachbeben, so dass viele Menschen in ihre Häuser zurückkehrten, wenn diese nicht beim Hauptbeben zerstört wurden. Tage später folgte dann ein Nachbeben der Stärke 7.2, brachte viele der noch stehenden aber bereits beschädigten Häuser zum Einsturz und tötete 45 Menschen. So extrem wird es in Kreta nicht, aber wenn bei einem Nachbeben der Stärke 6 Trümmerteile herabstürzen, können sie Menschen, die sich dort aufhalten, treffen und (schwer) verletzten.

Update 09.15 Uhr: Was für viele Menschen besorgend wirkt, ist wohl die Tatsache, dass in einigen Städten auf Kreta das Trinkwasser (Leitungswasser) nach dem Erdbeben vertrübt ist. Dies ist auf eine Verschmutzung der tief liegenden Brunnen zurückzuführen, etwas was nach jedem großen Erdbeben vorkommt. Die Trinkwasserversorger arbeiten an der Behebung dieses Problems.

Update 09.33 Uhr: Nach Erdrutsch, Nachbeben und verschmutztem Trinkwasser fehlt eigentlich nur noch ein Tsunami, um die Folgen von Erdbeben (nahezu) zu komplettieren. Und genau dieser hat Kreta gestern getroffen, wie Auswertung der Messdaten zeigen. Die Forscher teilten mit, dass der Tsunami eine ungefähre Höhe von 20 bis 25 Millimetern hatte. Somit war er ungefährlich. Der Tsunami, der Kreta im Juni nach einem Erdbeben der Stärke 6 traf, war mit 30 Millimetern deutlich höher.

Update 19.47 Uhr: Vor wenigen Minuten gab es ein Nachbeben der Stärke 4.0.

wird fortgesetzt…

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Lukas Rentz

Lukas ist 18 und macht voraussichtlich 2018 sein Abitur an einem Gymnasium in Alzey. Anschließend soll ein Geologie-Studium folgen.

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