Moderates Erdbeben im Kosovo (nahe Pristina) – Spürbar bis nach Sofia (Bulgarien) und Skopje (Mazedonien) – Leichte Schäden

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Update 18. November 14.25 Uhr
Ein weiteres, deutlich stärkeres Erdbeben der Stärke 4,5 ereignete sich nun um 14.15 Uhr in der gleichen Region wie in den Tagen zuvor. Deutlich spürbar war es in Pristina, sowie in den angrenzenden Teilen von Serbien, unter anderem in der Stadt Kraljevo, die vor 3 Jahren von einem starken Erdbeben betroffen war. Auch in der bulgairschen Hauptstadt Sofia, sowie in der mazedonischen Hauptstadt Skopje wurde es wahrgenommen.

Die Tiefe des Bebens lag bei etwa 4 Kilometern, entsprechend ist es wahrscheinlich, dass es am Epizentrum zu Schäden gekommen ist.

Früher an diesem Tag hat es bereits ein Erdbeben der Stärke 4,9 in Kroatien und Bosnien-Herzegowina gegeben.

Update 14.49 Uhr:
Aktuell geben Zeugen bei EMSC eine maximale Intensität von V am Epizentrum an. In den Medien gibt es bislang nur wenige Berichte über dieses Erdbeben. Da aber bereits in den letzten Tagen viele Menschen durch die Erdbeben besorgt waren, ist zu erwarten, dass sich dies nach den aktuellen Ereignissen verstärkt hat.

Update 14.59 Uhr
Neue Berichte nennen sogar Intensität VI. Eine hohe Intensität, die in den meisten europäischen Ländern zu Schäden führen kann. Es ist jedoch zu bedenken, dass diese Einschätzung von Zeugen von den realen Werten abweichen kann. Dennoch: Das Beben wird überwiegend nahe des Epizentrums, auch noch in Pristina, als stark beschrieben.

Update 15.03 Uhr
Um 14.43 Uhr folgte ein erstes größeres Nachbeben mi Magnitude 3,6. Solche Beben, wahrscheinlich bis Pristina spürbar, sind auch in den nächsten Tagen sehr wahrscheinlich. Daher sollten möglicherweise beschädigte Gebäude gemieden werden, bis Entwarnung von den zuständigen Behörden gegeben wird.

Update 15.10 Uhr:
Wie aus Zeugenberichten zu entnehmen ist, fürchten viele Menschen nun, dass auf diese Erdbeben was noch größeres folgen könnte. Von den Behörden kämen nur ungenügend Informationen.
Dazu sei zu sagen, dass niemand, weder Behörden, noch Forscher in der Lage sind zu sagen, was als nächstes passiert. Theoretisch sind weitere Beben möglich, aber darauf muss man in einem Erdbebengebiet, wie der Balkan eines ist, immer vorbereitet sein. Kleine Beben, eventuell bis Magnitude 4, wird es in den nächsten Tagen auf jeden Fall geben. Ob es größere Beben gibt, oder ob die kleineren Beben länger anhalten werden, ist nicht zu sagen.

Update 15.40 Uhr:
Die offizielle Schätzung der maximalen Intensität liegt bei Mercalli VI bis VII, was sehr gefährlich für schwache Gebäude sein kann. Jedoch ist zu beachten, dass diese Intensität wahrscheinlich nur in einem sehr begrenzten Raum direkt am Epizentrum erreicht wurde. Verbreiteter war Intensität IV bis V, was auch zu leichten Schäden führen kann.

Update 16.47 Uhr:
Nach Angaben der Behörden kam es bei dem Erdbeben zu einigen Schäden an älteren Gebäuden in der Nähe des Epizentrums. Details dazu sind noch nicht bekannt.

Update 17.25 Uhr:
Neben den Schäden gab es auch mehrere Evakuierungen, vor allem direkt am Epizentrum, wo viele Schulen und Kindergärten zeitweise geschlossen wurden.

Update 19. November:
Ganz ruhig war die Nacht nach dem Erdbeben nicht, denn ein kleines Nachbeben mit Magnitude 2,5 war am Epizentrum spürbar, hat aber keine neuen Schäden verursacht.

Update 20. November:
Heute um 5.31 Uhr gab es ein weiteres Nachbeben. Magnitude 2,8, das mit Sicherheit viele Menschen aus den Schlaf gerissen hat.
wird fortgesetzt…

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17. November
Ein Erdbeben der Stärke 3,7 hat heute morgen um 9.14 Uhr den Kosovo erschüttert. Es hatte nach vorläufigen Angaben eine Tiefe von 5 Kilometern. Das Epizentrum lag etwa 30 Kilometer nördlich der Hauptstadt Pristina, in der Region Mitrovica. Auch in der Hauptstadt war das Erdbeben noch spürbar.
Bereits gestern Morgen hat es in der gleichen Region mit Magnitude 3,0 gebebt, dieses war deutlich in den Städten nahe des Epizentrums, vor allem in der Stadt Vushtrri spürbar.
Leichte Schäden an schlecht gebauten Häusern direkt am Epizentrum sind möglich.

Update 18. November:
In der Nacht hat es ein weiteres Erdbeben der Stärke 2,8 gegeben, das auch deutlich spürbar war.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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