Starkes Erdbeben vor der türkischen Küste (nahe Antalya)

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Nach Angaben der türkischen Behörden kam es um 18.31 Uhr vor der Mittelmeerküste der Türkei zu einem Erdbeben der Stärke 5.0. Die griechischen Behörden geben M 4,8 an. Das Erdbeben habe sich in einer Tiefe von etwa 90 Kilometern ereignet und ist somit auf die Subduktionszone zwischen Rhodos und Zypern zurückzuführen. Das Epizentrum lag 60 Kilometer von Antalya entfernt, dort, sowie in der gesamten Touristenregion (u.a. Alanya, Side) an der Bucht von Antalya war das Erdbeben deutlich spürbar. Größere Schäden sind aufgrund der Tiefe nicht zu erwarten (Wenn die Tiefe stimmt). Möglich sind aber Panik bedingte Verletzungen. Vor allem bei Touristen ist dies häufig der Fall, wenn es in einer Urlaubsregion zu einem Erdbeben kommt.

Update 18.54 Uhr:
Erste Medienberichte bestätigen, dass es in Antalya und anderen Orten zu Panik gekommen ist, da sie Erdstöße stark empfunden wurde. Viele Menschen flüchteten auf die Straßen, sprangen teilweise von Balkonen.

Update 18.57 Uhr
Es gibt Meldungen, wonach das Erdbeben auch auf Zypern spürbar war, wenn auch nur mit geringer Intensität. Ein deutliches Merkmal von Erdbeben im Erdmantel ist die Tatsache, dass es über einen größeren Bereich spürbar war als flache Erdbeben.

Update 20.24 Uhr
Bislang wurden in den Medien keine Schäden gemeldet. Auch von Zeugen gibt es keine entsprechenden Meldungen. Dennoch untersucht der Katastrophenschutz zur Zeit die Region, um mögliche Schäden zu erfassen.
Allgemein wird das Erdbeben von Zeugen als relativ kurz beschrieben, meist ein gutes Zeichen, da es dann weniger Schäden gibt.

Update 9. Dezember 09.35 Uhr
Keine Schäden und keine Verletzten gemeldet!
In den türkischen Medien ist die Warnung präsent, dass Antalya und damit auch die gesamte Ferienregion in Zukunft ein Erdbeben bis Stärke 6,7 drohe. Um es klar zu stellen: Solche „Warnungen“ sind in der Türkei Alltag, wenn es ein größeres Erdbeben gab. Einerseits um die Bevölkerung die Gefahren bewusst zu machen, und andererseits um sie darauf vorzubereiten. Wenn sowas geschrieben wird, heißt es nicht, dass es in den nächsten Tagen / Wochen passiert. Ein Zeitpunkt lässt sich nicht vorhersagen. Wenn man aber als Tourist/in ein Erdbebengebiet reist, sollte man sich die dortigen Risiken bewusst machen, auch wenn die Chance, dass sowas passiert, sehr gering ist. Als Bewohner solcher Region ist Vorbereitung nahezu ein Muss, um den schlimmsten Fall möglichst unbeschadet zu überstehen. Da dies in der Türkei in der Vergangenheit oft nicht der Fall war, gibt es diese Warnungen in Kombination mit Erläuterungen, ob wenigstens das richtige Verhalten der Betroffenen wahrscheinlicher zu machen.

Haben Sie das Erdbeben gespürt? Teilen Sie bitte ihre Erfahrung und schreiben Sie einen Kommentar.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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