Verheerendes Erdbeben im Iran – Mindestens 7 Tote und 203 Verletzte, hunderte zerstörte Häuser und Stromausfälle – AKW Buschehr nicht betroffen

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Das aktuellste Update befindet sich am Ende des Berichtes
Um 14.51 Uhr MEZ wurde die iranische Region Buschehr im Südwesten des Landes von einem starken Erdbeben getroffen. Den vorläufigen Angaben der Iranischen Behörden nach hatte es Magnitude 5.7 und eine Tiefe von 5 Kilometern. Das Epizentrum lag nahe der Städte Borazjan (Provinz Buschehr) und Kazerun (Provinz Fars). Spürbar war das Beben bis nach Kuwait.
Aufgrund der dichten Besiedlung rund um das Epizentrum sind schwere Schäden zu erwarten.
Erste Medienberichte geben an, dass es in vielen Städten zu Panik kam und Menschen auf die Straßen rannten. Die Regierung hat Rettungs- und Untersuchungsteams in die betroffene Region geschickt.

Update 16.07 Uhr:
Eine Reihe von Häusern und Strommasten wurden in den Städten in der Nähe des Epizentrums beschädigt. Entsprechend gab es auch verbreitet Stromausfälle. Details sind noch nicht bekannt.

Update 16.24 Uhr:
An einigen Häusern sollen Wände und Decken schwer beschädigt worden sein. Auch die Stadt Borazjan selbst ist betroffen. Dort fiel auch der Strom aus. Schäden werden auch aus der Stadt Dalaki gemeldet.

Update 16.34 Uhr:
Da es bereis einige deutsche Medien aufgreifen: Das Atomkraftwerk Buschehr in der gleichnamigen Hafenstadt ist von diesem Erdbeben nicht betroffen. Die Erschütterungen waren zwar dort spürbar, aber zu schwach um irgendwelche Schäden anzurichten.

Update 17.10 Uhr:
Ein recht starkes Nachbeben mit Magnitude 4,5 traf die Region vor einigen Minuten.
Die Menschen in der Region werden die kommende Nacht auf den Straßen verbringen. Zu diesem Zweck werden zur Zeit Zelte und Decken in das Erdbebengebiet geliefert. Auch Ärzte sind im Einsatz, um Verletzte und Kranke zu behandeln. Detaillierte Informationen gibt es noch nicht.

Update 17.37 Uhr:
Es wird berichtet, dass viele Menschen bei dem Erdbeben verletzt wurden. Vor allem Rund um Borazjan. Einige wurden ins Krankenhaus gebracht, weitere werden von medizinischem Personal ambulant behandelt.

Update 17.55 Uhr:
Eine erste Auswertung der Opfer hat ergeben, dass mindestens 45 Menschen bei dem Erdbeben verletzt wurden, wie offizielle Quellen mitteilten. Diese werden, wie bereits geschrieben, teilweise stationör in Krankenhäusern, teilweise ambulant behandelt.

Update 18.00 Uhr:
Gründe für die wenigen zur Zeit vorliegenden Details über die Schäden und Verletzungen ist neben der Dunkelheit und den verbreiteten Stromausfällen auch ein Ausfall der Telekommunikationssysteme.
Die Rettungsteams vom Roten Halbmond sind auf jeden Fall in der Region am arbeiten, um Verletzte und Betroffene entsprechend zu versorgen. Bislang gab es relativ wenige Nachbeben.

Update 18.08 Uhr:
Neue Meldungen vom Roten Halbmond nennen mindestens 3 Menschen, die beim Erdbeben ums Leben gekommen sind. Zudem wird nun auch von eingestürzten Häusern berichtet.

Update 18.17 Uhr:
Mindestens 16 der Verletzten wurden schwer verletzt und deswegen ins Krankenhaus gebracht. Die übrigen der bisher genannten 45 werden ambulant behandelt.

Update 18.21 Uhr:
Leider ist die Zahl der Todesopfer angestiegen. Mindestens 7 werden nun gemeldet. „Viele weitere“ seien schwer verletzt worden, wie Sprecher des Roten Halbmondes mitteilten. (Entsprechend ist zu erwarten, dass es mehr als 45 Verletzte gab)

Update 18.24 Uhr:
Bushehrnews meldet 9 Todesopfer.

Update 18.26 Uhr:
59 Verletzte, davon mindestens 12 Schwerverletzte weden nun gemeldet. 27 Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht.

Update 18.43 Uhr:
72 Verletzte werden gemeldet. Erste Bilder aus der Epizentralregion zeigen zerstörte Häuser und Autos, die unter Trümmern begraben wurden.

Update 19.14 Uhr:
Eine vorläufige Auswertung der Sachschäden ergab, dass mindestens 250 Häuser beim Erdbeben zerstört wurden. Viele weitere wurden beschädigt.

Update 19.44 Uhr:
210 Verletzte werden nun offiziell gemeldet. 66 von ihnen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, 144 werden ambulant behandelt.
Offiziell liegt die Zahl der Todesopfer „nur“ bei 8.

Update 29. November 08.19 Uhr
7 Tote und 203 Verletzte sind die offiziellen Zahlen am Morgen nach dem Erdbeben. Damit wurde die von vielen Medien genannte Opferzahl von 8, bzw. 9 nach unten korrigiert.
73 der Verletzten werden im Krankenhaus behandelt. Die Bestattung der Toten ist für Heute Nachmittag geplant.
Unterstützung bei der Katastrophenbewältigung erhält der Iranische Rote Halbmond von den Kollegen aus Afghanistan und dem Irak.

wird fortgesetzt…

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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