Erdbeben erschüttert Kuba und Florida (USA) – Nachbeben am 10 Januar

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10. Januar, 06.19 Uhr
Ein moderates Erdbeben mit Magnitude 5.0 ereignete sich gestern Abend im Norden von Kuba. Es fand in flacher Tiefe statt, entsprechend wurde in der Nähe des Epizentrums eine hohe Intensität registriert. Es ist möglich, dass es dabei zu Gebäudeschäden gekommen ist. Entsprechende Meldungen gibt es aber noch nicht.
In vielen Teilen von Kuba, auch in der Hauptstadt Havanna war das Beben spürbar. Ebenso im Süden des US Bundesstaates Florida, vor allem auf den Florida Keys, wo Zeugen von schwingenden Objekten und leichten Erschütterungen berichten.
Zu Schäden kam es dort nicht.

Update 11.00 Uhr
Sie seismische Aktivität im Norden von Kuba ist vergleichsweise gering, größere Erdbeben so wie heute sind ziemlich selten. Schwere Erdbeben hat es dort in den Jahren 1693, 1810 und 1880 gegeben, meist mit Auswirkungen auf die nahe gelegene Hauptstadt.
Am 1. Januar hat es im Norden von Kuba bereits ein leichtes Erdbeben gegeben. Es hatte Magnitude 3.4
Deutlich aktiver ist der Südosten des Inselstaates, rund im die Region Santiago de Cuba, zuletzt im Jahr 1992 mit Magnitude 6.9. Nur wenige Kilometer vor der Küste liegt dort der Cayman-Graben, welcher die Grenze zwischen der Karibischen und der Nordamerikanischen Platte bildet. Er erstreckt sich vom Norden Haitis bis zu den Cayman Inseln und vor die Küste von Belize, Guatemala und Honduras. Gelegentlich waren solche Erdbeben, die in der Vergangenheit mehrfach stärker als Magnitude 7 waren, auch der Ursprung für lokale Tsunamis.
Das letzte Erdbeben im Osten Kubas ereignete sich am 21. Dezember 2013, es hatte Magnitude 4.3.

Florida ist hingegen eine Region mit nahezu keiner seismischen Aktivität. Jedoch sorgt die Bodenbeschaffenheit dafür, dass häufig starke Erdbeben aus den umliegenden Regionen in Teilen von Florida verspürt werden, so zum Beispiel ein Erdbeben im Golf von Mexiko 2006 (M 6.0), das Haiti-Beben 2010 (M 7.0) oder das Virginia-Beben 2011 (M 5.8).

Update 18.18 Uhr
Ein einziges spürbares Nachbeben hat es gegeben, dieses ereignete sich heute Nachmittag MEZ. Es hatte nach Behördenangaben Magnitude 3.9 und war in mindestens 2 Kommunen spürbar. Es war gleichzeitig das dritte spürbare Erdbeben in Kuba in diesem noch jungen Jahr, Ungewöhnlich für dieses Land, aber sicher nicht mehr als Zufall.
Entgegen erster Schätzungen wurden auf Kuba keine Schäden gemeldet.

Update 12. Januar
Aus einigen Orten in Kuba werden temporäre Stromausfälle infolge des Erdbebens gemeldet.

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Jens Skapski

Jens ist 23, lebt in Bochum und studiert seit 2013 an der Ruhr-Universität Geowissenschaften. Nach dem Bachelor-Abschluss 2016 folgte das M.Sc. Studium der Geophysik.

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