Erdbeben in Kroatien und Bosnien-Herzegowina – Gebäudeschäden rund um Sinj

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Um 8.58 Uhr traf den Süden von Kroatien ein moderates bis starkes Erdbeben, das zur Zeit mit Magnitude 4,8 angegeben wird. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Split, an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Es war auf beiden Seiten der Grenze, in weiten Teilen der Länder deutlich spürbar. Am Epizentrum ist mit Schäden zu rechnen.
Zeugen aus Split nennen beim EMSC zur Zeit Intensität V. Viele Menschen riefen den Notruf, größere Schäden wurden noch nicht gemeldet. Es ist aber zu erwarten dass Häuser nahe des Epizentrums betroffen sind.
Die lokalen Behörden geben das Beben mit Magnitude 4,9 an, das Epizentrum lag demnach in Bosnien.

In Bosnien war das Erdbeben bis in die Städte Sarajewo (Hauptstadt), Zenica, Banja Luka und und Mostar spürbar. Auch aus der Kroatischen Stadt Zadar gibt es Meldungen.
Zeugen nahe Split nennen mittlerweile Teilweise Intensität VI.

Das Erdbeben dauerte mehr als 20 Sekunden.

Das heutige Erdbeben ist das stärkste in der Region in diesem Jahr. Das bisher stärkste mit Magnitude 4,6 ereignete sich im Sommer im Norden von Kroatien und beschädigte mehrere Gebäude. Die Schäden heute könnten schlimmer sein als damals, da das Beben stärker war und die Epizentralregion deutlich dichter besiedelt ist. Auch Bosnien könnte von Schäden betroffen sein. Das letzte größere Schadenbeben in Bosnien gab es im Sommer 2012 in der Stadt Zenica.

Update 10.18 Uhr:
Die Kroatischen Behörden gaben dieses Erdbeben mit Mercalli Intensität VII registriert.

Update 16.55 Uhr
Aus der Umgebung der Kroatischen Stadt Sinj werden einige Schäden gemeldet. Überwiegend betroffen sind ländliche Häuser im Hügelland. Mehrere Häuser erlitten Risse, Fenster und Fliesen wurden zerstört. Auch eine Schule erlitt leichte Schäden und wurde vorsichtshalber evakuiert. In der Stadt selbst wurde nur ein Wohnhaus beschädigt. Aus Bosnien gibt es noch keine Meldungen über Schäden.

Am Nachmittag folgte ein Erdbeben der Stärke 4,5 im Kosovo und Serbien

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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